Corona-Newsblog, Teil 102

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 4. Februar bis 10. Februar 2022

Bayern will die einrichtungsbezogene Impfpflicht so nicht umsetzen: Bayerns Gesundheitsminister Holetschek sagte, man müsse nachbessern. Der Freistaat halte generell aber schon an der Impflicht fest.

Bayern will die einrichtungsbezogene Impfpflicht so nicht umsetzen: Bayerns Gesundheitsminister Holetschek sagte, man müsse nachbessern. Der Freistaat halte generell aber schon an der Impflicht fest.

Bild: Tobias Hase

Bayern will die einrichtungsbezogene Impfpflicht so nicht umsetzen: Bayerns Gesundheitsminister Holetschek sagte, man müsse nachbessern. Der Freistaat halte generell aber schon an der Impflicht fest.

Bild: Tobias Hase

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
12.02.2022 | Stand: 11:45 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Donnerstag, 10. Februar, 22.10 Uhr: RKI: 420.000 Arztbesuche wegen Corona binnen einer Woche

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) hat es in Deutschland zuletzt binnen sieben Tagen 420 000 Arztbesuche wegen Covid-19 gegeben. In der vergangenen Woche habe sich die Zahl entsprechender Arztbesuche im Vergleich zur Vorwoche noch deutlich gesteigert, geht aus dem am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Wochenbericht hervor. Seit dem Jahreswechsel stieg die Zahl der Arztbesuche demnach an, und in fast allen Altersgruppen werden die Werte voriger Corona-Wellen deutlich überschritten.

Berechnungen für die fünfte Woche des Jahres zeigen laut RKI zudem, dass etwa 1,9 bis 4,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre und 1,4 bis 2,7 Prozent der Menschen ab 15 an Covid-19 mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung erkrankten. Kalkulationen wie diese legt die Behörde seit einigen Wochen in der Publikation vor. Hintergrund ist etwa eine mutmaßlich steigende Unvollständigkeit der Meldedaten wegen begrenzter Kapazitäten von Laboren und Gesundheitsämtern.

Geschätzte Werte zu Krankenhausaufnahmen von mit Sars-CoV-2 infizierten Patientinnen und Patienten blieben dem Institut zufolge zuletzt auf konstantem Niveau, beziehungsweise stiegen sie wieder an.

Auf Intensivstationen wurden laut RKI am Mittwoch 2398 Corona-positiv getestete Patientinnen und Patienten behandelt – eine Woche zuvor waren es 2307 gewesen.

Donnerstag, 10. Februar, 19.45 Uhr: „Für viele ist das ein Horror“ - Oberarzt spricht über den Corona-Alltag in Wangener Klinik

In 700 Tagen Pandemie hat die Klinik Wangen etwa 700 Covid-Patienten betreut. Oberarzt Michael Reitmayer gewährt Einblicke, die sonst verschlossen bleiben.

Donnerstag, 10. Februar, 18.15 Uhr: Holetschek: Niemand stellt Impfpflicht in Frage - Streit im Landtag

Die Äußerungen von Ministerpräsident Markus Söder zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht haben am Donnerstag zu einer hitzigen Debatte im Landtag geführt-

Donnerstag, 10. Februar, 16.41 Uhr: Karlsruhe veröffentlicht Eil-Entscheidung zur Pflege-Impfpflicht

Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht an diesem Freitag seine Entscheidung über einen Eilantrag gegen das Gesetz zur Corona-Impfpflicht in Kliniken und in der Pflege. Damit könnte es sein, dass die Bestimmungen vorläufig bis zur Entscheidung in der Hauptsache außer Kraft gesetzt werden. Das Gericht kündigte die Veröffentlichung der Entscheidung auf seiner Homepage an.

Zuletzt waren 74 Verfassungsbeschwerden von rund 300 Klägerinnen und Klägern gegen die Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal in Karlsruhe eingegangen. Die Impfpflicht gilt für Beschäftigte in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen und war am 10. Dezember von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Sie soll alte und geschwächte Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen.

Betroffene müssen bis 15. März 2022 nachweisen, dass sie voll geimpft oder genesen sind - oder ein Attest vorlegen, dass sie nicht geimpft werden können. Fehlt der Nachweis, muss das Gesundheitsamt informiert werden. Es kann ein Betretungs- oder Tätigkeitsverbot aussprechen, hat aber Ermessensspielraum. Bayern hatte angekündigt, die Umsetzung des Gesetzes vorerst auszusetzen, weil offene Fragen ungeklärt seien.

Donnerstag, 10. Februar, 16.38 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL)

Erreichen die Inzidenzwerte im Allgäu gerade ihren Scheitelpunkt? Die aktuellen Daten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) finden Sie hier.

Donnerstag, 10. Februar, 16.30 Uhr: Lauterbach zu Lkw-Demos: Nicht von Selbstgerechten erpressen lassen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält nicht viel von den Lkw-Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen, die derzeit aus Kanada nach Europa schwappen. Diese Bewegung halte er für problematisch, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag am Rande eines EU-Treffens in Grenoble. "Der Staat muss stehen, wenn es um den Schutz der Menschen geht, die vulnerabel sind."

Es gehe nicht nur um Alte, sondern auch um Personen etwa mit Immunkrankheiten. "Diese Menschen verdienen unseren Schutz. Und da kann es nicht angehen, dass wir dann diesen Schutz nicht gewährleisten, nur weil es Konvois, illegale Konvois, auf der Straße gibt von selbstgerechten Menschen, von denen wir nicht viel lernen können." Der Staat dürfe sich nicht erpressen lassen. Man dürfe ältere und ungeschützte Menschen nicht dem Risiko überlassen, weil man Angst vor den Protestierenden habe.

In Kanada demonstrieren seit Tagen Tausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen und Impfvorschriften. Mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen blockierten sie unter anderem Teile der Innenstadt der Hauptstadt Ottawa. Paris und Brüssel haben derlei Demos nach kanadischem Vorbild bereits verboten.

Donnerstag, 10. Februar, 16.13 Uhr: Stadt distanziert sich - kein Fastnachtsumzug in Aschaffenburg

Die Stadt Aschaffenburg hat sich von Aufrufen aus der Querdenker-Szene zu einem als Fastnachtszug getarnten Protestmarsch für kommenden Samstag distanziert. Die Stadt Aschaffenburg und die Aschaffenburger Karnevalsvereine hätten ihren geplanten Umzug bereits vor längerer Zeit abgesagt, teilte die Stadt am Donnerstag mit. "Wir Karnevalsvereine sind tolerant und gestehen jedem seine eigene Meinung zu. Wir distanzieren uns aber deutlich vom Missbrauch eines althergebrachten Kulturguts für unlautere Zwecke", erklärte Alexander Walz vom Vorstand des Karneval Klubs Kakadu stellvertretend für die Vereine.

Donnerstag, 10. Februar, 15.55 Uhr: Lauterbach: Muss Debatte über Lockerung bei Bund-Länder-Treffen geben

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet beim nächsten Corona-Treffen von Bund und Ländern eine Debatte über Lockerungen. Es sei klar, dass es am Mittwoch auch die Diskussion über Lockerungen geben müsse, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag am Rande eines EU-Treffens im französischen Grenoble. Zugleich warnte er, dass man "nicht zu schnell lockern" solle. "Wir haben nach wie vor steigende Fallzahlen, so wie wir sie noch nie gehabt haben." Wenn man nun so stark lockere, dass die Fallzahlen deutlich steigen, dann verlängere man unnötig die Pandemie. Dies sei weder gut für die Wirtschaft, noch für die Gesundheit.

Wegen der geringen Impfquote bei den Älteren gelte in Deutschland: "Höhere Inzidenz und es sterben mehr Menschen." Es sei Wunschdenken, zu glauben, man könnte die Inzidenzen steigen lassen, aber es gebe keine zusätzlichen Toten. "Dafür haben wir einfach nicht die Impfquote. Und die ist auch nicht über Nacht gekommen." Bund und Länder wollen kommende Woche Mittwoch über den weiteren Pandemie-Kurs beraten. Die FDP forderte zuletzt weitreichende Lockerungen.

Welche Lockerungen er selbst für möglich hält, wollte Lauterbach am Donnerstag nicht sagen. "Ich finde es ja immer betrüblich, wenn man also öffentlich über solche Maßnahmen diskutiert", sagte der Minister. Dazu gebe es entsprechende Gremien, in die er sich einbringen werde. Bislang hatte Lauterbach Lockerungen "deutlich vor Ostern" in Aussicht gestellt. Zugleich warnte er vor Öffnungsschritten wie in Israel. Dann käme man in Deutschland auf 400 bis 500 Tote am Tag statt 100 bis 150 derzeit.

Grundlage dieser Zahl sei ein Modell des Robert Koch-Instituts, mit dem man unterschiedliche Inzidenzen unterstellen kann, sagte Lauterbach am Donnerstag. "Diese unterschiedlichen Inzidenzen führen dann also zu entsprechenden Sterbezahlen pro Tag." Zugleich könne man die Zahlen aus Israel hochrechnen. "Wenn wir jetzt beispielsweise Inzidenzen hätten von 3500 oder 4000 oder noch höher, dann würde natürlich die Zahl der Sterbefälle entsprechend ansteigen", sagte Lauterbach. "Das ist dann traurigerweise so, weil wir sie eben haben: diese hohe Zahl der älteren Ungeimpften."

Donnerstag, 10. Februar, 15.30 Uhr: Bayerischer Städtetag fordert Tempo bei Umsetzung der Impfpflicht

Bayerns Kommunen fordern mehr Klarheit bei der Umsetzung der Corona-Impfpflicht. Welches Dauerbrennerthema den Städtetag zudem beschäftigt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 10. Februar, 15 Uhr: Kein geimpftes Blut für Sohn - Gericht in Italien entzieht Sorgerecht

Im Streit um eine Bluttransfusion während einer notwendigen Herz-OP für ein Kind hat ein Jugendgericht in Italien den Eltern einstweilig das Sorgerecht entzogen. Zuvor wollten sie dem Eingriff nicht zustimmen, wenn ihnen die Klinik in Bologna nicht zusichere, dass ihr zweijähriger Sohn im Falle einer Transfusion das Blut von einem Corona-Ungeimpften erhalte. Als Vormund wurde der zuständige Sozialdienst eingesetzt, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag berichtete. Der Eingriff könnte damit in den kommenden Tagen oder Wochen in die Wege geleitet werden.

Die Eltern begründeten ihre Entscheidung ihrem Anwalt zufolge mit religiösen Motiven. Bereits am Dienstag entschied ein Gericht in Modena zugunsten der Klinik und bestätigte die Notwendigkeit der Operation für den Jungen sowie die Sicherheit des Blutes der Klinik. Der Fall sorgte landesweit für Aufsehen. Der Streit läuft seit Anfang Februar. Die Eltern legten der Klinik zu Beginn laut Medienberichten eine Liste mit rund 40 freiwilligen Blutspendern vor, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind.

Donnerstag, 10. Februar, 14.35 Uhr: Kann Söder die Pflege-Impfpflicht überhaupt verhindern?

CSU-Chef Söder sorgt für Aufregung im Bund: Kann Bayern wirklich die umstrittene Impfpflicht in Heimen und Kliniken ignorieren? Was der renommierte Staatsrechtler Ulrich Battis dazu sagt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 10. Februar, 14.25 Uhr: Zahl der Corona-Patienten in Bayerns Krankenhäusern sinkt wieder

In den vergangenen sieben Tagen kamen 739 Menschen in ein Krankenhaus in Bayern, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Dieser Wert vom Donnerstag ist um 24 niedriger als der vom Mittwoch. Weitere Daten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur Lage in den Krankenhäusern finden Sie hier.

Donnerstag, 10. Februar, 14 Uhr: Keine Maske mehr im Freien in Spanien - Malle schafft 3G-Regel ab

Spanier können endlich wieder frei durchatmen - zumindest unter freiem Himmel. Die kurz vor Weihnachten wegen damals explodierender Corona-Zahlen angeordnete Maskenpflicht auch im Freien endete am Donnerstag angesichts sinkender Corona-Zahlen im ganzen Land. Auch Schulkinder durften in den Pausen wieder ohne Mund-Nasenschutz auf dem Schulhof.

Kontrolliert wurde die Maßnahme indes kaum noch. "In den Pausen haben wir schon bisher immer die Maske unterm Kinn gehabt und kein Lehrer hat gemeckert", erzählt etwa die elfjährige Sophie aus ihrer Schule in Barcelona. In öffentlichen Innenräumen und in Bussen und Bahnen aber muss weiterhin eine Maske getragen werden, und die Menschen halten sich auch daran.

Auf der Ferieninsel Mallorca und den Nachbarinseln fällt am Samstag zudem die 3G-Regel - geimpft, genesen, getestet - beim Besuch von Restaurants, Cafés, Bars und Fitnessstudios, wie die "Mallorca Zeitung" unter Berufung auf die Regionalregierung der Balearen berichtete.

In Spanien fällt die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen seit Wochen und liegt in dem Urlaubsland derzeit bei rund 600. Noch Mitte Januar, auf dem Höhepunkt der von der Omikron-Variante ausgelösten sechsten Corona-Welle in Spanien, wurde der Wert mit mehr als 1600 angegeben. Auch die Belegung von Krankenhausbetten mit Corona-Patienten sinkt. Das liegt auch an der hohen Impfquote in Spanien. 81 Prozent der Bevölkerung haben eine Grundimmunisierung, gut 48 Prozent haben einen Booster bekommen.

Donnerstag, 10. Februar, 13 Uhr: 55 Prozent der deutschen Bevölkerung sind geboostert

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag haben bisher mindestens 45,7 Millionen Personen oder 55 Prozent der Bevölkerung (Stand Mittwoch) eine Auffrischungsimpfung erhalten. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. An der Spitze liegt weiter Schleswig-Holstein, wo bereits 63,3 Prozent der Menschen einen Booster erhielten. Das Schlusslicht bildet Sachsen mit 44,6 Prozent.

Insgesamt wurden am 9. Februar 260 000 Impfdosen verabreicht. Es gab jedoch nur wenige Erstimpfungen: 187 000 Dosen wurden als Auffrischungsimpfungen gespritzt, 55 000 Dosen führten zum Grundschutz, für den meist zwei Spritzen nötig sind. Den Grundschutz haben 62,1 Millionen Menschen oder 74,6 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine Impfdosis haben 63,2 Millionen Menschen oder 76,0 Prozent der Bevölkerung bekommen.

Donnerstag, 10. Februar, 11.25 Uhr: Institut soll umstrittene Corona-Schutzmasken untersuchen

Ein Institut in Rosenheim soll die Qualität der umstrittenen Corona-Schutzmasken, die die Staatsregierung im Jahr 2020 gekauft hatte, untersuchen. Die Masken, die sich noch in aktuellen Beständen finden, sollen direkt dorthin geliefert werden, ohne Umweg über den Landtag. Dafür sollen die Masken samt Verpackung und Papieren dort gleich beim Eingang fotografisch dokumentiert werden. Darauf verständigte sich der Untersuchungsausschuss am Donnerstag in nicht-öffentlicher Sitzung, wie der Vorsitzende Winfried Bausback (CSU) und Vize Florian Siekmann (Grüne) mitteilten.

Donnerstag, 10. Februar, 10.48 Uhr: Holetschek spricht von ein "paar Wochen" Verzögerung bei Impfpflicht

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek spricht sich für die einrichtungsbezogene Impfpflicht aus. Sie werde sich aber um "ein paar Wochen" verschieben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag 10. Februar, 10.45 Uhr: Vorerkranktes Baby stirbt Corona-infiziert in Augsburger Kinderklinik

Erstmals ist in Augsburg ein Baby gestorben, das zuvor positiv auf Corona getestet worden war. Ein Zusammenhang ist unwahrscheinlich. Was die Kinderklinik dazu sagt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 10. Februar, 10.30 Uhr: Polizei in Paris verbietet Trucker-Demo nach kanadischem Vorbild

In Paris hat die Polizei eine Trucker-Demo gegen Corona-Beschränkungen nach kanadischem Vorbild verboten, zu der sich in einigen französischen Städten bereits Konvois auf den Weg gemacht haben. Zum Schutz der öffentlichen Ordnung wurden die für das Wochenende geplanten Proteste und Blockaden in der Hauptstadt untersagt, teilte die Präfektur am Donnerstag mit. Die Polizei werde mit Härte gegen jede Missachtung vorgehen. Entsprechende Kräfte würden mobilisiert, um Straßenblockaden zu verhindern und Beteiligte zu verfolgen. Diesen drohten hohe Geldstrafen, das Abschleppen der Fahrzeuge und Einträge in der Verkehrssünderdatei.

Donnerstag, 10. Februar, 9 Uhr: Corona-Regeln in Europa: Viele Länder nehmen es jetzt lockerer

Als Omikron seinen Eroberungszug antrat, griffen viele Staaten zu herben Maßnahmen, um die hoch ansteckende Variante des Coronavirus im Zaum zu halten. Doch mittlerweile hat Omikron seinen Schrecken für viele verloren. Trotz extrem hoher Fallzahlen wagt sich ein Land nach dem anderen zurück auf den Rückweg zur Normalität - einige forsch, andere in vorsichtigen Trippelschritten. Ganz vorne dabei sind wieder die Skandinavier. Mehr dazu Lesen Sie hier.

Donnerstag, 10. Februar, 9 Uhr: Omikronwelle ungebrochen - Eichstätt knapp unter Inzidenz von 4000

Die Omikronwelle in Bayern ist ungebrochen. Das Robert Koch-Institut meldete am Donnerstag 44 758 neue Coronainfektionen, das entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Kaufbeuren. Die Zahl der Todesopfer stieg um 41 auf 20 765 seit Beginn der Pandemie. Die bayernweite 7-Tage-Inzidenz lag mit 1817,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner etwas niedriger als am Vortag.

Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Infektionszahlen in Bayern höher sind, da die Gesundheitsämter überlastet sind. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) schreibt auf seiner Webseite, dass von "stärkerem Meldeverzug" auszugehen sei, Grund dafür seien vermehrte nachträgliche Datenkorrekturen.

Donnerstag, 10. Februar, 7 Uhr: FDP macht Druck für Lockerungen - Weiter Streit um Teil-Impfpflicht

Wenige Tage vor der nächsten Konferenz von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidenten der Länder macht die FDP Druck für weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen. FDP-Fraktionschef Christian Dürr sagte der "Bild" (Donnerstag): "Die MPK (Ministerpräsidentenkonferenz) muss die ersten Schritte zurück zu mehr Freiheit einleiten." Als erstes müsse man dort, wo durchgängig Maske getragen werde, die Regeln 2G plus, 2G und 3G abgeschafft werden, und zwar im Einzelhandel und in Hotels. Zudem müsse die Kontaktdatenerfassung gestrichen werden. Drittens sollten die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte bei privaten Treffen gelockert werden, forderte Dürr.

Donnerstag, 10. Februar, 6 Uhr: Polizei verhindert Corona-Demos in München - 500 Anzeigen

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Mittwochabend in der Münchner Innenstadt unangemeldete Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen unterbunden. In der Fußgängerzone und umliegenden Straßen seien mehr als 1000 Menschen in Kleingruppen gezählt worden, die auf diese Art und Weise gemeinsam durch München marschieren wollten, wie die Polizei mitteilte. Mehr als 500 von ihnen seien wegen Verstößen gegen die sogenannte Allgemeinverfügung angezeigt werden; ein verantwortlicher Organisator erhielt nach Polizeiangaben eine Strafanzeige. Die Allgemeinverfügung, die laut Polizei bis 24 Uhr galt, verbietet nicht ordnungsgemäß angemeldete Demonstrationen im Zusammenhang mit sogenannten Corona-Spaziergängen.

Donnerstag, 10. Februar, 5.40 Uhr: Inzidenzwert im Allgäu steigt auf über 2100

Bezogen auf die Sieben-Tages-Inzidenz ist das Unterallgäu aktuell der Spitzenreiter im Allgäu. Alle Inzidenzwerte in der Übersicht lesen Sie hier.

Donnerstag, 10. Februar, 5.25 Uhr: Impfpflicht-Gegner kampieren vor Parlament: Festnahmen in Neuseeland

In Neuseelands Hauptstadt Wellington hat die Polizei damit begonnen, ein Camp von Gegnern der Corona-Impfpflicht vor dem Parlament zu räumen. 50 Teilnehmer seien bis Donnerstagvormittag (Ortszeit) festgenommen worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Die Lage war lokalen Medien zufolge angespannt.

Tausende Demonstranten waren am Dienstag - offenbar inspiriert von den bildmächtigen Protesten zorniger Lkw-Fahrer im kanadischen Ottawa - in einem Konvoi mit Lastwagen zum Parlament gezogen, um ihrem Unmut über die strengen Corona-Regeln in dem Pazifikstaat Luft zu machen. Obwohl viele mittlerweile abgezogen seien, harrten einige seit drei Tagen auf dem Gelände aus, hieß es in den Berichten. Mehr dazu Lesen Sie hier.

Donnerstag, 10. Februar, 5.00 Uhr: RKI registriert 247.862 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1465,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1465,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1450,8 gelegen, vor einer Woche bei 1283,2 (Vormonat: 362,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 247 862 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 236 120 Ansteckungen.

Mittwoch, 9. Februar, 21.30 Uhr: Corona-Impfpflicht könnte ab 1. Oktober gelten

Im März soll im Bundestag über die Einführung einer Corona-Impfpflicht abgestimmt werden. Ob es dafür eine Mehrheit gibt, ist noch offen. Auch ein mögliches Startdatum gibt es.

Mittwoch, 9. Februar, 20 Uhr: Corona-Regeln in Europa: Viele Länder nehmen es jetzt lockerer

Als Omikron seinen Eroberungszug antrat, griffen viele Staaten zu herben Maßnahmen, um die hoch ansteckende Variante des Coronavirus im Zaum zu halten. Doch mittlerweile hat Omikron seinen Schrecken für viele verloren. Trotz extrem hoher Fallzahlen wagt sich ein Land nach dem anderen zurück auf den Rückweg zur Normalität - einige forsch, andere in vorsichtigen Trippelschritten. Ganz vorne dabei sind wieder die Skandinavier.

Mittwoch, 9. Februar, 17.45 Uhr: PCR-Test-Anspruch künftig erst nach positivem Schnelltest

Bisher war es möglich bei einer roten Corona-App-Warnmeldung einen kostenlosen PCR-Test zu erhalten. Das soll sich nun ändern. Gesundheitsminister Karl Lauterbach möchte diese Tests künftig gezielter einsetzen.

Mittwoch, 9. Februar, 17 Uhr: Soll mein Kind noch in die Kita? Was Eltern jetzt wissen müssen

Kinder trifft die Omikron-Welle besonders stark. Viele Eltern fragen sich: Wie kann ich mein Kind schützen? Und was kann ich tun, wenn es an Corona erkrankt? Alle Infos dazu lesen Sie exklusiv mit AZ-Plus.

Mittwoch, 9. Februar, 16.10 Uhr: Scholz pocht auf Umsetzung der Teil-Impfpflicht in den Ländern

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) pocht auf die Umsetzung der umstrittenen Corona-Impfpflicht für Personal in Pflegeheimen und Kliniken durch die Länder. "Wir gehen davon aus, dass Gesetze eingehalten werden", sagte Scholz nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers Wolfgang Büchner am Mittwoch in Berlin. Dies sei "einer der Vorzüge des deutschen Rechtssystems". Büchner verwies auf die gültige Gesetzesregelung, die von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. Die Länder hätten den Bund explizit gebeten, diese Impfpflicht als zusätzlichen Schutz für gefährdete Gruppen einzuführen. Für die Umsetzung seien die Länder zuständig.

Bayern hat angekündigt, den Vollzug de facto auszusetzen. Die CDU fordert ein bundesweites Aussetzen der Teil-Impfpflicht. Diese sieht vor, dass Beschäftigte in Pflegeheimen und Kliniken bis 15. März Nachweise als Geimpfte oder Genesene vorlegen müssen - oder ein Attest, nicht geimpft werden zu können.

Mittwoch, 9. Februar, 15.30 Uhr: "Infektionsbürokratie" in Kitas? Träger kritisieren Staatsregierung

Bürokratie statt Zeit für die Kinder? Die Diakonie in München und Oberbayern hat die neuen Test-Regeln in den bayerischen Kitas kritisiert.

Mittwoch, 9. Februar, 12 Uhr: FDP-Fraktionschef kritisiert Schlingerkurs der Union bei Impfpflicht

FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat der Union einen Schlingerkurs in der gerade erst beschlossenen Impfpflicht für Personal in Kliniken und Pflegeheimen vorgehalten. Dürr kritisierte am Mittwoch insbesondere den saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU), der am Vorabend in den ARD-"Tagesthemen" gefordert hatte, der Vollzug des Gesetzes sollte bundeseinheitlich ausgesetzt werden, denn es brauche "bundeseinheitliche Anwendungen". Hans wolle sich nun "für etwas aus der Verantwortung stehlen, was er selbst beschlossen hat", sagte Dürr der Deutschen Presse-Agentur.

Mitwoch, 9. Februar, 11.25 Uhr: Leipziger Buchmesse auch für 2022 abgesagt

Die Leipziger Buchmesse ist nun doch auch in diesem Jahr abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Es ist die dritte Absage infolge seit Beginn der Corona-Pandemie. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 9. Februar, 11 Uhr: Rufe nach Lockerungsperspektiven werden lauter

Noch steigt die Zahl der Corona-Infizierten täglich auf immer neue Höchststände. Trotzdem nimmt die Debatte über Lockerungsperspektiven an Fahrt auf. Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Bundestag, Christian Dürr, sagte der "Bild", sobald die Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems nicht mehr bestehe, müssten Einschränkungen zurückgenommen werden. "Deshalb sprechen wir auch bereits jetzt über konkrete Öffnungsperspektiven." Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz sollte dazu erste Beschlüsse fassen. Der Deutsche Hausärzteverband forderte die Bundesregierung auf, einen Öffnungsplan für den Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen zu erarbeiten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte allerdings erst am Dienstag vor einer schnellen Aufhebung von Maßnahmen gewarnt und die Diskussion über Lockerungen als unangebracht bezeichnet. "Wir haben die Lage noch nicht wirklich unter der Kontrolle", sagte der SPD-Politiker. Mehr zur Debatte um die einrichtungsbezogene Impfpflicht und um die Corona-Lockerungen lesen Sie hier.

Mittwoch, 9. Februar, 9.40 Uhr: Italien setzt Maskenpflicht im Freien aus

In Italien wird die allgemeine Maskenpflicht im Freien am Freitag aufgehoben. Eine entsprechende Verordnung verkündete Gesundheitsminister Roberto Speranza am Dienstagabend. Allerdings müssten die Bürger weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz dabei haben und vor allem bei größeren Menschenansammlungen auch benutzen, hieß es. Im Innenbereich bleibe die Maskenpflicht mindestens bis 31. März bestehen - bis dahin läuft der Corona-Ausnahmezustand.

In Italien sanken die Infektionszahlen in den vergangenen Tage deutlich. Am Dienstag wurden knapp 102.000 Neuinfektionen gezählt - erst vor drei Wochen waren es noch mehr als doppelt so viele gewesen.

Mittwoch, 9. Februar, 9.22 Uhr: Mehr als 44.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist weiter gestiegen. Am Mittwochmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) einen Wert von 1840,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI in Berlin binnen 24 Stunden 44.890 Neuinfektionen und 45 Todesfälle.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz meldeten die Landkreise Fürstenfeldbruck (3553,5), Eichstätt (3506,8) und Weilheim-Schongau (2472,6). Dreistellig sind dagegen etwa die Zahlen aus den Landkreisen Passau (940,8), Regensburg (928,6) und Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim (806,7).

Mittwoch, 9. Februar, 8.04 Uhr: Krankenhausgesellschaft erwartet wegen Omikron keine Klinik-Überlastung

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass die Kliniken die Omikron-Welle gut bewältigen. "Ich rechne aktuell für die kommenden Wochen nicht mehr mit einer Überlastung des deutschen Gesundheitswesens", sagte Vorstandschef Gerald Gaß der "Bild"-Zeitung.

Die aktuellen Corona-Maßnahmen hätten "deutlich dazu beigetragen, dass die befürchtete Welle weniger hoch war als befürchtet". Sie sollten gelten bis zum Höhepunkt der Omikron-Welle, den die Bundesregierung in ein bis zwei Wochen erwartet. Danach könne die Politik "ohne Zweifel schrittweise Lockerungen für die kommenden Wochen ins Auge fassen". Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 9. Februar, 7.50 Uhr: Corona-Ausbruch: Weitere Millionen-Stadt in China geht in Lockdown

Wegen eines Corona-Ausbruchs haben chinesische Behörden in einer weiteren Millionen-Metropole einen Lockdown verhängt. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, wurden die 3,6 Millionen Bewohner der südwestchinesischen Stadt Baise aufgefordert, nicht mehr vor die Tür zu gehen. Auch Verkehrsanbindungen in und aus der Stadt wurden weitestgehend gestoppt. Die Behörden verhängten die Maßnahmen, nachdem über das Wochenende mehr als 100 Corona-Infektionen entdeckt worden waren. Innerhalb der vergangenen zwei Monate hatte es bereits ähnliche Lockdowns in den Großstädten Xi’an und Anyang gegeben.

China ist bislang dank strikter Maßnahmen besser als viele andere Länder durch die Pandemie gekommen. Die ansteckendere Omikron-Variante stellt die chinesischen Schutzvorkehrungen nun jedoch auf die Probe. Zahlreiche Städte haben bereits Ausbrüche gemeldet, die bislang jedoch wieder eingedämmt werden konnten.

Mittwoch, 9. Februar, 7.01 Uhr: Die Allgäuer Inzidenzwerte: Unterallgäu über 2000

Das Unterallgäu hat die höchste Inzidenz im Allgäu: Der Wert liegt am Mittwochmorgen im Unterallgäu bei 2099,0 (Vortag: 1886,2). Im Landkreis Lindau und in Memmingen ist die Inzidenz gestiegen, in anderen Kreisen und Städten ist die Inzidenz leicht gesunken. Hier alle Zahlen im Überblick.

Mittwoch, 9. Februar, 6.25 Uhr: Neue Corona-Regeln in Bayern ab heute - Mehr Zuschauer und keine Sperrstunde

Keine Sperrstunde mehr in der Gastronomie, 3G statt 2G bei Friseuren und noch einmal mehr Besucher für Sport und Kultur: In Bayern gelten ab heute zahlreiche Corona-Lockerungen. Begründet wurden die Erleichterungen von der Staatsregierung mit der stabilen Lage in den Kliniken. Bayern prescht mit den Lockerungen damit vor - genau eine Woche vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen. Hier finden Sie alle Lockerungen im Überblick.

Mittwoch, 9. Februar, 6.18 Uhr: Kabinett berät über Verlängerung von Regeln zum Kurzarbeitergeld

Das Bundeskabinett berät am Mittwoch über die geplante Verlängerung der Sonderregeln zum Kurzarbeitergeld. Nach Plänen von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sollen Betriebe noch bis Ende Juni unter erleichterten Bedingungen Kurzarbeitergeld beantragen können. Die pandemiebedingten Sonderregeln sollen um drei Monate bis zum 30. Juni verlängert werden. Regulär würden die aktuellen Regeln Ende März auslaufen.

Mittwoch, 9. Februar, 6 Uhr: RKI registriert 234.250 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1450,8

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1450,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1441,0 gelegen, vor einer Woche bei 1227,5 (Vormonat: 335,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 234.250 Corona-Neuinfektionen.

Die Zahlen haben allerdings nur noch begrenzt Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 272 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 11.521.678 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,60 an (Montag: 5,41). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 8.373.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 119.215.


Dienstag, 8. Februar, 20.15 Uhr: Staatsrechtler: Aussetzung der Teil-Impfpflicht verfassungswidrig

Nach der Klarstellung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zur Aussetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht in Bayern kommt scharfe Kritik von Staatsrechtlern. "Ein solches Handeln wäre verfassungswidrig", sagte Joachim Wieland, Professor für Öffentliches Recht an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, der "Welt". "Würden die Länder Bundesgesetze je nach ihrer politischen Einschätzung nicht umsetzen, hätten wir praktisch keinen Rechtsstaat mehr."

Der Staatsrechtler Christoph Degenhart hält es für "wohl noch im Rahmen", wenn ein Bundesland seine Gesundheitsämter anweisen sollte, zunächst keine Beschäftigungs- oder Betretungsverbote auszusprechen. Es sei aber "verfassungsrechtlich problematisch", wenn ein Land so eindeutig der Intention eines Bundesgesetzes zuwider handle. "Dies widerspricht dem Grundsatz der Bundestreue."

Wieso auch aus Bayern teils scharfe Kritik kommt, lesen Sie hier.

Dienstag, 8. Februar, 15.45 Uhr: Kretschmann irritiert über Aussetzen der Teil-Impfpflicht in Bayern

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sein Unverständnis darüber geäußert, dass Bayern die gesetzliche Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen vorerst nicht umsetzen will. "Bestimmte Risiken dieser Verordnung waren bekannt, als wir das beschlossen haben", sagte der Grünen-Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. Dass ungeimpfte Pflegekräfte wegen der Impfpflicht ihren Beruf verlassen könnten, damit habe man schon vor dem Beschluss in Bundestag und Bundesrat rechnen müssen. Kretschmann betonte: "Ich halte mich einfach an die Gesetze." Auf den Einwand, so argumentiere Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) auch, sagte er: "Dann ist ja gut." Kretschmann ergänzte: "Wir können ein Bundesgesetz nicht aussetzen."

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek erklärte am Dienstag, der Freistaat setze auf eine "Umsetzung mit Augenmaß, bei der auch die berechtigten und wichtigen Belange der betroffenen Einrichtungen sowie der ohnehin am Limit agierenden Gesundheitsämter berücksichtigt werden". Das schon im Dezember von Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetz legt fest, dass Beschäftigte in Pflegeheimen und Kliniken bis 15. März Nachweise als Geimpfte oder Genesene vorlegen müssen - oder ein Attest, nicht geimpft werden zu können. Arbeitgeber müssen die Gesundheitsämter informieren, wenn das nicht geschieht. Diese können die Beschäftigung in der Einrichtung untersagen.

Dienstag, 8. Februar, 14.25 Uhr: Auch Hamburg kippt 2G-Regel im Einzelhandel - Kritik an Söder

Auch Hamburg lockert die Corona-Regeln im Einzelhandel. Von Samstag an wird dort die 2G-Regelung im Einzelhandel durch eine FFP2-Maskenpflicht ersetzt. Das kündigte ein Senatssprecher am Dienstag an.

Scharfe Kritik gab es aus Hamburg an den Plänen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die Impfpflicht in Pflegeeinrichtungen de facto nicht umzusetzen. Diese Ankündigung treffe auf großes Unverständnis, sagte der Sprecher. Die Unionsfraktion habe im Bundestag der Impfpflicht zugestimmt, ebenso die bayerische Staatsregierung im Bundesrat. Auch Söder selbst habe die Pflicht gefordert und ihr zugestimmt, kritisierte der Hamburger Senat.

Dienstag, 8. Februar, 14.09 Uhr: Corona-Lockerungen für Bayern schon ab Mittwoch

Keine Sperrstunde, 3G bei Friseuren, mehr Besucher für Sport und Kultur, höhere Auslastung für Seilbahnen: Schon ab Mittwoch gibt es in Bayern Corona-Lockerungen. Das gab Staatsminister Florian Herrmann in einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung bekannt. Und auch für Kitas gibt es neue Regeln bei der Testpflicht. Hier finden Sie alle Beschlüsse im Überblick.

Dienstag, 8. Februar, 13 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung im Live-Stream

Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung: Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo informieren über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen.

Dienstag, 8. Februar, 12.40 Uhr: Pflegekräfte sollen ab September deutlich mehr Geld erhalten

Die Mindestlöhne für Pflegekräfte in Deutschland sollen ab 1. September in mehreren Schritten deutlich steigen. Darauf hat sich die zuständige Pflegekommission einstimmig geeinigt, wie am Dienstag bekannt wurde.

Demnach sollen die Mindestlöhne für Hilfskräfte bis Ende 2023 schrittweise von aktuell 12 auf 14,15 Euro steigen, für qualifizierte Hilfskräfte von 12,50 auf 15,25 Euro und für Pflegefachkräfte von 15 Euro auf 18,25 Euro. Mehr dazu in unserem Themenbereich Corona.

Dienstag, 8. Februar, 12.10 Uhr: Labore: In vielen Bundesländern mehr als Hälfte der PCR-Tests positiv

Von den rund 2,47 Millionen PCR-Untersuchungen auf Sars-CoV-2 in der vergangenen Woche in Deutschland ist laut einem Laborverband annähernd jede zweite positiv ausgefallen. In vielen Bundesländern gelte dies bereits für mehr als die Hälfte aller ausgewerteten Proben, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. "Die bundesweit errechnete Positivrate stieg nochmals an auf nunmehr 45,1 Prozent (Vorwoche: 41,1 Prozent)."

"Je höher der Positivenanteil bei gleichzeitig anhaltend hohen Fallzahlen ist, desto höher wird die Anzahl unerkannter Infizierter in einer Population berechnet (Untererfassung)", schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) zu dem Thema im jüngsten Corona-Wochenbericht.

Der Laborverband berief sich auf Daten von 182 fachärztlichen Laboren. In der Woche bis zum 6. Februar habe die Auslastung mit 93 Prozent auf einem Niveau wie in der Vorwoche gelegen. Für die laufende Woche sei die Testkapazität erneut ausgebaut worden, auf nun rund 2,7 Millionen. "Dies entspricht einer Steigerung von rund 30 Prozent seit dem Jahreswechsel", hieß es.

Dienstag, 8. Februar, 11.45 Uhr: Anspruch auf PCR-Test nach positivem Schnelltest bleibt doch

Entgegen bisheriger Planungen soll es nun doch dabei bleiben, dass Bürger nach einem positiven Corona-Schnelltest auch einen Anspruch auf PCR-Nachtestung haben. Was Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dazu sagte, lesen Sie hier.

Dienstag, 8. Februar, 11.30 Uhr: RKI-Chef optimistisch: Omikron-Welle bald überstanden

Die Infektionszahlen klettern weiter in die Höhe, auch die Zahl der Aufnahmen in Krankenhäuser steigt. Doch RKI-Präsident Wieler sieht bereits Licht am Ende des Tunnels. Wie seine Prognose lautet, lesen Sie in unserer Rubrik Welt.

Dienstag, 8. Februar, 11.20 Uhr: Österreich lockert weitere Corona-Regeln ab Samstag

Nach Bayern will auch Österreich mehrere Corona-Maßnahmen lockern. Welche Regeln am Samstag fallen sollen, erfahren Sie hier.

Dienstag, 8. Februar, 11.05 Uhr: Lauterbach kritisiert Söders Impfpflicht-Vorstoß

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat den Vorstoß aus Bayern für eine vorübergehende Aussetzung der einrichtungsbezogenen Corona-Impfpflicht kritisiert. "Das halte ich für sehr problematisch", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Berlin. Die Impfpflicht sei keine Schikane gegen das Personal in den Einrichtungen, es gehe um den Schutz der den Mitarbeitern anvertrauten Menschen. Lauterbach sprach von einem "vollkommen falschen Signal". "Es gibt das Signal, als wenn uns der Protest gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht wichtiger wäre, (...) als uns der Schutz dieser Menschen bedeutsam ist."

Lauterbach erklärte, dass der Vollzug des Gesetzes Ländersache sei. Der Bund könne Hilfestellung anbieten, etwa mit Musterbenachrichtigungen für Gesundheitsämter, mit denen sie die betroffenen Beschäftigten anschreiben könnten. "Wir können mit allem helfen. Aber ganz konkrete Anfragen habe ich weder aus Bayern noch von der CDU gesehen. Es ist offensichtlich so, dass man sich hier von dem Gesetz verabschieden will, und das ist falsch."

Der SPD-Politiker nannte es für die Politik insgesamt problematisch, wenn Gesetze von Ministerpräsidenten nicht umgesetzt würden. Das sei eine Botschaft, die schwer zu vermitteln sei. Er hoffe, dass man zu einer Lösung komme.

Dienstag, 8. Februar, 10.40 Uhr: Lauterbach: Können breite Corona-Lockerungen derzeit nicht vertreten

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat in der Debatte über Lockerungen in der Corona-Pandemie erneut vor einer schnellen Aufhebung von Maßnahmen gewarnt. "Wir haben die Lage noch nicht wirklich unter der Kontrolle", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Berlin. Er wies auf steigende Fallzahlen hin, auf viele ungeimpfte Ältere und eine in Europa vergleichsweise "sehr alte Bevölkerung" in Deutschland.

Lauterbach rechnet weiterhin mit einem Höhepunkt der Omikron-Welle Mitte dieses Monats. "Wir können breite Lockerungen, wie sie derzeit diskutiert werden zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertreten." Die Diskussion sei fehl am Platz, schnelle Öffnungen könnten die Welle deutlich verlängern. Lauterbach warnte, eine "funktionierende, erfolgreiche Strategie" ohne Not zu gefährden, könne nicht das Ziel sein. Er bekräftige seine Einschätzung, dass es aber mittelfristig Lockerungen geben könne: "Wir werden natürlich deutlich vor Ostern öffnen können."

Dienstag, 8. Februar, 10.35 Uhr: Impftempo in Deutschland verlangsamt sich - Wenige Erstimpfungen

Die Impfung der Bevölkerung in Deutschland gegen das Coronavirus verlangsamt sich weiter. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand 09.31 Uhr) wurden am Montag 149.000 Impfdosen verabreicht, deutlich weniger als an Montagen in den Wochen zuvor. Es gab nur wenige Erstimpfungen, 102.000 Dosen wurden als Auffrischungsimpfungen gespritzt, 35.000 Dosen führten zum Grundschutz, für den meist zwei Spritzen nötig sind.

Den Grundschutz haben 61,9 Millionen Menschen oder 74,5 Prozent der Bevölkerung. Mindestens 45,3 Millionen Personen (54,5 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung. Mindestens eine Impfdosis haben 63,2 Millionen Menschen oder 76,0 Prozent der Bevölkerung bekommen. Eine große Gruppe von 20 Millionen Menschen bleibt ungeimpft. Das entspricht 24 Prozent der Bevölkerung. Für vier Millionen von ihnen (4,8 Prozent) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

Das RKI weist seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem könne nicht erreicht werden. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard angegeben.

Dienstag, 8. Februar, 10.25 Uhr: Zahl der Corona-Patienten auf Allgäuer Intensivstationen sinkt auf zehn

Am Montag wurden in den sechs Häusern des Klinikverbunds Allgäu und im Klinikum Memmingen insgesamt zwölf Corona-Patienten behandelt. Am Dienstag sind es nach Angaben der Verwaltungen nur noch zehn. Todesfälle gab es in Zusammenhang mit Covid-19 allerdings keine.

Im Memminger Klinikum liegen derzeit 27 Corona-Patienten - 24 von ihnen auf der Normalstation, zwei davon sind Kinder. Auf der Intensivstation werden aktuell drei Erwachsene behandelt.

In den sechs Häusern des Klinikverbunds Allgäu liegen derzeit insgesamt 55 Corona-Patienten. Davon werden sieben auf den Intensivstationen behandelt, am Montag waren es noch acht. Die Patienten verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Krankenhäuser:

  • Kempten: 20 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, 4 auf der Intensivstation.
  • Immenstadt: 14 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, 2 auf der Intensivstation.
  • Sonthofen: Hier liegen derzeit keine Corona-Patienten.
  • Oberstdorf: 7 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, auf der Intensivstation liegt niemand.
  • Mindelheim: 3 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, auf der Intensivstation liegt niemand.
  • Ottobeuren: 4 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, einer auf der Intensivstation.

Dienstag, 8. Februar, 10.10 Uhr: Zahl der Impfungen in Vorarlberg geht trotz Impflicht zurück

In Österreich gilt jetzt eine Corona-Impfpflicht. Auf die Zahl der Impfungen hat sich das in Vorarlberg aber noch nicht ausgewirkt - im Gegenteil. Welche mögliche Begründung es dafür gibt, lesen Sie hier.

Dienstag, 8. Februar, 9.30 Uhr: Corona-Pandemie sorgt für Umsatzplus in Tierarztpraxen

Tiermedizin ist eine der wenigen Branchen, die in der Corona-Pandemie gewachsen sind. Laut Statistischem Bundesamt erzielte das Veterinärwesen 2020 rund 4,4 Milliarden Euro Umsatz und damit ein Plus von 10,6 Prozent gegenüber 2019. Schon vor der Pandemie waren die Umsätze gestiegen, 2019 waren es 5,9 Prozent mehr gewesen als 2018. Zum Vergleich: Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg sank der Jahresumsatz 2020 um insgesamt 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Statistiker am Dienstag in Wiesbaden berichteten.

Die Zahl der Tierarztpraxen und weiterer Betriebe im Veterinärwesen lag 2020 bei rund 11 000. Diese Zahl blieb laut Bundesamt nahezu unverändert. Doch es gab so viele Nachwuchskräfte wie lange nicht mehr: 1534 Absolventinnen und Absolventen machten einen Hochschulabschluss in Tiermedizin - 18 Prozent mehr als im Vorjahr. 83 Prozent der Absolventen waren Frauen. Mehr Hochschulabschlüsse in diesem Bereich hatte es zuletzt im Jahr 2005 gegeben.

Dienstag, 8. Februar, 8.55 Uhr: Tui will erste Staatshilfen zurückzahlen

Der Reisekonzern Tui rechnet trotz der Virusvariante Omikron mit einem starken Sommergeschäft und will den ersten Teil der Staatshilfen zurückzahlen. Geplant sei die Rückgabe von Hilfsgeldern aus der Corona-Krise in Höhe von rund 0,7 Milliarden Euro, teilte Tui bei der Vorlage der Zahlen für das erste Winterquartal am Dienstag in Hannover mit. "Die Nachfrage nach Reisen ist über alle Märkte hoch", sagte Vorstandschef Fritz Joussen. "Der Weg aus der Pandemie zeichnet sich immer klarer ab."

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember erzielte Tui einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro und damit rund fünfmal so viel wie im ersten Corona-Winter ein Jahr zuvor. Unter dem Strich konnte der Konzern seinen saisontypischen Verlust von 780 Millionen auf 384 Millionen Euro in etwa halbieren. Allerdings fiel das Minus höher aus, als Analysten im Schnitt erwartet hatten.

Dienstag, 8. Februar, 8 Uhr: Habeck für Verlängerung von Corona-Hilfen

Die Wirtschaftsminister von Bund und Ländern beraten an diesem Dienstag (10.00 Uhr) in einer digitalen Schalte über die wirtschaftliche Lage und Hilfe für von der Coronakrise Betroffene. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hält eine Verlängerung der Hilfen für sinnvoll, zum Beispiel analog zum Kurzarbeitergeld bis Ende Juni, wie es am Dienstagmorgen aus dem Ministerium gegenüber der Deutschen Presse-Agentur hieß. Sollte die Konjunktur schneller wieder anziehen, dann würden dennoch nur jene Unternehmen Hilfen bekommen, die noch unter den Einschränkungen litten, hieß es aus dem Ministerium. Die Hilfen seien entsprechend angelegt, denn Unternehmen müssten mindestens 30 Prozent Umsatzverlust nachweisen, um die Unterstützung zu bekommen.

Anträge auf Überbrückungshilfe IV sind seit dem 7. Januar möglich. Abschläge, also erste Teilauszahlungen vom Bund, würden seit dem 18. Januar ausgezahlt, hieß es. Für die vollständige Auszahlung sind die Länder zuständig. Die reguläre Bearbeitung durch die Bewilligungsstellen sei seit dem 4. Februar möglich. Unter anderem Solo-Selbständige können demnach seit dem 14. Januar Anträge für die Neustarthilfe 2022 stellen, Auszahlungen werden seit dem 24. Januar vorgenommen. Nach Angaben aus Ministeriumskreisen beantragten bisher mehr als 7600 Unternehmen Überbrückungshilfe IV, mit einem Volumen von rund 370,6 Millionen Euro. 61 Millionen Euro wurden bislang an Abschlägen ausgezahlt. In der Neustarthilfe 2022 gab es demnach bisher mehr alsr 37 700 Anträge von Solo-Selbständigen mit einem Volumen von rund 134,5 Millionen Euro. Rund 105,7 Millionen Euro wurden bisher ausgezahlt.

Dienstag, 8. Februar, 7.52 Uhr: 28.285 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern hat sich erneut erhöht. Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin meldete am Dienstagmorgen einen Wert von 1819,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Am Vortag hatte dieser Wert noch bei 1786 gelegen, vor einer Woche bei 1421,7. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen 24 Stunden 28.285 Corona-Neuinfektionen und 29 Todesfälle im Freistaat.

Die Zahlen haben allerdings nur noch begrenzt Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte mit der geplanten Priorisierung bei PCR-Tests die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr auf diese Weise bestätigen lassen - und die damit nicht in die offizielle Statistik einfließen.

Dienstag, 8. Februar, 7.17 Uhr: Corona-Impfung nun auch in Apotheken möglich

Begleitet von deutlicher Kritik des Hausärzteverbandes beginnen die Apotheken in Bayern am Dienstag mit den Impfungen gegen das Coronavirus. Was die Mediziner dabei kritisieren, erfahren Sie hier.

Dienstag, 8. Februar, 7.15 Uhr: Bayerns Kabinett will heute neue Corona-Lockerungen beschließen

Nach den von Ministerpräsident Markus Söder bereits angekündigten Corona-Lockerungen muss das bayerische Kabinett am Dienstag (10.00 Uhr) nun die entsprechenden Beschlüsse fassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 8. Februar, 7.10 Uhr: Corona-Demo Kempten: 1800 bis 2000 Menschen ziehen lautstark durch die Stadt

In Kempten haben am Montagabend 1800 oder mehr Menschen gegen die Corona-Regeln und für die freie Impfentscheidung demonstriert. Wohin der Protestzug diesmal führte lesen Sie hier.

In vielen anderen deutschen Städten sind erneut zahlreiche Menschen im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Dabei blieb es nach Angaben der Polizei größtenteils friedlich. Mehr dazu lesen Sie in unserer Themen-Rubrik Corona.

Dienstag, 8. Februar, 6.45 Uhr: Corona-Zahlen: So sind die aktuellen Inzidenz-Werte im Allgäu

Laut den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Sieben-Tage-Inzidenz in fast allen Allgäuer Landkreisen und Städten weiter gestiegen. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Dienstag, 8. Februar, 6.20 Uhr: Union will einrichtungsbezogenen Impfpflicht bundesweit aussetzen

Der Streit um die gesetzliche Corona-Impfpflicht für Personal von Kliniken und Pflegeheimen spitzt sich zu. Die Union dringt auf eine bundesweite Aussetzung der Teil-Impfpflicht, die eigentlich ab Mitte März greift. Mehr dazu lesen Sie in unserer Rubrik Welt.

Dienstag, 8. Februar, 6 Uhr: RKI registriert 169.571 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1441,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1441,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1426,0 gelegen, vor einer Woche bei 1206,2 (Vormonat: 335,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 169 571 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.24 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 162.613 Ansteckungen.

Die Zahlen haben allerdings nur noch begrenzt Aussagekraft. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind vielerorts am Limit, Kontakte werden nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem dürfte mit der geplanten Priorisierung bei PCR-Tests die Zahl der Menschen steigen, die ihre Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigen lassen - die damit nicht in die offizielle Statistik einfließt.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 177 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 188 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 11.287.428 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 5,41 an (Sonntag: 5,63). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 8.257.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 118.943.

Montag, 7. Februar, 22.10 Uhr: Weishaupt (Grüne): "Lockerungen kommende vier Wochen eher unwahrscheinlich"

Die Grünen-Obfrau im Gesundheitsausschuss Saskia Weishaupt warnt vor zu großen Lockerungsversprechungen der Politik und hält Maßnahmen für länger notwendig. Mehr dazu lesen Sie im Interview.

Montag, 7. Februar, 21.36 Uhr: Corona-De