Corona-Newsblog, Teil 65

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt vom 25. Juni bis 2. Juli im Überblick

Gesundheitsminister Jens Spahn hat ausreichend Impfstoff für die Umsetzung der überraschend geänderten Astrazeneca-Empfehlung der Ständigen Impfkommission zugesichert.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat ausreichend Impfstoff für die Umsetzung der überraschend geänderten Astrazeneca-Empfehlung der Ständigen Impfkommission zugesichert.

Bild: Guido Kirchner, dpa

Gesundheitsminister Jens Spahn hat ausreichend Impfstoff für die Umsetzung der überraschend geänderten Astrazeneca-Empfehlung der Ständigen Impfkommission zugesichert.

Bild: Guido Kirchner, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 25. Juni bis 2. Juli.
03.07.2021 | Stand: 14:40 Uhr

Dies ist ein Archivartikel, den aktuellen Newsblog finden Sie hier.

Freitag, 2. Juli, 21.17 Uhr: Von der Leyen ruft wegen Delta-Variante zur Corona-Impfung auf

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eindringlich für Impfungen geworben. "Wir machen uns Sorgen wegen der Delta-Variante, sie wird die (Zahl der) Infektionen erhöhen", sagte sie am Freitag bei einem Besuch in Litauen. Die "gute Nachricht" aber sei, dass die Corona-Impfstoffe wirksam gegen die ansteckendere Delta-Variante seien. Die Schwere der Infektion könne durch Impfungen und Hygienemaßnahmen reduziert werden. "Wir sollten die Impfungen vorantreiben, um uns zu schützen", sagte von der Leyen in Vilnius.

Freitag, 2. Juli, 18.45 Uhr: Erdogan verwirrt mit falscher Info zu Covid-Impfungen in Deutschland

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit falschen Behauptungen über angeblich kostenpflichtige Corona-Impfungen in Deutschland und Großbritannien für Irritation gesorgt. Mit Blick auf den Kampf gegen die Pandemie sagte Erdogan am Freitagabend: "Seht, das ist sehr interessant. Heute führt England Impfungen für 100 bis 150 Sterling durch. Wir aber impfen umsonst." Das sei der Unterschied. "In Deutschland sind es 100 bis 150 Euro. Aber bei uns gibt es sowas nicht. Denn wir, liebe Brüder, sind eine Regierung, die dem Volk zurückgibt, was es vom Volk nimmt." Zahlreiche Nutzer auf Twitter widersprachen den Aussagen des türkischen Präsidenten.

Freitag. 2. Juli, 16.36 Uhr: Merkel sagt Johnson Lockerung der Einreisebeschränkungen zu

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem britischen Premierminister Boris Johnson versprochen, die strikten Einreisebeschränkungen für Großbritannien wegen der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus bald zu lockern. Sie gehe davon aus, dass das Land "in wirklich absehbarer Zeit" vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet heruntergestuft wird, sagte sie am Freitag nach einem Treffen mit Johnson auf dessen Landsitz in Chequers bei London. Besorgt zeigte sich Merkel allerdings über die geplante Austragung der Halbfinalspiele und des Finales der Fußball-Europameisterschaft im Londoner Wembley-Stadion vor 45 000 beziehungsweise 60 000 Zuschauern.

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor ihrem Treffen in Chequers.
Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor ihrem Treffen in Chequers.
Bild: Stefan Rousseau/dpa

Freitag, 2. Juli, 16.02 Uhr: Virologie-Professor: Die besetzten Stadien senden "falsche Signale"

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Corona-Newsblog, Teil 67

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt vom 13. bis 18. Juli 2021 im Überblick

Der Düsseldorfer Virologie-Professor Ortwin Adams sieht in gefüllten Stadien während der Europameisterschaft die falschen Signale. "Wir spielen auf Risiko vor allem gegenüber zwei Gruppen: den Patienten, die dann doch mit Covid auf den Intensivstationen landen, und denjenigen, die sie versorgen müssen", sagte Adams der "Rheinischen Post" (Freitag/Online). Letztlich seien laut dem Virologen aber alle in der Gesellschaft betroffen.

Adams erwartet, dass die Corona-Infektionszahlen für den Beginn einer neuen Welle noch jahrelang genau überwacht werden müssen. "Es wird noch einige Jahre so weitergehen. Mit hoffentlich abnehmender Intensität und weniger Aufwand an Maßnahmen", sagte Adams auf die Frage, wie lange die Bevölkerung und die Behörden im Umgang mit der Pandemie noch wachsam sein sollten.

Freitag, 2. Juli 14.50 Uhr: Deutsche können ab 5. Juli wieder in Norwegen Urlaub machen

Norwegen ändert seine Bestimmungen für die Einreise und lässt ab dem 5. Juli wieder Touristen ins Land. Reisende aus vielen EU-Ländern wie Deutschland, Frankreich und Belgien können dann wieder ins Land reisen, ohne in Quarantäne zu müssen, wie das norwegische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Bislang hatte Norwegen wegen der Corona-Pandemie weit strengere Einreiseregeln als andere europäische Länder. Ab Montag richtet sich das Land aber nach dem Ampelsystem der EU für die Kategorisierung der Infektionsgefahr.

Freitag, 2. Juli, 14.30 Uhr: Spahn wirbt für Astrazeneca plus Biontech oder Moderna

Gesundheitsminister Jens Spahn hat ausreichend Impfstoff für die Umsetzung der überraschend geänderten Astrazeneca-Empfehlung der Ständigen Impfkommission zugesichert. "Es wird sehr zügig gehen können, die Empfehlung umzusetzen, weil ausreichend mRNA-Impfstoff da ist", sagte Spahn am Freitag in Berlin. Die Impfkommission hatte am Vortag überraschend mitgeteilt, dass Menschen, die eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna erhalten sollen.

Spahn betonte die besonders hohe Wirksamkeit einer Kreuzimpfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca für die erste und dem von Biontech/Pfizer oder Moderna für die zweite Spritze. Dazu komme, dass die neue Empfehlung einen Abstand der zweiten zur ersten Impfung von nur vier Wochen umfasse. Man solle also nicht mehr bis zu zwölf Wochen warten, wie es bisher bei Astrazeneca empfohlen war.

Freitag, 2. Juli, 11.55 Uhr: Johnson & Johnson: Impfstoff regt Immunantwort gegen Delta an

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson regt nach Angaben des US-Herstellers auch eine "starke und anhaltende" Immunantwort gegen die Delta-Variante des Coronavirus an. Das gehe aus Labor-Untersuchungen mit Blut von Geimpften hervor, teilte das Unternehmen in New Brunswick im Bundesstaat New Jersey mit. Eine weitere Untersuchung habe gezeigt, dass die Immunantwort mindestens acht Monate anhalte, hieß es weiter. Beim Mittel von Johnson & Johnson ist nur eine Spritze für den vollen Impfschutz nötig.

"Wir glauben, dass unser Impfstoff einen dauerhaften Schutz gegen Covid-19 bietet und eine neutralisierende Aktivität gegen die Delta-Variante auslöst", wurde Paul Stoffels, Chef-Wissenschaftler des Unternehmens, in der Mitteilung zitiert. Die Daten basieren auf zwei bislang noch unveröffentlichten Studien mit Blutproben von acht sowie 20 Teilnehmern. Eine nachweisbare Immunantwort bei einem Geimpften ist nicht zwingend gleichbedeutend mit einem tatsächlichen Schutz vor einer Infektion.

Freitag, 2. Juli, 10.35 Uhr: Mehr als 400.000 Corona-Tote in Indien

In Indien sind nach offiziellen Zahlen mehr als 400.000 Menschen an oder mit Corona gestorben. Diese Marke wurde am Freitag überschritten, als das Gesundheitsministerium 853 neue Todesfälle in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land meldete. Nur in den USA und Brasilien wurden bislang mehr Tote im Zusammenhang mit der Pandemie erfasst. Die Hälfte der Toten in Indien wurde während der heftigen zweiten Welle im April und Mai registriert, die Krankenhäuser und Krematorien überlastete und die auch im Zusammenhang mit der ansteckenderen Delta-Variante steht, die zuerst in Indien gefunden worden war. Inzwischen sind die täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen und Todeszahlen wieder deutlich gesunken.

Etliche Expertinnen und Experten gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt sehr hoch ist und besonders in ländlichen Gebieten viele Tote nicht erfasst worden sind. Auf dem Höchststand der zweiten Welle wurden pro Tag teils mehr als 4000 Tote und 400.000 Infektionen im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet. Derzeit versucht Indien, seine Impfkampagne auszuweiten - auch weil einige Expertinnen und Experten vor einer möglichen dritten Welle warnen. Bislang sind aber erst 4,5 Prozent der Bevölkerung in Indien vollständig geimpft.

In Indien sind nach offiziellen Zahlen mehr als 400.000 Menschen an oder mit Corona gestorben.
In Indien sind nach offiziellen Zahlen mehr als 400.000 Menschen an oder mit Corona gestorben.
Bild: Ishant Chauhan, AP, dpa

Freitag, 2. Juli, 9.30 Uhr: Inzidenzwerte des RKI sind da: Zahlen im Allgäu weiter niedrig

Kaufbeuren hält weiter konstant die 0,0, auch sonst sind alle Gebiete im Allgäu deutlich unter einem Inzidenzwert von 10. So fällt die Zusammenfassung der aktuellen 7-Tage-Inzidenzwerte fürs Allgäu am Freitagmorgen aus. Hier geht's zum Überblick über die einzelnen Werte für Ihre Region.

Freitag, 2. Juli, 8.15 Uhr: RKI registriert 649 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 649 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 07.18 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 774 Ansteckungen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,0 an (Vortag: 5,1; Vorwoche: 6,2).

Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 69 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 62 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.729.682 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 3.626.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.007.

Freitag, 2. Juli, 8.10 Uhr: Debatte: Wie kann Infektionsschutz an Schulen funktionieren?

Müssen Schüler im Herbst und Winter im Unterricht Masken tragen? Wissenschaftler mahnen gerade wegen der Delta-Variante zur Vorsicht. Die Debatte darüber, welche Maßnahmen es nach den Sommerferien an den Schulen geben soll und muss - sie ist in vollem Gange. Lesen Sie hier, was Experten und Forscher empfehlen.

Weiter mit Maske? Zwei Schülerinnen mit Mund- und Nasenschutz beraten sich im Unterricht.
Weiter mit Maske? Zwei Schülerinnen mit Mund- und Nasenschutz beraten sich im Unterricht.
Bild: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Freitag, 2. Juli, 6.45 Uhr: Noch keine aktuelle Inzidenz-Zahlen verfügbar

Das RKI hat sein Dashboard mit aktuellen Corona-Zahlen und Inzidenzwerten am Freitagmorgen noch nicht aktualisiert. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden, sobald die Werte für Deutschland und unsere Region vorliegen.

Freitag, 2. Juli, 6.10 Uhr: Erstmals ausreichend Corona-Impfstoff für Arztpraxen

Deutschlands Arztpraxen dürften in der kommender Woche erstmals die Menge Corona-Impfstoff geliefert bekommen, die sie bestellt haben. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Denn die Praxen hätten mit bundesweit rund 2,3 Millionen bestellten Dosen weniger Impfstoff angefordert als bereitstehen. Die Praxen bräuchten aber weiterhin ausreichend Impfstoff.

Für nächste Woche bestellten die Arztpraxen bundesweit rund zwei Millionen Impfdosen Biontech – obwohl sie 2,2 Millionen hätten bestellen können. Bei Astrazeneca wurden 325.000 Dosen geordert, 1,1 Millionen hätten bereitgestanden. "Business Insider" berichtete zuerst darüber.

Gassen sagte, seit Beginn der Impfkampagne gegen das Coronavirus hätten die Vertragsärztinnen und -ärzte regelmäßig deutlich weniger Impfstoff erhalten als sie benötigt hätten. Nun machten sich die Ferien in immer mehr Bundesländern bemerkbar. Viele Patienten und Ärzte seien im Urlaub. Immer mehr Menschen seien auch geimpft. "Dennoch ist der Andrang in den meisten Arztpraxen ungebrochen groß." Viele Praxen seien noch dabei, die langen Wartelisten abzuarbeiten.

Donnerstag, 1. Juli, 21.10 Uhr: Was wird dieses Jahr aus Abi-Bällen und Abi-Streichen?

Trotz sommerlicher Lockerungen können auch heuer die Gymnasiasten in Kempten ihren Schulabschluss nicht so feiern wie sonst. Das ist geplant.

Donnerstag, 1. Juli, 18.45 Uhr: Delta-Variante kommt - Impfkommission aktualisiert Empfehlungen

Angesichts der schnellen Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante in Deutschland passt die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Corona-Impfempfehlung an. So sollen Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna erhalten, schreibt das Gremium am Donnerstag in einer Mitteilung mit Verweis auf einen Beschlussentwurf. Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis solle dann mindestens vier Wochen betragen. Auch bei den Impfintervallen der mRNA-Impfstoffe heißt die Stiko nun kürzere Abstände als bisher gut. Die Empfehlung gelte "vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahmeverfahren", teilte die Stiko mit. Daran seien Bundesländer und Fachkreise beteiligt.

Die Expertinnen und Experten begründen den Rat zur Kombination von Vektor- und mRNA-Impfstoff damit, dass die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten der Immunantwort nach zwei Dosen Astrazeneca "deutlich überlegen" sei. Fachleute sprechen von einem heterologen Impfschema. Dieses hatte die Stiko bisher nur jüngeren Menschen angeraten, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen hatten, bevor dieser Impfstoff nur noch für Impfwillige ab 60 Jahren empfohlen wurde.

Donnerstag, 1. Juli, 16.30 Uhr: PCR-Tests beim Arzt in Bayern seit Donnerstag nicht mehr kostenlos

Corona-Tests in den Praxen niedergelassener Ärzte in Bayern sind seit Donnerstag nicht mehr kostenlos. Gratis-Tests gebe es aber noch in den kommunalen Testzentren, teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Als die vom Freistaat finanzierten Jedermanntests eingeführt worden seien, seien PCR-Tests das einzige verfügbare Mittel gewesen, um Infektionen zu erkennen. Seitdem seien viele hilfreiche Werkzeuge hinzugekommen. Angesichts steigender Impfzahlen geht das Gesundheitsministerium für die Zukunft davon aus, dass es einen sinkenden Bedarf an PCR-Tests bei Menschen ohne Symptome geben wird.

Donnerstag, 1. Juli, 15.05 Uhr: Impfkampagne in Bayern gerät ins Stocken

Monatelang mussten sich Menschen bei Corona-Schutzimpfungen in Bayern gedulden. Jetzt werden immer mehr Landkreise die Impfdosen nicht mehr los. Mehr dazu lesen Sie hier.

Monatelang heiß begehrt, jetzt ein Ladenhüter: Immer mehr Landkreise in Bayern melden einen Überschuss an Corona-Impfstoffen.
Monatelang heiß begehrt, jetzt ein Ladenhüter: Immer mehr Landkreise in Bayern melden einen Überschuss an Corona-Impfstoffen.
Bild: Nicolas Armer, dpa (Archiv)

Donnerstag, 1. Juli, 13.35 Uhr: Regierung bereitet Bevölkerung auf Verbreitung von Delta-Variante vor

Deutschland steht nach Einschätzung der Bundesregierung vor der weiteren Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in der Bevölkerung. Delta werde mit steigendem Anteil auch bald in Deutschland die dominierende Variante sein, nun müssten die absoluten Infektionszahlen möglichst niedrig gehalten werden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin.

Gegen die Ausbreitung von Delta helfe das Impfen, mahnte Spahn. "Doppelt geimpft schützt gegen Delta", betonte der Minister. Dies sei mittlerweile erwiesen. Mehr dazu hier.

Donnerstag, 1. Juli, 12.40 Uhr: Plötzlich wieder über 50: Auf Mallorca steigt die 7-Tage-Inzidenz

Mallorca kämpft plötzlich wieder mit seinen Corona-Zahlen. Nach mehreren Monaten mit nur noch wenigen Neuinfektionen ist die 7-Tage-Inzidenz jetzt innerhalb einer Woche auf 62,4 geklettert. Woher kommen die Neuansteckungen? Und was bedeutet das für den Sommerurlaub auf der Insel? Das erfahren Sie hier.

Donnerstag, 1. Juli, 12.30 Uhr: Erneut Rekordwert an Corona-Todesfällen in Russland

Russland hat zum dritten Mal infolge einen Rekord an täglichen Corona-Todesfällen verzeichnet. Die Behörden im größten Land der Erde registrierten am Donnerstag 672 Tote binnen 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die täglich gemeldeten Neuinfektionen erreichten mit mehr als 23.000 einen Höchstwert seit Mitte Januar. In Russland, wo viele Menschen einer Impfung skeptisch gegenüberstehen, verbreitet sich vor allem die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus rasant.

Mehrere russische Regionen haben aufgrund der dramatischen Lage einen Impfzwang für Angestellte vieler Berufsgruppen verhängt. Insgesamt haben sich jüngsten Angaben zufolge erst 11,5 Prozent der Russen beide Spritzen verabreichen lassen.

Donnerstag, 1. Juli, 11.10 Uhr: Statistiker hält Corona-Datenlage für unzureichend

Die Datenlage zur Pandemiebekämpfung in Deutschland ist aus Statistikersicht unzureichend. "Nur mit wissenschaftlichen Auswertungen, die (...) auf einer sehr breiten Grundlage basieren, können für die Politik die notwendigen Entscheidungshilfen in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt werden", sagte der Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik, Tim Friede.

Über die Gründe für die fehlende Arbeit an einer zielgerichteten und systematischen Datenerhebung kann Friede nur spekulieren. "Warum diese Ideen nicht umgesetzt wurden, kann ich mir nicht recht erklären." Auch eine Konfrontation mit dem oft ins Feld geführten Datenschutz sieht er nicht zwingend. Er habe mehrmals erlebt, "dass eine wissenschaftliche Nutzung von Daten mit Verweis auf den Datenschutz verweigert wurde", sagte Friede, der das Institut für Medizinische Statistik an der Universitätsmedizin Göttingen leitet, mit Blick auf das vergangene Jahr. Er habe gelegentlich den Datenschutz als vorgeschobenes Argument empfunden, um eine Veröffentlichung von Daten zu verhindern.

Donnerstag, 1. Juli, 10 Uhr: Zurück auf die Tanzfläche: Diese lockeren Corona-Regeln gelten in Österreich ab heute

In Österreich fallen am 1. Juli viele Vorschriften in der Pandemie weg - die neue Corona-Regeln sehen weitreichende Lockerungen vor. Im Handel gibt es keine Quadratmeter-Beschränkung mehr, die Maskenpflicht in Österreich wird reduziert und Clubs und Diskos dürfen wieder öffnen.

Damit ist unser Nachbarland bei Öffnungen viel weiter als Bayern und Deutschland. Alle neuen Regeln im Detail lesen Sie hier.

Donnerstag, 1. Juli, 9.35 Uhr: Fast zwei Drittel für teilweise fortgesetzte Homeoffice-Pflicht

Fast zwei Drittel der Deutschen sprechen sich laut einer Umfrage für eine weiterführende Homeoffice-Pflicht in bestimmten Branchen aus. Unabhängig von der Pandemie solle das Recht auf Homeoffice aus Sicht von 65 Prozent der Befragten in geeigneten Branchen aufrechterhalten bleiben, hieß es nach Angaben des Umfrageinstituts YouGov am Donnerstag. YouGov hatte für die repräsentative Erhebung Ende Juni 1.731 Menschen befragt.

Während 17 Prozent eine fortgesetzte Regelung zur Heimarbeit ablehnen, wollte sich der Rest dazu nicht äußern. Zudem ergab die YouGov-Befragung, dass die Zustimmung in den östlichen Bundesländern geringer ist als im Westen.

Die im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen erlassene Pflicht für Unternehmen, ihren Beschäftigten die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen, ist am Mittwoch ausgelaufen. Ab dem 1. Juli gilt damit die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung, die Unternehmen regelmäßige Tests und einen Hygieneplan vorschreibt.

Donnerstag, 1. Juli, 8.50 Uhr: Einzelhandel im Mai wieder mit besseren Geschäften

Deutschlands Einzelhändler haben dank zunehmender Lockerung der Corona-Einschränkungen im Mai wieder bessere Geschäfte gemacht. Von April auf Mai des laufenden Jahres stiegen die Umsätze sowohl preisbereinigt also real (plus 4,2 Prozent) als auch nominal (plus 4,5 Prozent), wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.

"Diese Entwicklung dürfte mit der bundesweit sinkenden Corona-Inzidenz und den damit verbundenen Lockerungen der Bundesnotbremse zusammenhängen", erklärten die Wiesbadener Statistiker am Donnerstag. Bund und Länder hatten im April bundeseinheitliche Regeln bei hohen Corona-Infektionszahlen in Kraft gesetzt. Befristet war diese "Bundesnotbremse" im Infektionsschutzgesetz bis zum 30. Juni, je nach regionaler Entwicklung der Coronazahlen gab es zuvor bereits Lockerungen.

Im Vergleich zum Mai 2020 sanken die Erlöse real um 2,4 Prozent und nominal um 0,6 Prozent. Allerdings hatte der Mai 2021 mit 23 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat. Auf Jahressicht gesehen ist der Einzelhandel im Plus: Von Januar bis einschließlich Mai lagen die Umsätze real um 0,4 Prozent und nominal um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Donnerstag, 1. Juli, 7 Uhr: Holetschek fordert zur Impf-Registrierung auf: Reihenfolge der Anmeldung entscheidet über Impftermin

Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert alle Bayern ab 18 auf, sich für eine Corona-Impfung zu registrieren. Künftig gelte das "Wer zuerst kommt"-Prinzip. "Jetzt sollten sich auch diejenigen in der Impfplattform BayIMCO registrieren, die bislang darauf verzichtet hatten, weil sie keine Priorisierung haben."

An diesem Freitag fällt die Priorisierung in den Impfzentren. Dann könne "jeder unabhängig von Vorerkrankungen und je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs auch in den Impfzentren ein Impfangebot bekommen", betonte der Minister.

Donnerstag, 1. Juli, 6.30 Uhr: Bundesnotbremse läuft aus, Homeoffice-Pflicht endet

Mit dem Auslaufen der sogenannten Bundes-Notbremse endet für Unternehmen ab heute auch die Pflicht, Homeoffice anzubieten, wo das möglich ist. Die Arbeitgeberverbände freut das. Die Gewerkschaften fordern aber eine dauerhafte Regulierung. Bayerns SPD-Chefin Ronja Endres will das Arbeiten von zu Hause dauerhaft sichern. "Wir brauchen eine Regelung, die Arbeitnehmern ein verbindliches Recht auf mobiles Arbeiten zusichert", sagte sie jetzt.

Donnerstag, 1. Juli, 6.20 Uhr: Schüler müssen ab heute keine Maske mehr am Platz tragen

Guten Nachrichten für alle Schüler in Bayern: Nach den bayerischen Grundschülern müssen auch Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen ab heuteam Sitzplatz im Klassenzimmer keine Maske mehr tragen. Es gibt dafür lediglich eine Bedingung: Die regionale Sieben-Tage-Inzidenz muss unter 25 liegen - was nahezu flächendeckend der Fall ist. Es wird empfohlen, dreimal statt zweimal pro Woche einen Corona-Test zu machen.

Donnerstag, 1. Juli, 6 Uhr: RKI registriert 892 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,1

Guten Morgen vom Digitaltem der Allgäuer Zeitung. Wir starten den Tag wie immer mit einem Blick auf die Zahlen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.14 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1008 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 5,2; Vorwoche: 6,6).

Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 63 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 93 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.729.033 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.625.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.938.

Mittwoch, 30. Juni, 22 Uhr: RKI: Delta-Variante im Aufwind - mindestens Hälfte der Neuinfektionen

Immer mehr Coronavirus-Fälle in Deutschland gehen auf die ansteckendere Delta-Variante zurück. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 30. Juni, 20.55 Uhr: Nach missglückter Sonder-Impfaktion in Memmingen - das passiert mit dem übrigen Astrazeneca-Impfstoff

Was passiert mit den 1.620 Impfdosen von AstraZeneca, die von der Sonder-Impfaktion in Memmingen übriggeblieben sind? Die Stadt hat einen Plan.

Mittwoch, 30. Juni, 19 Uhr: Luca-App durchbricht Schwelle von 20 Millionen Nutzern

Mehr als 20 Millionen Menschen verwenden die Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die App soll die Datenerfassung beim Restaurantbesuch erleichtern. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 30. Juni, 17.20 Uhr: Macron: Frauen besonders hart von Corona-Krise getroffen

Frauen sind nach den Worten von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron besonders von der Corona-Krise betroffen. Sie seien die "ersten Opfer" der weltweiten Pandemie geworden, da sich die Ungleichheiten in den Gesellschaften verstärkten, sagte der 43-Jährige am Mittwoch zum Auftakt des Pariser Spitzentreffens zur Gleichstellung von Männern und Frauen. Lockdowns hätten auch zu mehr Gewalt gegen Frauen geführt.

Zusätzlich gebe es einen "neuen Konservatismus", der Frauenrechte angreife, sagte der Gastgeber der Konferenz, zu der unter anderen UN-Generalsekretär Antonio Guterres anreiste.

Gut ein Vierteljahrhundert nach der Weltfrauenkonferenz in Peking ist nach Einschätzung Frankreichs neuer Schwung nötig. "Es gibt Dringlichkeit", sagte Macron. 1995 war in der chinesischen Hauptstadt von 189 Staaten ein Forderungskatalog verabschiedet worden, der die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen der Gesellschaft zum Ziel hatte.

Mittwoch, 30. Juni, 16.30 Uhr: Sonderimpfaktion der Stadt Kaufbeuren und des Landkreises Ostallgäu

Am Freitag und Samstag, 2. und 3. Juli, kann sich jede volljährige Person, die dem Impfzentrum Kaufbeuren zugeordnet ist, ohne Termin impfen lassen. Dazu gehören alle Bewohner der Stadt Kaufbeuren und des nördlichen Landkreises Ostallgäu. Es wird dabei ausschließlich das Vakzin von AstraZeneca zum Einsatz kommen. Geimpft wird am Freitag und am Samstag von 17 bis 22 Uhr.

Generell werden alle impfwilligen Personen gebeten, sich jetzt im System BayIMCO zu registrieren, da alle Bürgerinnen und Bürger nun kurzfristig Impfungen erhalten können.

Zur Impfung ist der Personalausweis sowie der Impfpass mitzubringen und am besten auch das bereits ausgefüllte Aufklärungsmerkblatt sowie der Impfbogen für den Impfstoff.

Am Freitag und Samstag, 2. und 3. Juli, kann sich jede volljährige Person, die dem Impfzentrum Kaufbeuren zugeordnet ist, ohne Termin impfen lassen.
Am Freitag und Samstag, 2. und 3. Juli, kann sich jede volljährige Person, die dem Impfzentrum Kaufbeuren zugeordnet ist, ohne Termin impfen lassen.
Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolfoto)

Mittwoch, 30. Juni, 15.50 Uhr: Lauterbach: UEFA für den Tod von vielen Menschen verantwortlich

Sie umarmen sich, sie schreiben sich an: Dicht gedrängt stehen die Zuschauer bei den EM-Spielen in den Stadien - trotz Corona-Pandemie. Es gibt schwere Kritik. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 30. Juni, 13.10 Uhr: Umfrage: Reise-Lockerungen stoßen überwiegend auf Ablehnung

Die Aufhebung der pauschalen Reisewarnung für Corona-Risikogebiete weltweit stößt bei den Deutschen überwiegend auf Ablehnung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nannten 48 Prozent diesen Schritt falsch. Nur 38 Prozent halten ihn für richtig. 14 Prozent machten keine Angaben.

Die Bundesregierung hatte bereits vor knapp drei Wochen entschieden, die Reisewarnung für alle Risikogebiete mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) zum 1. Juli aufzuheben. Das betrifft mehr als 80 Länder weltweit. Außerdem will die Regierung dann nicht mehr pauschal von touristischen Reisen ins Ausland abraten.

Für EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz, die nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch "um besondere Vorsicht gebeten". Das betrifft zum Beispiel Italien, Österreich, Griechenland und große Teile Spaniens.

Nur in der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahre überwiegt die Zustimmung zu diesem Schritt mit 47 zu 39 Prozent, alle anderen Altergruppen sind eher dagegen. Große Unterstützung gibt es mit 71 Prozent für die Testpflicht für alle Flugpassagiere bei Einreise nach Deutschland. Nur 14 Prozent meinen, sie sollte für die Länder und Regionen abgeschafft werden, die keine Risikogebiete mehr sind. 10 Prozent sind dafür, sie ganz abzuschaffen.

Mittwoch, 30. Juni, 12.15 Uhr: Nur noch wenige Covid-Patienten in Allgäuer Krankenhäusern

In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu werden Stand heute insgesamt noch vier Patienten mit einer gesicherten Covid-19-Erkrankung behandelt, einer davon auf einer Intensivstation. So ist die Lage in den einzelnen Häusern:

  • Klinikum Kempten: 1 Covid-Patienten auf Normalstation, 0 auf Intensiv
  • Krankenhaus Immenstadt: 2 Covid-Patienten auf Normalstation, 1 auf Intensiv
  • Krankenhaus Sonthofen: kein Covid-Patient
  • Krankenhaus Oberstdorf: kein Covid-Patient
  • Krankenhaus Mindelheim: kein Covid-Patient
  • Krankenhaus Ottobeuren: kein Covid-Patient

Am Vortag gab es in den sechs Kliniken des Klinikverbundes laut Mitteilung keinen in Zusammenhang mit Covid-19 verstorbenen Patienten.

Das Klinikum Memmingen gehört nicht zum Klinikverbund Allgäu und gibt eigene Meldungen heraus. Dort gibt es Stand Mittwoch 4 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung - 3 auf Normalstation, 1 auf Intensiv. In Memmingen werden auch Patienten aus der nördlichen Region (etwa aus dem Landkreis Neu-Ulm) behandelt.

Mittwoch, 30. Juni, 10.35 Uhr: Coronazahlen weltweit steigen wieder - Afrika besonders betroffen

Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen weltweit ist vergangene Woche erstmals seit Mitte April wieder leicht gestiegen. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Gleichzeitig wurden weltweit so wenig Todesfälle durch eine Corona-Infektion gemeldet wie seit November 2020 nicht mehr. Die Zahlen beziehen sich auf die sieben Tage bis zum 27. Juni.

Besorgniserregend seien die Zahlen aus Afrika. Dort stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen im Vergleich zur Vorwoche um 33 Prozent, die Zahl der gemeldeten Todesfälle um 42 Prozent. In der WHO-Europa-Region stieg die Zahl der gemeldeten Fälle um zehn Prozent. Zu der Region gehören 53 Länder von Albanien bis Usbekistan.

Weltweit wurden vergangene Woche 2,6 Millionen Infektionen gemeldet, zwei Prozent mehr als in der Vorwoche, und 5. 000 Todesfälle, zehn Prozent weniger als in der Vorwoche. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach der WHO-Statistik mindestens 180 Millionen Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, fast vier Millionen sind ums Leben gekommen. Bei beiden Fällen dürfte es nach Expertenmeinung hohe Dunkelziffern geben, weil nicht in allen Ländern gleich viel getestet wird und nicht alle Infektionen und Todesfälle registriert werden.

In absoluten Zahlen gab es vergangene Woche die meisten Neuinfektionen in Brasilien, gefolgt von Indien, Kolumbien und Russland. Berechnet auf 100 000 Einwohner war der Anstieg besonders groß auf den Seychellen, in Namibia und der Mongolei.

Mittwoch, 30. Juni, 8.30 Uhr: Homeoffice-Pflicht endet morgen - wie geht es weiter?

Die Pflicht, Homeoffice anzubieten, endet am 1. Juli - kommt jetzt das Recht darauf? Bayerns SPD will das Arbeiten von zu Hause dauerhaft sichern. Bei vielen Arbeitnehmern dürfte das gut ankommen: 90 Prozent wollen einer aktuellen Umfrage zufolge zumindest teilweise von zu Hause aus arbeiten. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft wehrt sich indes gegen eine Verpflichtung der Arbeitgeber. Alles zur aktuellen Debatte hier.

Mittwoch, 30. Juni, 8.15 Uhr: Immer mehr Menschen von Post-Covid-Syndrom betroffen

Tausende Patientinnen und Patienten in Deutschland leiden nach einer Covid-19-Erkrankung an Langzeitfolgen. Allein bei der zweitgrößten deutschen Krankenkasse, der Barmer, waren zwischen November 2020 und März 2021 mehr als 2900 Versicherte von Long- oder Post-Covid betroffen, wie eine Auswertung von Versichertendaten der Kasse zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer, geht davon aus, dass vielen Betroffenen wegen der uneinheitlichen Symptome nicht bewusst sei, dass sie unter Long-Covid leiden. Nicht immer sei leicht erkennbar, wann die akute Virusinfektion aufhöre und die Langzeitfolgen anfingen, betonte Marschall. Erst seit Januar 2021 könne Post-Covid auch als Erkrankung offiziell im Abrechnungssystem der Ärzte codiert werden.

Von den Barmer-Versicherten, die von Januar bis März 2021 zunächst wegen Corona krankgeschrieben waren, waren mindestens 6,3 Prozent anschließend wegen Post-Covid arbeitsunfähig. Post-Covid-Syndrome treten der Barmer-Erhebung zufolge bei Frauen häufiger auf als bei Männern.

Mittwoch, 30. Juni, 6.50 Uhr: Neue Inzidenzwerte für die Region

Kein Gebiet über 10, aber auch nur noch eine Stadt coronafrei - so fällt die Zusammenfassung der aktuellen 7-Tage-Inzidenzwerte fürs Allgäu am Mittwochmorgen aus. Hier geht's zum Überblick über die einzelnen Werte für Ihre Region.

Mittwoch, 30. Juni, 6.15 Uhr: RKI registriert 808 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,2

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 808 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.12 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.016 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,2 an (Vortag: 5,4; Vorwoche: 7,2).

Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 56 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 51 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.728.141 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.624.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.875.

Der Sieben-Tage-R-Wert lag nach RKI-Angaben am Dienstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 79 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Dienstag, 29. Juni, 21.20 Uhr: Großbritannien bietet Impfungen vor Weltklimakonferenz in Glasgow an

Um die Weltklimakonferenz in Glasgow im November als Präsenzveranstaltung zu ermöglichen, bietet Großbritannien Teilnehmenden Corona-Impfungen an. Delegierte, Beobachtende oder Journalisten, die andernfalls zum Zeitpunkt der Konferenz noch nicht geimpft wären, können sich bis zum 23. Juli für das Impfprogramm anmelden, wie die britische Regierung am Dienstag mitteilte. Durchgeführt werden sollen die Impfungen mithilfe der Vereinten Nationen. So sollen die Impfstoffe möglichst in die betreffenden Länder geliefert und in Städten in aller Welt verabreicht werden.

Die Weltklimakonferenz COP26 soll im November im schottischen Glasgow stattfinden. Das Treffen gilt als wichtiger Meilenstein, um Vereinbarungen über die konkrete weitere Umsetzung des Abkommens von Paris zu treffen. Im vergangenen Jahr war das Treffen wegen der Corona-Pandemie bereits um ein Jahr verschoben worden.

Die unsichere Corona-Lage und die ungleiche Verteilung von Impfstoffen in der Welt hatten Zweifel aufkommen lassen, ob die Konferenz tatsächlich in diesem Jahr physisch stattfinden kann. Klimaaktivistin Greta Thunberg hatte eine Verschiebung der COP26 vorgeschlagen und erklärt, sie wolle nur dabei sein, wenn jeder unter gleichen Bedingungen an der Konferenz teilnehmen könne.

Um die Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow im November als Präsenzveranstaltung zu ermöglichen, bietet Großbritannien Teilnehmenden Corona-Impfungen an.
Um die Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow im November als Präsenzveranstaltung zu ermöglichen, bietet Großbritannien Teilnehmenden Corona-Impfungen an.
Bild: Peter Byrne, dpa

Dienstag, 29. Juni, 19.40 Uhr: Corona-Impfungen in Impfzentren künftig vielerorts auch ohne Termin

In einigen Bundesländern soll das Impfen bald ohne Termin möglich sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 29. Juni, 18.25 Uhr: Studie: Weniger Ladendiebstähle im Corona-Jahr 2020

Durch Ladendiebstähle verlor der Handel 3,36 Milliarden Euro im Jahr 2020. Das ist viel, aber deutlich weniger als im Vorjahr. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 29. Juni, 17.30 Uhr: Wer sich jetzt anmeldet, kann im Landkreis Lindau vor den Ferien Zweitimpfung erhalten

Wer jetzt noch vor den Sommerferien Erst- und Zweitimpfung erhalten möchte, sollte sich möglichst bald unter www.impfzentren.bayern.de anmelden. „Mir ist es wichtig, dass unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich geschützt in den Urlaub fahren und das Risiko, dass nach der Urlaubszeit die Zahlen wieder massiv ansteigen, reduziert wird“, meint Landrat Elmar Stegmann. Zusätzlich entfallen für geimpfte Urlauber in vielen Urlaubsländern die Testungen, was die Abläufe für die Erholungssuchenden erheblich erleichtert.

In Absprache mit ärztlichem und organisatorischem Leiter der Impfzentren werden dafür die Fristen zwischen Erst- und Zweitimpfung verringert und zwar bei den mRNA-Impfstoffen auf vier Wochen und bei dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca auf zehn Wochen. Beim Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson reicht bereits eine Impfung für einen vollständigen Impfschutz. Aktuell kann sich jede Landkreisbürgerin und jeder Landkreisbürger für die Impfung anmelden, eine Priorisierung in dem Sinne gibt es nicht mehr.

Dienstag, 29. Juni, 15.10 Uhr: Söder: UEFA-Entscheidungen zu Zuschauerzahlen "nicht akzeptabel"

Angesichts der Corona-Gefahr durch die Delta-Variante hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die UEFA wegen der hohen Zuschauerzahlen bei der Fußball-Europameisterschaft scharf kritisiert. Die Entscheidungen der UEFA seien "null nachzuvollziehen", sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. "Das, was die UEFA jetzt macht, ist für mich nicht akzeptabel, dass einfach irgendwelche Zuschauerzahlen so imaginär erhöht werden, ohne Sinn und Zweck, dass dann sozusagen durch ganz Europa hier die Möglichkeit von Verbreitung besteht."

Das sei "nicht sinnvoll", und es widerspreche dem Grundcharakter der EM, kritisierte der CSU-Vorsitzende, nämlich "eine EM mit Freude und Vorsicht zugleich und eine EM mit gutem Gewissen" zu haben. Er drücke der deutschen Mannschaft die Daumen, sagte Söder mit Blick auf das Achtelfinale gegen England am Abend in London. Als Fan könnte man sich zwar ärgern, dass die Zuschauerzahlen einseitig erhöht worden seien. Das werde die deutsche Mannschaft wohl eher anspornen. Infektiologisch aber sei dies nicht nachvollziehbar, kritisierte er.

Bis zu 45.000 Fans sind am Dienstagabend (18 Uhr/ARD und Magenta TV) zugelassen. Für die Halbfinals und das Endspiel sollen sogar 60.000 Zuschauer in das Wembley-Stadion dürfen. Weil die Corona-Zahlen durch die Delta-Variante zuletzt in Großbritannien wieder stiegen, ist der Schritt umstritten.

Dienstag, 29. Juni, 13.22 Uhr: Kabinettsbeschluss: An allen Schulen entfällt Maskenpflicht am Platz

Nach den bayerischen Grundschülern müssen auch Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen am Sitzplatz keine Maske mehr tragen - sofern die regionale Sieben-Tage-Inzidenz unter 25 liegt. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend mitteilte. Es solle dabei empfohlen werden, dreimal statt zweimal pro Woche einen Corona-Test zu machen.

Dienstag, 29. Juni, 13.20 Uhr: Bayern erlaubt bis zu 1500 Zuschauer bei Kultur und Sport

Bayern lockert die Corona-Schutzmaßnahmen für Kultur- und Sportveranstaltungen weiter. Unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte sind im Freien statt bisher 500 künftig bis zu 1500 Zuschauer erlaubt, davon bis zu 200 auf Stehplätzen mit Mindestabstand. Das beschloss das bayerische Kabinett am Dienstag.

Dienstag, 29. Juni, 13 Uhr: Pressekonferenz mit Söder jetzt live

Wie geht es an den bayerischen Schulen weiter? Wann kann die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben werden? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder informiert gerade in einer Pressekonferenz.

Dienstag, 29. Juni, 12.45 Uhr: Raumluftfilter für 14.100 bayerische Klassenzimmer beantragt

Die Träger der bayerischen Schulen haben bislang für rund 14.100 Klassenzimmer und Fachräume Anträge auf Luftreinigungsfilter gestellt. Diese seien sämtlich berücksichtigt worden, teilte das Kultusministerium in München auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Allerdings könne man nicht flächendeckend sagen, wie viele Luftfilter in Bayerns Schulen stehen, weil die Anschaffung vom Freistaat zwar unterstützt werde, aber auch unabhängig von den staatlichen Förderprogrammen erfolgen könne.

Zuständig für den Einbau raumlufttechnischer Anlagen oder die Beschaffung mobiler Luftreinigungsgeräte sind die sogenannten Schulaufwandsträger. Das ist bei öffentlichen Schulen die jeweilige Kommune und bei privaten Schulen der jeweilige Träger. Im Freistaat lernen rund 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler in etwa 75.000 Klassen an knapp 6.200 Schulen.

Dienstag, 29. Juni, 11.45 Uhr: EU-Rechnungshof berichtet über Fluggastrechte während Corona

Der Europäische Rechnungshofs veröffentlicht am Dienstag einen Bericht zu Fluggastrechten während der Pandemie. Die Krise habe deutlich gemacht, dass Fluggäste nicht so gut über ihre Rechte informiert sind, wie sie es sein sollten. Dabei hatte Corona auch erhebliche Auswirkungen auf die Finanzen der Fluggesellschaften. Unter anderem seien Reisenden mehr als neun Milliarden Euro für verkaufte, aber nicht genutzte Tickets erstattet worden. Die Prüfer bewerten in ihrem Bericht, ob die Rechte von EU-Flugreisenden im ersten Jahr der Pandemie wirksam geschützt wurden. Sie untersuchen auch, wie Fluggesellschaften mit staatlichen Beihilfen unterstützt wurden

Dienstag, 29. Juni, 11.05 Uhr: Impftstoff übrig: Unterallgäuer werden zum Impfen aufgerufen

Bislang überstieg die Nachfrage nach einer Corona-Schutzimpfung das Angebot an Impfstoff. Jetzt kippt die Situation, heißt es vom Landratsamt Unterallgäu in einer Pressemitteilung. „Wir haben deutlich mehr Impfstoff, aber die Nachfrage geht zurück“, sagt ärztlicher Koordinator Dr. Max Kaplan und ruft alle Unterallgäuer zum Impfen auf. Denn: „Wir befinden uns im Wettlauf zwischen Impfen und Ausbreitung der Delta-Variante.“

Unterallgäuer können sich zum Beispiel am Wochenende bei einer Sonderaktion im Impfzentrum in Bad Wörishofen impfen lassen. "Aber auch unabhängig davon gibt es jetzt teilweise kurzfristig Termine im Impfzentrum", heißt es weiter.

Bei der Sonderimpfaktion in Bad Wörishofen kann sich jeder Volljährige eine Spritze geben lassen, der im Bayerischen Impfportal registriert und dem Impfzentrum Bad Wörishofen zugeordnet ist. Geimpft wird am Freitag von 13 bis 22 Uhr und am Samstag von 8 bis 22 Uhr solange der Vorrat reicht. Es stehen insgesamt 1000 Dosen AstraZeneca zur Verfügung.

Bereits am Wochenende gab es eine Sonderimpfaktion in Memmingen, die aber nicht so gut angenommen wurde wie erhofft.

Dienstag, 29. Juni, 9.50 Uhr: Holetschek: Konsequente Kontrollen von Urlaubsrückkehrern

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek dringt angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus auf bessere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern. Bestehende Regeln wie Testpflicht und Quarantäne müssten konsequent durchgesetzt und so weit es geht kontrolliert werden, sagte der CSU-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. "Das ist der Maßstab, den wir da setzen müssen."

Bund und Länder hatten am Montag über schärfere Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland beraten, sich aber nicht einigen können.

Bevor Reisende Flugzeug, Bus oder Bahn bestiegen, müssten Testergebnisse vorliegen, die auch kontrolliert werden müssten, betonte Holetschek nun. Da müsse man noch besser werden - vor allem mit Blick auf die Delta-Variante.

"Wir beobachten natürlich im Moment, dass ein rasanter Anstieg der Delta-Variante da ist, den man schon sehr ernst nehmen muss", sagte Holetschek. Es sei zu befürchten, dass sich diese hochansteckende Variante in der Urlaubszeit sehr stark verbreite.

Das wirksamste Mittel sei ein vollständiger Impfschutz, sagte Holetschek. "Wir müssen bei Delta schauen, dass wir möglichst viele Menschen möglichst schnell zweitimpfen." Die bestehenden Impfstoffe hätten eine hohe Wirksamkeit gegen die Variante - vorausgesetzt, die Menschen seien vollständig geimpft. (Lesen Sie auch: Immer weniger Menschen in Bayern lassen sich impfen)

Dienstag, 29. Juni, 9.25 Uhr: G20-Außenminister beraten über Pandemiebekämpfung

Die Außenminister der G20-Staaten beraten am Dienstag im süditalienischen Matera über die Bekämpfung der Corona-Pandemie, den Klimaschutz und Hilfen für Afrika. Der Gruppe wirtschaftsstarker Länder aller Kontinente gehören unter anderen die USA, China, Russland und Deutschland an. Das Treffen dient der Vorbereitung des G20-Gipfels Ende Oktober in Rom. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte vor den Beratungen, es werde darum gehen, wie man der Weltwirtschaft nach Corona wieder auf die Beine helfen könne.


Dienstag, 29. Juni, 8.50 Uhr: EU-Länder im Zeitplan für gemeinsames Impfzertifikat

Der Sommerurlaub steht bevor und rechtzeitig sind alle EU-Länder an die notwendige Technik für das EU-Impfzertifikat angeschlossen. Damit haben laut EU-Kommission alle Länder die Möglichkeit, einen in Deutschland ausgestellten Nachweis über eine Impfung, einen frischen Test oder überstandene Infektion auszulesen. Die offiziellen EU-Impfzertifikate sind auch für die Nicht-EU-Länder Norwegen und Island vorgesehen. An welchen Stellen ein Nachweis Urlaube, Shoppingausflüge oder Wochenendtrips erleichtern, legt jedes Land selbst fest, aber entsprechende Vorgaben gibt es viele.

Das EU-Covid-Zertifikat startet formell am 1. Juli, viele Länder geben sie aber bereits seit Wochen aus. Aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge sind allein in Deutschland bereits 37,3 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden. In einem für die EU ungewöhnlich schnellem Tempo von wenigen Monaten wurde sich auf die Ausgestaltung der Nachweise geeinigt. Nur in einer Handvoll Staaten werden sie noch nicht ausgegeben. Darunter sind etwa Schweden, Malta und Irland. Für die Ausgabe der Zertifikate ist noch eine Übergangsfrist von sechs Wochen vorgesehen (Lesen Sie dazu: So einfach kommt man im Allgäu an den digitalen Impfpass).

Dienstag, 29. Juni, 7.55 Uhr: Kabinett diskutiert über Corona-Lage an Bayerns Schulen

Dürfen bayerische Schüler an weiterführenden Schulen am Sitzplatz die Maske weglassen? Und wenn ja, wann? Diese Fragen diskutiert heute das bayerische Kabinett.

Dienstag, 29. Juni, 7 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu

Die Inzidenzwerte im Allgäu bleiben auch am Dienstag auf niedrigem Niveau: Kaufbeuren hält die Inzidenz von 0,0. In Memmingen, Kempten und im Oberallgäu sind die Werte leicht gestiegen. In der gesamten Region bleiben die Inzidenzwerte einstellig. Alle Zahlen im Detail hier.

Dienstag, 29. Juni, 6.40 Uhr: Söder mahnt wegen Corona: "Möchte nicht, dass es uns einholt"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat wegen der Corona-Krise weiter Vorsicht bei der Fußball-Europameisterschaft angemahnt. Am Spielort München und in Deutschland allgemein sei es bislang "gut gelaufen", sagte Söder der "Bild". Man habe sich "ganz bewusst dafür entschieden, so lange abzuwarten, bis klar war, wie sich die Inzidenzen bei uns entwickeln", sagte er mit Blick auf eine Zulassung von Zuschauern im Stadion und betonte: "Ich möchte halt nicht, dass es uns einholt."

Dass in Budapest mehr als 55.000 Zuschauer in das Stadion durften, hält Söder für einen Fehler. "Ich hätte das in Ungarn so nicht gemacht, hätte das nicht verantworten wollen. Ausgangspunkt für ein Superspreader-Event zu sein, das ist der Fußball in dem Verhältnis nicht wert. Genießen ja, aber genießen mit Verstand", sagte Söder.

Dienstag, 29. Juni, 6 Uhr: RKI registriert 404 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,4

Wir starten mit den aktuellen RKI-Zahlen in den Tag: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 404 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,4 an (Vortag: 5,6; Vorwoche: 8,0).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 57 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 77 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.727.333 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.622.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.819.

Montag, 28. Juni, 21.55 Uhr: Mallorca verschärft Einreiseregeln

Nach der Massen-Infektion von Schülerinnen und Schülern auf Abifahrten verschärft Mallorca die Einreiseregeln. Das müssen Urlauber jetzt wissen.

Montag, 28. Juni, 21.15 Uhr: Corona: EU-Kommissionsvize mahnt UEFA zu Vorsicht bei EM-Spielen

Angesichts der Corona-Lage hat EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas die UEFA zu Vorsicht gemahnt. Der Verband müsse eine Entscheidung über ein EM-Halbfinale und EM-Finale in einem stark gefüllten Stadion in Wembley sorgfältig abwägen, sagte er am Montag. Er erinnerte daran, dass Großbritannien die Reisemöglichkeiten seiner Bürger einschränke und es einer "gewisse Symmetrie" und Verhältnismäßigkeit bei diesen Entscheidungen brauche.

Ab dem EM-Halbfinale (6. und 7. Juli) sind im Wembley-Stadion 60.000 Zuschauer erlaubt. In der Gruppenphase und beim ersten Achtelfinale war die Zahl auf 21.500 begrenzt worden, für die Partie zwischen England und Deutschland am Dienstag sind 45.000 Fans zugelassen. Welche besondere Aktion die DFB-Elf und die englische Mannschaft am Dienstag planen, lesen Sie hier.

Montag, 28. Juni, 20 Uhr: Gesundheitsminister wollen Impfzentren zurückfahren

Die Gesundheitsminister der Bundesländer wollen im Herbst den Betrieb der Impfzentren zurückfahren. Auch über den 30. September hinaus setze man bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf staatliche oder kommunale Impfangebote. Der Schwerpunkt dabei solle zunehmend aber auf mobilen Impfteams liegen, heißt es in einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montagabend.

Die Länder könnten dabei selbst über die künftige Infrastruktur des Impfangebots entscheiden. Im Bedarfsfall sollen die Impfzentren in jedem Fall aber auch schnell wieder aktiviert werden können.

Montag, 28. Juni, 19 Uhr: RKI: Jede zweite Neuinfektion mit Delta-Variante

Die ansteckendere Delta-Variante greift in Deutschland immer mehr um sich. Sie mache mittlerweile einen Anteil von mindestens 35 Prozent an untersuchten Proben aus, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in einer Schalte der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Zuvor hatten auch mehrere Medien darüber berichtet. Da die Daten bereits einige Tage alt seien, sei der Anteil derzeit tatsächlich sogar auf rund 50 Prozent zu schätzen. Offiziell veröffentlicht das RKI die neuen Angaben zu den Virusvarianten-Anteilen stets am Mittwochabend.

Delta ist noch ansteckender als Alpha, wie Wieler bereits am Freitag gesagt hatte. Die Variante verbreite sich vor allem in der ungeimpften Bevölkerung.

In der zweiten Juni-Woche hatte der Delta-Anteil nach den jüngsten RKI-Zahlen in Deutschland schon bei 15 Prozent gelegen. Betroffen von der Delta-Variante sind den Experten zufolge im Moment vor allem Menschen unter 60 Jahren. Die meisten Ansteckungen passierten dabei im privaten Haushalt.

Montag, 28. Juni, 18.40 Uhr: Corona-Regeln für Reiserückkehrer werden nicht verschärft

Reiserückkehrer müssen mit keinen schärferen Corona-Regeln bei einer Rückkehr nach Deutschland rechnen. Details lesen Sie hier.

Montag, 28. Juni, 16.50 Uhr: Ärztevereinigung rät: Impftermin und Urlaub koordinieren

Mit Blick auf die Sommerferien und die laufenden Corona-Impfungen hält es die Kassenärztliche Vereinigung (KVB) für sinnvoll, sich bei der Urlaubsplanung nach den Impfterminen zu richten. Es sei sinnvoll, die vereinbarten Zeitabstände zwischen Erst- und Zweitimpfung einzuhalten - insbesondere im Sinne einer besseren Wirksamkeit. "Individuelle Urlaubspläne der zu impfenden Personen können hier nicht den Ausschlag geben beziehungsweise sind um die Impftermine herum zu planen."

Impfmüdigkeit bei den Patienten sei in Bayerns Arztpraxen noch nicht eingekehrt. "Die Anfrage nach Erstimpfungen in den Praxen ist nach wie vor spürbar vorhanden", teilte ein Sprecher am Montag mit. "Wobei es hier große Unterschiede je nach Impfstoff gibt." Es seien aber alle zugelassenen Impfstoffe als "hochgradig wirksam" anzusehen.

Terminabsagen bei der Zweitimpfung gebe es lediglich vereinzelt. Im Regelfall verhielten sich die Impfwilligen, die bei ihrem Haus- oder Facharzt die Erstimpfung erhalten haben, sehr termintreu und hielten den mit dem Arzt vorab vereinbarten Termin für die Zweitimpfung ein.

Montag, 28. Juni, 16 Uhr: Bayerns Abiturienten gelingen trotz Corona bessere Prüfungsergebnisse

Trotz der schwierigen Bedingungen in der Corona-Krise haben Bayerns Abiturienten 2021 besser abgeschnitten als in früheren Jahren. Das ist der Gesamtschnitt.

Montag, 28. Juni, 14.35 Uhr: Bayern fordert vom Bund Regeln und Kontrollen für Reiserückkehrer

Wegen der in einigen Bundesländern jetzt anstehenden Sommerferien fordert Bayern vom Bund klare Vorgaben und Regeln für Reiserückkehrer. "Es war letztes Jahr schon das Problem, dass dies sehr spät gemacht wurde, als der Urlaub in den meisten Bundesländern vorbei war", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in der Staatskanzlei in München.

Es gehe dabei nicht darum, neue Testkapazitäten aufzubauen - diese seien anders als vor einem Jahr in ganz Deutschland gut vorhanden, sagte Söder. Es müsse aber "fixiert" werden, wie die vorhandenen Testpflichten auch kontrolliert würden. Zumindest bei Rückreisen per Flugzeug, Bahn und Bus müsse durch Negativtests vor der Einreise das Risiko eingeschleppter Infektionen bestmöglich minimiert werden.

Der Bund müsse sich aber auch überlegen, wie an den Grenzen Stichproben bei Einreisenden praktikabel seien. "Es würde schon mal sehr helfen, wenn die gesamten Kontrollpflichten, die es gibt, auch eingehalten werden und dies dann auch überprüft wird", sagte Söder.

Markus Söder fordert vom Bund einheitliche Regelungen für die Urlaubssaison während der Corona-Pandemie.
Markus Söder fordert vom Bund einheitliche Regelungen für die Urlaubssaison während der Corona-Pandemie.
Bild: Matthias Balk, dpa


Montag, 28. Juni, 12 Uhr: Pandemien und Hacker machen bayerischer Wirtschaft am meisten Angst

Pandemien machen Firmen in Bayern am meisten Sorgen. Doch die entsprechende Vorsorgemaßnahmen werden nicht überall getroffen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 28. Juni, 10.20 Uhr: Impfgipfel soll Tempo im Kampf gegen Corona in Bayern verbessern

In der Hoffnung auf wieder mehr Tempo bei den Corona-Impfungen in Bayern lädt die Staatsregierung heute Experten und Kommunalpolitiker zu einem weiteren Impfgipfel. Bei der Videokonferenz geht es primär darum, wie in Bayern wieder mehr Erstimpfungen durchgeführt werden können. Alles dazu hier.

Montag, 28. Juni, 8.35 Uhr: Immunologe: Delta-Variante wird noch im Juli vorherrschend sein

Immunologe Carsten Watzl rechnet damit, dass die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus noch im Juli die vorherrschende Mutante in Deutschland sein wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 28. Juni, 7.12 Uhr: GEW gibt Corona-Schulpolitik eine Fünf

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gibt der Schulpolitik in der Corona-Krise eine Fünf. Übers gesamte Schuljahr hinweg könne man das "nichts anderes sehen als mangelhaft", sagte GEW-Chefin Maike Finnern dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Schulen seien zu Beginn in die neue Situation hineingefallen. Die Lehrer hätten keine Voraussetzungen vorgefunden, um gut über Distanz zu unterrichten. "Und wir haben im Laufe der Zeit immer wieder erlebt, dass viel zu wenig umgesetzt worden ist."

Finnern sagte weiter, die Lehrer hätten sich beim Arbeits- und Gesundheitsschutz sehr viel erkämpfen müssen. Nichts sei von selbst gekommen. "Es sind einige Maßnahmen gekommen, aber immer wieder zu spät. Es ist viel Zeit verschlafen worden, um die Schulen wirklich auch auf das neue Schuljahr vorzubereiten."

Montag, 28. Juni, 6.45 Uhr: Inzidenz in großen Allgäuer Städten bei 0

Die 7-Tage-Inzidenz in den drei kreisfreien Allgäuer Städten Kempten, Kaufbeuren und Memmingen liegt laut RKI am Montagmorgen allesamt bei 0. Wie die Werte in den Landkreisen der Region sind, erfahren Sie hier im Überblick.

Montag, 28. Juni, 6.25 Uhr: Lauterbach: Stiko soll Empfehlung für Kinder-Impfungen überdenken

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Ständige Impfkommission (Stiko) aufgefordert, ihre eingeschränkte Empfehlung für die Corona-Impfung von Kindern zu überdenken. "In Großbritannien sind bereits viele Kinder mit Covid in der Klinik. Die Ständige Impfkommission argumentiert, dass Covid für Kinder harmlos sei. Für die Delta-Variante gilt dies meiner Ansicht nach aber nicht", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post".

Die Stiko hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung vor knapp drei Wochen unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

"Die Angaben der Stiko beziehen sich immer auf alte Varianten", kritisierte Lauterbach. "Die Durchseuchung der Kinder mit der Delta-Variante ist zu riskant. Und Wechselunterricht ist keine Lösung." Zugleich regte er an, mehr zu tun, um Impfskeptiker zu gewinnen. "In Israel steigt die Inzidenz trotz hoher Impfquote und Topwetter wieder an. Es zeigt sich: Echte Normalität wird nur mit einer sehr hohen Impfquote kommen." Er gehe davon aus, dass eine Impfquote von mehr als 80 Prozent nötig sei.

Montag, 28. Juni, 6.05 Uhr: RKI registriert 219 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,6

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 219 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.24 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 346 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,6 an (Vortag: 5,7; Vorwoche: 8,6).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden acht neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es zehn Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.929 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.620.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.762.

Der Sieben-Tage-R-Wert lag dem RKI zufolge am Sonntagabend bei 0,82 (Vortag: ebenfalls 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Sonntag, 27. Juni, 20.30 Uhr: Impfung gegen Corona? Wirbel um Ministeriums-Tweet zu Günther Jauch

TV-Star Günther Jauch ist eines der Gesichter der Corona-Impfkampagne der Bundesregierung - nun hat ein Tweet des Gesundheitsministeriums dazu kurzzeitig für Wirbel im Netz gesorgt. Am Sonntag twitterte das Ressort von Minister Jens Spahn ein Foto von Jauch aus der Kampagne und schrieb dazu, der Moderator habe sich impfen lassen. Doch: Jauch war im Frühjahr an Covid-19 erkrankt und konnte sich daher noch gar nicht impfen lassen - dies hatte er damals auch öffentlich gemacht, mehrere seiner TV-Shows mussten ausfallen.

Zahlreiche Nutzer kritisierten prompt die Aussage, und das Bundesgesundheitsministerium korrigierte sich. "Uns ist leider ein Fehler unterlaufen, Günther Jauch "will" sich impfen lassen", hieß es in einer Antwort zum ursprünglich falschen Beitrag.

Genesen, aber noch nicht geimpft: Günther Jauch.
Genesen, aber noch nicht geimpft: Günther Jauch.
Bild: Soeren Stache/dpa

Sonntag, 27. Juni, 17.38 Uhr: Australien verhängt strengere Corona-Maßnahmen

Nach einem Anstieg bei den Neuinfektionen sind Australien die Corona-Maßnahmen teils deutlich verschärft worden. Im Großraum Darwin im Norden des Landes gilt seit Sonntag zunächst für zwei Tage ein "voller Lockdown", teilte die Regionalregierung mit. Dort wurden mehrere Menschen positiv getestet, nachdem sich ein Bergarbeiter vermutlich bei einer Übernachtung in einem Quarantäne-Hotel an der Ostküste infiziert hatte. Knapp 200 Menschen befinden sich nun in Isolation.

Sonntag, 27 Juni, 16.47 Uhr: Kurz sieht bei Delta-Variante "keinen Grund zur Panik"

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sieht Massenveranstaltungen trotz Corona als wirtschaftliche Notwendigkeit. Wegen der Delta-Variante bestehe kein Grund zur Panik, sagte der konservative Politiker am Sonntag beim Formel-1-Grand-Prix der Steiermark im österreichischen Spielberg. "Bei mir ist Alarmstimmung ab dem Zeitpunkt, an dem es eine Variante gibt, wo die Impfung nicht wirkt. Die gute Nachricht: Auch bei der Delta-Variante wirkt die Impfung."

Fast 15.000 Zuschauer kamen zu dem Rennen an den Red Bull Ring. Nach der Aufhebung von Corona-Beschränkungen für Veranstaltungen am 1. Juli werden nächstes Wochenende an der gleichen Strecke um die 100.000 Menschen bei einem weiteren Grand Prix erwartet.

Sonntag, 27. Juni, 15.10 Uhr: Hunderte Deutsche verlassen Portugal

Hunderte Deutsche haben ihren Portugal-Urlaub vorzeitig beendet, um das neue Virusvariantengebiet so schnell wie möglich zu verlassen. Rund 270 Touristen hätten das Angebot angenommen, am Sonntag in den Flieger Richtung Heimat zu steigen, sagte Pascal Zahn vom deutschen Reiseanbieter Olimar in Köln. Gut 50 seien bereits am Samstag zurückgeflogen, weitere rund 20 wollten das am Montag tun, bevor um Mitternacht die neue Einstufung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Kraft tritt. Wer ab Dienstag aus Portugal kommend in Deutschland einreist, muss sich strengen Quarantäneregeln unterziehen.

Sonntag, 27 Juni, 15 Uhr: Spahn erwartet Beschleunigung der Impf-Kampagne

Zusätzliche Impfstoffmengen können den Kampf gegen Corona in Deutschland in den kommenden Wochen deutlich beschleunigen. "Bis Ende Juli wird jeder Erwachsene in Deutschland, der geimpft werden will, auch eine erste Impfung erhalten haben können; wenn die Lieferungen so weitergehen, vielleicht noch ein Stück früher", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Ein halbes Jahr nach Beginn der Impfkampagne ist mehr als die Hälfte der Menschen hierzulande mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Über ein Drittel hat auch schon die zweite Spitze erhalten.

Sonntag, 27. Juni, 13.50 Uhr: Polizei löst YouTuber-Aktion in Dortmund auf - über 1000 Teilnehmer

Die Polizei hat am Samstag in Dortmund ein Treffen von mehr als 1000 jungen Menschen aufgelöst, die zu einer Werbeaktion eines YouTubers gekommen waren. Zeugen hatten das Treffen auf dem Parkplatz eines Baumarktes am Nachmittag der Polizei gemeldet, wie diese mitteilte.

Zu dem Auftritt des YouTubers "CanBroke" waren offenbar deutlich weniger Teilnehmer erwartet worden. Bei der großen Menschenmenge sei ein geordneter Ablauf und das Einhalten der Hygieneregeln jedoch nicht mehr garantiert gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Auch mehrere Zufahrten zu dem Gelände seien versperrt gewesen. Die Polizei löste das Treffen schließlich auf und erteilte Platzverweise. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. "CanBroke" hatte unter anderem auf seinem Instagram-Kanal für das Werbe-Event geworben. In einer Story entschuldigte er sich bei seinen Fans für den Abbruch der Veranstaltung.

Sonntag, 27. Juni, 12.30 Uhr: "Sunday Times": Corona-Fälle unter britischen Schülern steigen rasant

London (dpa) - Das Coronavirus breitet sich unter britischen Schülern einem Bericht der "Sunday Times" zufolge rasant aus. In der Woche zum 20. Juni sei die Zahl der infizierten 5- bis 9-Jährigen im Vergleich zur Vorwoche um 70 Prozent gestiegen, bei den 10- bis 14-Jährigen sei es ein Plus von 56 Prozent, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health. Insgesamt 16 100 Schüler waren wegen einer Corona-Infektion abwesend, in der Vorwoche waren es noch 10 600. Weil zudem Zehntausende wegen möglichen Kontakts mit Infizierten in Selbstisolation geschickt wurden, fehlten insgesamt 216 000 Schüler im Unterricht.

Grund für die rasche Ausbreitung sei die hoch ansteckende Delta-Variante, berichtete die Zeitung. Der Co-Generalsekretär der Lehrergewerkschaft National Education Union, Kevin Courtney, warnte vor einer Vervielfachung der Fälle. Steve Chalke von der Wohltätigkeitsorganisation Oasis Trust sagte, Schulen seien "Inkubationszentren für die neue Delta-Variante". "Der Trend in Schulen zeigt seit drei Wochen nach oben. Wir haben offensichtlich noch nicht die Spitze dieser dritten Welle erreicht", sagte Chalke.

Eltern kritisieren zunehmend die Strategie der Regierung, bei positiven Corona-Selbsttests die ganze Klasse für zehn Tage in Selbstisolation zu schicken. Zehntausende gesunde Kinder würden deshalb den Unterricht versäumen. Befürworter der Praxis weisen indes darauf hin, dass nur 15 Prozent der Eltern ihre Kinder regelmäßig testen. Gewerkschaften fordern eine Beibehaltung der Maskenpflicht sowie eine bessere Belüftung für Schulklassen. Schulleiter hoffen auf eine baldige Entscheidung zugunsten einer Impfung von Kindern.

Sonntag, 27. Juni, 11.20 Uhr: Nur 180 kamen zur Tag-und-Nacht-Impfaktion in Memmingen - Aber: "Jede einzelne Impfung zählt"

Die ungewöhnliche Impfaktion in Memmingen ist gelaufen. 1800 Menschen hätten kommen können, am Ende waren es nur 180. „Wir haben nichts unversucht gelassen.“ Mehr zur Aktion erfahren Sie hier.

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Sonntag, 27. Juni, 10.20 Uhr: Söder: Delta-Variante ist bald auch in Bayern dominant

Die Delta-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder bald auch in Bayern das Infektionsgeschehen bestimmen. In einigen Wochen werde sie "auch bei uns die dominante Variante" sein, sagte der Ministerpräsident am Samstag bei der CSU-Listenaufstellung zur Bundestagswahl in Nürnberg. Wegen der Corona-Krise fand die Veranstaltung unter freiem Himmel im Nürnberger Max-Morlock-Stadion statt.

Söder betonte, dass aus diesem Grund weiter Vorsicht notwendig sei und zu viele Lockerungen die erzielten Erfolge gefährdeten. Gleichwohl werde es in den kommenden Wochen "Stück für Stück" weitergehen mit den Lockerungen.

Söder bekräftigte, Ziel der Corona-Politik müsse es sein, einen weiteren Lockdown zu verhindern. Dazu müssten jetzt die richtigen Weichen für den Herbst gestellt werden. Von entscheidender Bedeutung sei dabei das Impfen, es brauche insbesondere Angebote für Schüler und Studenten. "Wir müssen jetzt die Voraussetzungen schaffen, damit die Schulen offen bleiben können."

Sonntag, 27. Juni, 9.15 Uhr: CSU gegen "Lockdown-Automatismus" bei vierter Corona-Welle im Herbst

Die CSU lehnt nach den Worten von Generalsekretär Markus Blume einen neuen Lockdown im Fall einer vierten Corona-Welle ab. Auch eine Verlegung von EM-Spielen bringt Blume ins Gespräch.

Sonntag, 27. Juni 7.15 Uhr: Inzidenzwert in Kaufbeuren und Memmingen bei 0

Keine Corona-Neuinfektion in den letzten sieben Tagen: Der Inzidenzwert in Kaufbeuren und Memmingen liegt bei 0. Alle Inzidenzwerte im Allgäu finden Sie hier.

Sonntag, 27. Juni, 7 Uhr: RKI registriert 538 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,7

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 538 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 842 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,7 an (Vortag: 5,9; Vorwoche: 8,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden acht neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote.

Samstag, 26. Juni, 21.40 Uhr: Ein Psychologe über die neue Freiheit in der Corona-Pandemie

Der Psychologe und Autor Simon Hahnzog erklärt, warum die Corona-Pandemie viele Menschen aggressiv macht und wieso der Sommer in diesem Jahr anders ist.

Samstag, 26. Juni 19.45 Uhr: Deutsche werden wegen Delta-Variante aus Portugal zurückgeholt

Wegen der Einstufung Portugals als Corona-Virusvariantengebiet will der deutsche Reiseanbieter Olimar mehrere Hundert Bundesbürger zurückholen.

Samstag, 26. Juni, 17.30 Uhr: Tausende protestieren in London gegen Corona-Maßnahmen

In London haben Tausende gegen die Corona-Regeln der britischen Regierung protestiert und deren sofortige Aufhebung gefordert. Die Menge zog am Samstag vom Hyde Park über die Einkaufsstraße Oxford Street zum Parlament. Dort warfen einige Teilnehmer Tennisbälle mit kritischen und beleidigenden Aufschriften über die Zäune. Auf Plakaten wurden Mund-Nasen-Masken oder Corona-Impfungen kritisiert und lächerlich gemacht. Nur wenige Teilnehmer hielten sich an Masken- und Abstandsregeln.

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante hatte die Regierung die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen um vier Wochen verschoben. Allerdings wurden schon zahlreiche Regeln außer Kraft gesetzt. So dürfen sich im Freien bis zu 30 Menschen treffen. Die Innengastronomie sowie Stadien, Theater, Kinos und Museen haben unter Beachtung von Abstandsregeln geöffnet. Unterdessen ist die Zahl der Neuinfektionen auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten gestiegen. Am Samstag meldeten die Behörden 18 270 neue Fälle - rund 2400 mehr als am Vortag und so viele wie seit dem 5. Februar nicht mehr. Im Vergleich zum vorigen Samstag hat sich die Zahl fast verdoppelt.

Mit Hilfe eines monatelangen Lockdowns und eines Impfprogramms hatte Großbritannien die Zahl der Neuinfektionen, Corona-Toten und Krankenhauspatienten weit nach unten gedrückt. Die hoch ansteckende Delta-Variante sorgt aber seit einigen Wochen für einen gegenläufigen Trend. Die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen wurde um vier Wochen verschoben.

Samstag, 26. Juni, 16.30 Uhr: Die Angst vor der Pleitewelle im Oberallgäu und in Kempten wächst

In der Gastro und Hotellerie sind auch nach den Öffnung die Sorgen groß und Insolvenzen nicht auszuschließen. Zuversicht gibt es dagegen in den Handwerksbetrieben.

Samstag, 26. Juni, 14.45 Uhr: Noch genügend Impfstoff bei Sonderimpfaktion in Memmingen vorhanden

Wer will, wer hat noch nicht? Bei der Sonderimpfaktion in Memmingen ist laut einer Pressemitteilung der Stadt noch genügend Impfstoff für Impfwillige vorhanden. Bis Sonntagmorgen können sich Memminger und Unterallgäuer mit AstraZeneca erstimpfen lassen. Details zur Aktion finden Sie hier.

Samstag, 26. Juni, 13.50 Uhr: Mehr Corona-Impfdosen von Moderna erwartet

Für die Corona-Impfungen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums im dritten Quartal deutlich mehr Dosen des Herstellers Moderna zu erwarten als ursprünglich angekündigt. Im Juli sollen pro Woche statt der vorgesehenen 733.000 nun jeweils 1,33 Millionen Dosen kommen. Im August werden dann 2,57 Millionen Dosen pro Woche erwartet, im September 2,95 Millionen pro Woche.

Insgesamt will der US-Hersteller den neuen Zahlen zufolge im Juli 5,32 Millionen Impfdosen liefern, im August 10,28 Millionen und im September 14,5 Millionen Dosen. Dies gebe der Impfkampagne einen zusätzlichen Schub, sagte ein Ministeriumssprecher.

In der kommenden Woche sollen zusätzlich zu bereits eingeplanten anderen Lieferungen fünf Millionen Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca und eine Million Dosen von Johnson & Johnson an die Impfzentren der Länder sowie an Arztpraxen und Betriebsärzte gehen.

Samstag, 26. Juni, 13.30 Uhr: Pandemie, Prüfungen, Partylaune - die Auswirkungen von Corona für Abiturienten

Die Abiturprüfungen sind geschrieben. Für die Abschlussklassen im Allgäu würde jetzt eigentlich die Zeit des Feierns beginnen. Doch Corona verändert auch das. Die Füssener Abiturienten berichten, wie es ihnen nach den Prüfungen geht und wie sie trotz Corona Abschlussfeiern planen.

Samstag, 26. Juni, 13.05 Uhr: Pilot-Projekt: Berliner Philharmoniker spielen vor 6000 Menschen

Die Berliner Philharmoniker geben am Samstag (20.15 Uhr) ihr traditionelles Konzert in der Waldbühne. Diesmal spielen sie vor rund 6000 Zuschauerinnen und Zuschauern als Pilot-Projekt unter Corona-Auflagen. Es ist nach Angaben der Veranstalter die erste kulturelle Berliner Großveranstaltung, die nach der Zwangspause unter Pandemiebedingungen realisiert wird.

Samstag, 26. Juni, 11.25 Uhr: Ministerin: Keine Garantie für offene Schulen - Neue Variantengebiete

Angesichts der Virus-Mutationen können offene Schulen im kommenden Jahr nicht garantiert werden, sagt Bildungsministerin Anja Karliczek. Die Bundesregierung legt sich derweil auf neue Virusvariantengebiete fest - darunter ein beliebtes Urlaubsland. Mehr dazu hier.

Samstag, 26. Juni, 10.45 Uhr: Die Angst vor der Pleitewelle im Oberallgäu und in Kempten wächst

In der Hotellerie und Gastronomie darf zwar wieder aufgedeckt werden. Aber noch sind nicht alle Betriebe im Oberallgäu und in Kempten über den Berg. Armin Hollweck und Michael Heel, Kreisvorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, warnen vor Insolvenzen im Herbst in Folge der Corona-Pandemie. Zuversicht herrscht dagegen in den Handwerksbetrieben. Ein Blick auf die Wirtschaft im Oberallgäu.

Samstag, 26. Juni, 9.40 Uhr: Fast alles wieder erlaubt: Niederlande lockern Corona-Regeln

Die Niederlande haben einen großen Schritt zurück zu einem öffentlichen Leben fast ohne Corona-Beschränkungen gemacht. Fast alle im Zuge der Pandemie eingeführten Maßnahmen sind seit Samstag wieder aufgehoben. Als zentrale Regel gilt nur noch der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter. Wenn der - wie etwa in einer Disco - nicht eingehalten werden kann, ist Zutritt nur mit Test- oder Impfbeweis möglich. Die Regierung mahnte aber die Bürger weiterhin zur Vorsicht - auch im Blick auf die sich schnell verbreitende Delta-Variante des Virus, die als besonders ansteckend gilt.

Mehr als 15 Monate nach der erzwungenen Schließung öffneten bereits um Mitternacht in zahlreichen Städten Diskotheken und Nachtclubs wieder. Besucher konnten sich vor dem Eintritt testen lassen. Auch für Gaststätten, Museen und Theater entfallen die Restriktionen. Und Fußballfans können ab sofort gemeinsam mit anderen die EM-Spiele auf Bildschirmen in Cafés und Kneipen anschauen. Auch andere Veranstaltungen sogar mit Zehntausenden Besuchern sind wieder möglich mit Test- oder Impfbeweis.

Auch die Maskenpflicht wurde fast vollständig aufgehoben. Nur in Bussen und Bahnen, auf Flughäfen sowie in Test- und Impfzentren müssen sie noch getragen werden.

Samstag, 26. Juni, 8.30 Uhr: Memmingen mit Inzidenz 0,0

Wochenlang war die Stadt Memmingen trauriger Spitzenreiter und hatte teilweise bundesweit die höchste Inzidenz. Jetzt die Kehrtwende: Am Samstag hat die Stadt die niedrigste Inzidenz in der Region und hat seit Monaten als erste Stadt im Allgäu die Inzidenz 0,0 erreicht. Somit gab es in den vergangenen sieben Tagen keine Corona-Neuinfektionen in Memmingen.

Auch in den anderen Kreisen und Städten ist die Inzidenz weiter gesunken - in Kempten auf 1,4 in Kaufbeuren auf 2,3. Nur im Kreis Lindau ist die Inzidenz noch zweistellig. Alle Werte fürs Allgäu im Detail hier.

Samstag, 26. Juni, 8 Uhr: Sonderimpfaktionen starten erst: Allgäu hinkt vor allem bei Erstimpfungen noch deutlich hinterher

Fast jeder Dritte im Allgäu ist vollständig geimpft. Bundesweit hinkt die Region vor allem bei den Erstimpfungen im Vergleich zum Bundes- und Landesschnitt weiterhin deutlich hinterher. Der Überblick über die Impfquoten im Allgäu.

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Samstag, 26. Juni, 7.45 Uhr: Mehr als 32 Millionen digitale Corona-Impfnachweise

In Deutschland sind inzwischen mehr als 32 Millionen digitale Corona-Impfnachweise erstellt worden. In Impfzentren und Arztpraxen waren es 5,9 Millionen und in Apotheken 11,9 Millionen, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Nachträglich per Post versandt wurden demnach mittlerweile 14,5 Millionen Zertifikate.

Der EU-weit vereinbarte digitale Nachweis zum Vorzeigen auf dem Handy ist eine freiwillige Ergänzung zum weiter gültigen gelben Impfheft aus Papier. Genutzt werden kann er über eine kostenlose App namens "CovPass" oder die Corona-Warn-App des Bundes. Dies kann als Beleg eines vollen Impfschutzes bei gelockerten Corona-Beschränkungen dienen und soll auch Reisen erleichtern. Das Erstellen der digitalen Nachweise war Mitte Juni angelaufen.

Samstag, 26. Juni, 7 Uhr: RKI registriert 592 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,9

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 592 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1108 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,9 an (Vortag: 6,2; Vorwoche: 9,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 68 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 99 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.172 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.618.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.746.

Freitag, 25. Juni, 18.10 Uhr: Corona-Todesfälle in Russland nehmen stark zu

In Russland nehmen die Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle nach Ansteckung mit dem Erreger rasant zu. Die Behörden registrierten 601 Corona-Tote binnen einem Tag - so viele wie seit Ende vergangenen Jahres nicht mehr. Die Hauptstadt Moskau verzeichnete mit 98 Corona-Toten den vierten Tag infolge einen Rekordwert. In Russland, wo viele Menschen einer Impfung weiter skeptisch gegenüberstehen, hat sich vor allem die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus stark ausgebreitet.

In Moskau waren nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin vor einer Woche schon fast 90 Prozent der Infektionen auf die Delta-Variante zurückzuführen.

Freitag, 25. Juni, 16.42 Uhr: Trotz Corona-Impfungen: Masken wohl noch viele Monate nötig

Trotz steigender Impfquote müssen sich die Menschen in Deutschland wohl noch viele Monate auf die Einhaltung von Grundregeln zur Corona-Eindämmung wie das Maskentragen in Räumen einstellen. Darauf hat der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, die Bürger am Freitag eingestimmt.

Freitag, 25. Juni, 16.18 Uhr: Corona-Befunde auch nach EM-Spiel zwischen Dänemark und Russland

Nach dem EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Russland in Kopenhagen sind bislang 16 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter seien vier, bei denen die ansteckendere Delta-Variante nachgewiesen worden sei, teilte die dänische Behörde für Patientensicherheit am Freitag über Twitter mit. Alle Zuschauer, die bei der Begegnung am Montag auf der Tribüne B - das ist die hinter einem der beiden Tore - gesessen haben, werden zum PCR-Test aufgefordert. Zugleich stieg die Zahl der Delta-Befunde nach dem vorherigen Dänemark-Spiel gegen Belgien: Mittlerweile sei die Variante bei neun Zuschauern entdeckt worden, schrieb die Behörde.

Freitag, 25. Juni, 15.45 Uhr: Merkel warnt vor vierter Corona-Welle

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat Kanzlerin Angela Merkel vor einer vierten Pandemie-Welle gewarnt und neue Einschränkungen nicht ausgeschlossen. "Wir müssen alles versuchen, um eine vierte Welle zu verhindern", sagte sie am Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Das sei gerade mit Blick auf mögliche wirtschaftliche Folgen von großer Bedeutung.

Testen, Abstand halten und Maske tragen seien nur kleine Einschränkungen gemessen an dem, "was passieren würde, wenn uns die Dinge außer Kontrolle geraten und wir wieder stärkere Maßnahmen einführen müssten", betonte Merkel. Derzeit habe man das Infektionsgeschehen gut im Griff. "Es muss alles dafür getan werden, dass das auch so bleibt."

Freitag, 25. Juni 14.15 Uhr: RKI: Delta-Variante wird Inzidenzen wieder steigen lassen

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in der Coronavirus-Pandemie von einem Wiederanstieg der Inzidenzen hierzulande durch die Delta-Variante aus. Delta sei noch ansteckender als Alpha, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. "Delta verbreitet sich also noch schneller, vor allem natürlich in der ungeimpften Bevölkerung. Daher müssen wir damit rechnen, dass künftig auch die Fallzahlen wieder steigen werden."

Im Moment lägen die bundesweiten 7-Tage-Inzidenzen mit 6,2 erfreulich niedrig. Grund dafür sei auch das verantwortungsbewusste Handeln der Bevölkerung. "Lassen Sie uns diese niedrigen Inzidenzen verteidigen!", appellierte Wieler.

Freitag, 25. Juni, 13 Uhr: Vorfall auf "Querdenker"-Demo in Kaufbeuren bringt 44-Jährige vor Gericht

Bei einer "Querdenker"-Demo in Kaufbeuren zeigt die Frau der Polizei ein zweifelhaftes Masken-Attest. Vor Gericht sieht sie den Fehler auf "offizieller Seite". Und wird verurteilt.

Freitag, 25. Juni, 12.30 Uhr: Gut jeder Dritte in Deutschland vollständig geimpft

Mehr als jeder dritte Mensch in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag hervor (Stand: 10.35 Uhr). Rund 44 Millionen Menschen (52,9 Prozent) haben demnach mindestens eine Impfung bekommen, 28,3 Millionen (34,1 Prozent) sind vollständig geimpft. Allein am Freitag wurden 969.028 Impfdosen verabreicht.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 60 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Bis auf Sachsen (46,9 Prozent) liegen alle Bundesländer über der 50-Prozent-Marke. Das Saarland hat mit 40,7 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 31,6 Prozent das Schlusslicht.

Freitag, 25. Juni, 12 Uhr: Memmingen: Unterstützung des Gesundheitsamts durch Bundeswehrsoldaten nicht mehr nötig

Aufgrund der stark gesunkenen Inzidenz in Memmingen können die fünf Soldatinnen und Soldaten, die das Gesundheitsamt seit 26. Oktiber 2020 unterstützt haben, nun die Amtshilfe beenden. Oberbürgermeister Manfred Schilder dankte den Bundeswehrlerinnen und Bundeswehrlern aus Kaufbeuren: „Ihr wertvoller Einsatz hat maßgeblich dazu beigetragen, die Pandemie in Memmingen besser zu meistern.“ Sollten die Inzidenzzahlen wieder steigen, ist eine erneute Unterstützung des Gesundheitsamts durch die Bundeswehr möglich.

Freitag, 25. Juni, 11.30 Uhr: Delta-Variante: RKI erwartet Wiederanstieg der Inzidenzen

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht in der Coronavirus-Pandemie von einem Wiederanstieg der Inzidenzen hierzulande durch die Delta-Variante aus. Delta sei noch ansteckender als Alpha, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. "Delta verbreitet sich also noch schneller, vor allem natürlich in der ungeimpften Bevölkerung. Daher müssen wir damit rechnen, dass künftig auch die Fallzahlen wieder steigen werden."

Im Moment lägen die bundesweiten 7-Tage-Inzidenzen mit 6,2 Prozent erfreulich niedrig. Grund dafür sei auch das verantwortungsbewusste Handeln der Bevölkerung. "Lassen Sie uns diese niedrigen Inzidenzen verteidigen!", appellierte Wieler. In der zweiten Juni-Woche lag der Delta-Anteil nach den jüngsten RKI-Zahlen in Deutschland schon bei 15 Prozent. "Wir gehen davon aus, dass er heute schon höher sein wird", sagte Wieler. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann diese Variante die Hoheit übernehmen werde.

Durch vollständiges Impfen, behutsames Öffnen, Masketragen in Innenräumen, Abstandhalten und Hygiene seien auch diejenigen besser geschützt, die noch nicht geimpft seien oder noch nicht geimpft werden könnten - darunter auch viele Kinder, ergänzte der RKI-Chef. Betroffen von der Delta-Variante seien im Moment vor allem Menschen unter 60 Jahren. Die meisten Ansteckungen passierten gerade in privaten Haushalt. Daneben gebe es zurzeit wenige größere Ausbrüche.

Freitag, 25. Juni, 11 Uhr: Pfronten: Corona trifft Wirtepaar der Pfrontener Schützen gleich doppelt

Zweimal musste das Schützenhaus wegen des Lockdowns schließen. Dann erkrankte Betreiberin Julia Lang schwer. Doch das Betreiberpaar ließ sich nicht unterkriegen.

Freitag, 25. Juni, 10 Uhr: Mann greift in München KVR-Mitarbeiter und Polizisten an

Ein Mann läuft ohne Maske durch den Hauptbahnhof München. Bei der Kontrolle wird er aggressiv. Als er einen Polizisten anspucken will, kommt es zum Unfall.

Freitag, 25. Juni, 9 Uhr: Teile Sydneys gehen wegen neuer Corona-Fälle in strikten Lockdown

Teile der australischen Metropole Sydney gehen nach mehreren Dutzend Corona-Neuinfektionen in einen strikten Lockdown. Die Beschränkungen sollen zunächst für sieben Tage gelten, teilten die Behörden am Freitag mit. Während dieser Zeit dürfen die Bürger nur noch ihre Häuser verlassen, "wenn es absolut notwendig ist", wie die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, ankündigte. Sorge bereitet den Behörden vor allem ein Corona-Cluster in östlichen Vororten, wo die Zahl der neuen Fälle auf 65 stieg.

"Weil es sich um die hochansteckende Delta-Variante handelt, werden sich wahrscheinlich alle Menschen in einem Haushalt infizieren, wenn eine Person ein positives Testergebnis bekommt", so Berejiklian. Es werde deshalb befürchtet, dass die Zahl der Neuinfektionen erheblich steigen könnte.

Das 25-Millionen-Einwohner-Land Australien hat die Pandemie wegen extrem strikter Regeln bislang gut im Griff. Landesweit wurden insgesamt 30.400 Fälle bestätigt. 910 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Allerdings kommt die Impfkampagne nur schleppend voran. Die Grenzen sind schon seit März 2020 geschlossen.

Freitag, 25. Juni, 7 Uhr: Maskenpflicht an Schulen bis 2022?

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, plädiert für Schutzmaßnahmen in Schulen bis zum kommenden Frühjahr. Ziel sei es, die Schulen offen zu halten.

Freitag 25. Juni, 6.20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Allgäu bleibt stabil

Stabil und auf niedrigem Niveau: Die Inzidenzwerte in der Region liegen zwischen 12,2 (Lindau) und 3,8 (Oberallgäu). Der bundesweite Inzidenzwert liegt bei 6,2. Die Werte aus dem Allgäu in unserer Übersicht.

Freitag, 25. Juni, 6 Uhr: RKI registriert 774 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 6,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 774 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.12 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1076 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,2 an (Vortag: 6,6; Vorwoche: 10,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 62 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 91 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Den Sieben-Tage-R-Wert gab das RKI am Donnerstagabend mit 0,75 (Vortag: 0,72) an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 75 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

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Alle Entwicklungen vom 16. bis 25. Juni lesen Sie in Teil 64 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 9. bis 16. Juni lesen Sie in Teil 63 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 1. bis 8. Juni lesen Sie in Teil 62 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 26. Mai bis 31. Mai lesen Sie in Teil 61 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 14. Mai bis 20. Mai lesen Sie in Teil 60 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 14. Mai bis 20. Mai lesen Sie in Teil 59 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 13. Mai lesen Sie in Teil 58 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 30. April bis 5. Mai lesen Sie in Teil 57 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.