Kempten

Nico Müller steigt in die Formel E ein

DTM Homestory Nico Müller

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Bild: Audi Communications Motorsport

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Bild: Audi Communications Motorsport

Motorsport Abt-DTM-Fahrer übernimmt Cockpit von Maximilian Günther
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Von Ralf Lienert
19.09.2019 | Stand: 16:02 Uhr

Für Nico Müller wird ein Traum wahr. Der Schweizer in Diensten von Abt Sportsline fährt künftig auch in der Formel E. Allerdings nicht für Audi, sondern für Geox Dragon Racing. Dort wurde gerade ein Cockpit frei – das vom Allgäuer Max Günther, der künftig für BMW an den Start geht.

Damit haben gleich fünf Formel E Fahrer Verbindung nach Kempten. Das sind Daniel Abt und Max Günther, der im Sommer von Rettenberg nach Kempten umgezogen ist. Enge Beziehungen zur ältesten Stadt Deutschlands haben auch Robin Frijns und Nico Müller. Beide starten im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) für den Kemptener Rennstall. Frijns fährt bereits für das Audi-Kundenteam Virgin und wurde in der abgelaufenen Formel E-Saison Vierter hinter Lucas di Grassi. Der Brasilianer ist seit Anfang an für das Team Audi Sport Abt Schaeffler in der Elektrorennserie unterwegs und wurde schon einmal Weltmeister.

Nico Müller (27) war bislang nur Testfahrer für Audi. Im Frühsommer war er im Gespräch für einen Stammplatz bei den Ingolstädter. Doch die verlängerten letztlich den Vertrag mit Daniel Abt, der in diesem Jahr als Gesamt-Siebter gewertet wurde.

Mit dem Dragon-Deal sind Müller und sein Teamkollege Frijns als Doppelstarter in beiden Rennserien unterwegs.

„Ich habe mich mit dem Team bereits getroffen und mit einem Großteil davon schon die Arbeit begonnen“, sagt der Schweizer vom Thuner See. Sein Ziel ist klar: „Ich will aufs Podium. Das wollen wir in der sechsten Saison gemeinsam erreichen.“ Am 21. November startet die neue Saison: „Ich liebe Stadtrennen und freue mich darauf, mit den besten Fahrern dieser Serie in der Startaufstellung zu stehen. Für einen Neueinsteiger ist die Formel E eine ganz besondere Herausforderung, aber ich rechne mit einem richtig aufregenden Jahr. Ich habe mir vorgenommen, direkt vom ersten Rennen an Druck auf die großen Hersteller auszuüben.“

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Müller erhielt die nötige Freigabe durch Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Rennfahrer haben nicht unendlich viele Gelegenheiten in ihrer Karriere. Es war immer meine Sichtweise, nach Möglichkeit unseren Fahrern diese Möglichkeiten nicht zu verwehren.“