Vermisstenfall

Oberstdorf: 67-Jähriger spurlos verschwunden - Laut Berichten handelt es sich um AfD-Kreisrat aus Baden-Württemberg

Auf dem Parkplatz der Fellhornbahn in Oberstdorf wurde das Auto eines vermissten 67-Jährigen gefunden. Von dem Mann fehlt seit Oktober jede Spur.

Auf dem Parkplatz der Fellhornbahn in Oberstdorf wurde das Auto eines vermissten 67-Jährigen gefunden. Von dem Mann fehlt seit Oktober jede Spur.

Bild: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand (Symbolfoto)

Auf dem Parkplatz der Fellhornbahn in Oberstdorf wurde das Auto eines vermissten 67-Jährigen gefunden. Von dem Mann fehlt seit Oktober jede Spur.

Bild: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand (Symbolfoto)

Ein 67-jähriger aus dem Großraum Ulm ist seit Monaten spurlos verschwunden. Die Polizei fand sein Auto am Parkplatz der Fellhornbahn in Oberstdorf.
15.01.2022 | Stand: 09:52 Uhr

Das Verschwinden eines 67-jährigen Ende Oktober in Oberstdorf stellt die Polizei vor ein Rätsel. Von dem Mann fehlt seither jede Spur. Laut jüngsten Meldungen in baden-württembergischen Medien soll es sich bei dem Vermissten um einen AfD-Kreisrat aus dem Großraum Ulm handeln. Das berichten unter anderem der SWR sowie die "Heidenheimer Zeitung."

Die letzte Spur des Mannes führt nach Oberstdorf. Wie eine Auswertung ergibt, wählte sich sein Handy zuletzt in eine Funkzelle in der Nähe der Skiflugschanze ein. Die Polizei findet später am Parkplatz unterhalb der Fellhornbahn das Auto des 67-jährigen. Unklar bleibt: Brach er zu einer Wanderung auf? Traf er sich mit jemandem? Hatte er Kontakt zu Einheimischen? „Eine erste Suche mit dem Hubschrauber blieb damals erfolglos“, sagt Holger Stabik, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Beamte der Alpinen Einsatzgruppe rückten zudem aus, um Gipfelbücher und Hütteneinträge nach Hinweisen zu kontrollieren. Ohne Erfolg. Im November sei die Suche schließlich eingestellt worden.

(Lesen Sie auch: Mehr als 1600 Menschen werden in Bayern vermisst)

Das Verschwinden des Mannes war zunächst niemandem aufgefallen. Drei Tage später meldeten ihn Angehörige laut Medienberichten als vermisst. Eine Tochter startete nun vor Kurzem einen Facebook-Aufruf, der bislang mehrere Hundert Mal geteilt wurde. Danach berichteten mehrere Medien in Baden-Württemberg. Die Polizei in Ulm bestätigte den Fall eines Vermissten 67-Jährigen in Oberstdorf, machte aber auf Anfrage keine weiteren Angaben zur Identität des Mannes. Laut einem Sprecher lägen „keinerlei Hinweise auf eine Straftat vor.“

13 weitere Vermisste

In Oberstdorf und den angrenzenden Bergen gelten 13 weitere Personen als vermisst. Der älteste Vermisstenfall stammt aus dem Jahr 1971. Der bis dato jüngste ungeklärte Fall datiert auf den 17. Februar 2020. Seither wird Skitourengeher Stefan Ziechnaus vermisst. An jenem Tag hatte er seine Unterkunft in Oberstdorf verlassen. Es gibt Hinweise, dass er sich im Bereich Nebelhorn/Schneck oder auch im Ifen-Gebiet aufgehalten haben könnte. Tot aufgefunden wurde am 15. November 2021 ein 62-jähriger Bergwanderer, der über ein Jahr als vermisst galt. Da die Identität des Mannes anfangs unklar war, ordneten Rechtsmediziner laut Stabik über einen DNA-Abgleich die sterblichen Überreste dem Vermissten zu.

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