Adventszeit im Allgäu

Plätzchen selber backen oder kaufen - was ist günstiger? Ein Preisvergleich

Plätzchen selber backen oder kaufen? Was ist günstiger? Wir haben die Preise verglichen.

Plätzchen selber backen oder kaufen? Was ist günstiger? Wir haben die Preise verglichen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Plätzchen selber backen oder kaufen? Was ist günstiger? Wir haben die Preise verglichen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Die Plätzchenzeit im Allgäu beginnt. Doch was ist günstiger: Selber backen oder kaufen? Wir haben die Preise verglichen und Tipps zum Energiesparen beim Backen.
24.11.2022 | Stand: 16:47 Uhr

Am Wochenende ist der erste Advent. Viele fangen jetzt schon an zu backen oder haben bereits die ersten Plätzchen gebacken. Doch wegen der Inflation werden Plätzchen-Zutaten wie Nüsse, Butter oder Eier immer teurer. Deshalb stellt sich die Frage: Selber backen oder fertige Plätzchen kaufen - was ist günstiger? Hier ein Vergleich der Preise für Zimtsterne, Vanillekipferl und Lebkuchen - inklusive Rezepten.

So viel kosten Vanillekipferl

Rezept für Vanillekipferl (ergibt etwa 425 Gramm Vanillekipferl)

Zutaten für den Teig

  • 125 g Butter
  • 150 g Mehl
  • 70 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 80 g Mandeln, gemahlen und blanchiert

Zutaten zum Bedecken

  • 150 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker

Zubereitung

  1. Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zu einem Teig verkneten. Den Teig anschließend abgedeckt mindestens eine Stunde lang im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Danach aus dem gekühlten Teig Kipferl formen und diese auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen.
  3. Anschließend werden die Vanillekipferl bei 160 Grad Ober-Unterhitze oder bei 140 Grad Umluft etwa 20 Minuten lang gebacken, bis sie goldbraun sind.
  4. Danach Zucker und Vanillezucker miteinander vermischen und die noch lauwarmen Vanillekipferl in der Zuckermischung wälzen.
Vanillekipferl tragen das Gewürz zwar im Namen, müssen aber nicht unbedingt Teile der echten Schote enthalten.
Vanillekipferl tragen das Gewürz zwar im Namen, müssen aber nicht unbedingt Teile der echten Schote enthalten.
Bild: Florian Schuh, dpa (Symbolbild)

So viel kosten Zutaten für die Vanillekipferl

So viel kosten die einzelnen Zutaten für die selbst gemachten Vanillekipferl im Supermarkt:

  • 125 g Butter: 1,40 Euro
  • 150 g Mehl: 0,16 Euro
  • 220 g Zucker: 0,50 Euro
  • 2 Packungen Vanillezucker: 0,24 Euro
  • 80 g Mandeln, gemahlen und blanchiert: 0,63 Euro

Die Preise für die einzelnen Zutaten können von Supermarkt zu Supermarkt abweichen. Zudem macht es preislich einen Unterschied, ob man Markenware, Eigenmarken oder Bio-Zutaten kauft.

Energiekosten beim Backen

Wie viel der Backofen im Betrieb kostet, könne man so pauschal nicht angeben, sagt Stefan Schleszies, Energieberater beim Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!). Der Energieverbrauch des Backofens hänge zum Beispiel von der Backtemperatur, dem Energielabel und der Dämmung des Backofens ab. Eine Rolle spiele außerdem, ob etwas im Backofen ist oder nicht. Wenn nichts im Backofen ist, brauche er nichts zu erwärmen und verbrauche deshalb weniger Energie. Zudem heize ein Backofen nicht so ganze Zeit durch. Wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist, schalte das Heizelement ab. Daher würden Stromkostenrechner für den Backofen nicht funktionieren.

Weiter unten im Artikel finden Sie Tipps, wie sie beim Plätzchenbacken Energie sparen können.

Am ersten Advent können Sie nicht nur Plätzchen backen. Auch zahlreiche Weihnachtsmärkte in der Region haben bereits geöffnet. Hier finden Sie eine Übersicht über die Termine im Allgäu.

So viel kosten Vanillekipferl im Supermarkt

  • Rewe Beste Wahl: 2,99 Euro für 200 Gramm (14,95 Euro pro Kilogramm)
  • Wicklein: 3,99 Euro für 130 Gramm (30,69 Euro pro Kilogramm)
  • Lebkuchen-Schmidt: 4,20 Euro für 130 Gramm (32,31 Euro pro Kilogramm)

Rechnet man die einzelnen Zutaten für die selbst gemachten Vanillekipferl zusammen, kommt man auf einen Preis von 2,93 Euro für etwa 425 Gramm. Hochgerechnet auf ein Kilogramm kosten die Vanillekipferl 6,89 Euro. Damit ist es günstiger, die Vanillekipferl selbst zu backen.

Zimtsterne selber backen oder kaufen - der Preisvergleich

Rezept für Zimtsterne (ergibt etwa 550 Gramm)

Zutaten

  • 500 g Mandeln, gemahlen
  • 3 Eiweiß
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 TL Zimt, gemahlen

Zubereitung

  1. Zwei Eiweiß mit dem Salz zu Eischnee schlagen und 150 Gramm vom Puderzucker unterrühren. Anschließend 400 Gramm Mandeln und den Zimt unterheben.
  2. Die Ablage mit den restlichen Mandeln bestreuen und darauf den Teig mit einem feuchten Nudelholz etwa einen Zentimeter dick ausrollen.
  3. Anschließend das restliche Eiweiß zusammen mit dem restlichen Puderzucker und dem Zitronensaft zu Eischnee schlagen. Der Eischnee wird dann auf der ausgerollten Masse verteilt.
  4. Dann werden die Sterne aus der Masse ausgestochen. Die Sternenform sollte man dabei von Zeit zu Zeit in Wasser tauchen, damit die Masse nicht so sehr angeklebt.
  5. Die Zimsterne werden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt und dann bei 150 Grad Ober-Unterhitze oder 140 Grad Umluft etwa 15 Minuten lang gebacken.
Eine süße Leckerei im Advent: Zimststerne.
Eine süße Leckerei im Advent: Zimststerne.
Bild: Andreas Berheide, Imago Images (Symbolbild)

Zimsterne selber backen - so viel kostet es

So viel kosten die einzelnen Zutaten im Supermarkt:

  • 500 g Mandeln, gemahlen: 3,95 Euro
  • 3 Eiweiß: 1,50 Euro
  • 150 g Puderzucker: 0,29
  • 1 Prise Salz: 0,01 Euro
  • 1 EL Zitronensaft: 0,52 Euro
  • 2 TL Zimt, gemahlen: 0,55 Euro

So viel kosten Zimtsterne im Supermarkt

  • Rewe Beste Wahl: 1.89 Euro für 115 Gramm (16,43 Euro pro Kilogramm)
  • Wicklein: 3,99 Euro für 130 Gramm (30,69 Euro pro Kilogramm)
  • Lebkuchen-Schmidt: 4,20 Euro für 130 Gramm oder zehn Stück (32,31 Euro pro Kilogramm)

Insgesamt kommt man damit auf einen Preis von 6,82 Euro für etwa 550 Gramm. Auf das Kilogramm hochgerechnet kosten die selbstgebackenen Zimtsterne 12,40 Euro pro Kilogramm. Es ist daher günstiger, die ZImtsterne selbst zu backen.

So viel kosten Lebkuchen

Rezept für Elisen-Lebkuchen (ergibt etwa ein Kilogramm)

Zutaten für den Teig

  • 200 g Mandeln, gemahlen
  • 200 g Haselnüsse, gemahlen
  • 180 g Puderzucker
  • 100 g Zitronat
  • 100 g Orangeat
  • 4 Eier
  • 1 EL Lebkuchengewürz
  • 1 Packung Backoblaten (Durchmesser 70 Zentimeter)

Zutaten zum Verzieren

  • 250 g Kuvertüre

Tipp: Wer Zitronat und Orangeat nicht so gerne mag, kann stattdessen jeweils nur 50 g Zitronat und Orangeat verwenden und 50 g Schokolade. Die drei Zutaten müssen in der Küchenmaschine fein zerkleinert werden.

Zubereitung

  1. Die Eier zusammen mit dem Puderzucker schaumig rühren. Zitronat und Orangeat in der Küchenmaschine fein hacken. Dann alle Zutaten miteinander verrühren.
  2. Die Oblaten auf einem Backblech verteilen und den Teig darauf geben. Anschließend die Lebkuchen bei 200 Grad Ober-Unterhitze oder 180 Grad Umluft für etwa 20 Minuten backen.
  3. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die abgekühlten Lebkuchen damit bestreichen.
Lebkuchen kaufen oder selber backen: Was ist günstiger?
Lebkuchen kaufen oder selber backen: Was ist günstiger?
Bild: YAY Images, Imago Images (Symbolbild)

So viel kosten die selbstgebackenen Elisen-Lebkuchen

So viel kosten die einzelnen Zutaten im Supermarkt:

  • 200 g Mandeln, gemahlen: 1,58 Euro
  • 200 g Haselnüsse, gemahlen: 1,99 Euro
  • 180 g Puderzucker: 0,35 Euro
  • 100 g Zitronat: 0,69 Euro
  • 100 g Orangeat: 0,69 Euro
  • 4 Eier: 1,99 Euro
  • 1 EL Lebkuchengewürz: 2,39 Euro
  • 1 Packung Backoblaten (Durchmesser 70 Zentimeter): 0,99 Euro
  • 250 g Kuvertüre: 1,49 Euro

So viel kosten gekaufte Elisen-Lebkuchen

  • Rewe Bio: "Weihnachts-Mini-Elisen Glasiert" 4,49 Euro für 150 Gramm (29,93 Euro pro Kilogramm)
  • Wicklein: "Bio Nürnberger Mini-Elisen-Lebkuchen schokoliert" 4,79 Euro für 150 Gramm (31,93 Euro pro Kilogramm)
  • Lebkuchen-Schmidt: "Elisen-Schnitten gemischt" 3,90 Euro für 125 Gramm oder fünf Stück (31,20 Euro pro Kilogramm)

Insgesamt kommt man auf einen Preis von 12,16 Euro für etwa ein Kilogramm Lebkuchen. Damit ist es auch günstiger, die Lebkuchen selbst zu backen.

Das Fazit: Obwohl die Preise für Plätzchen-Zutaten durch die Inflation zum Teil gestiegen sind, lohnt es sich finanziell immer noch, die Weihnachtsplätzchen in diesem Jahr zu backen - und selber gemacht schmeckt's doch auch besser.

Tipps zum Energiesparen beim Plätzchenbacken

Stefan Schleszies, Energieberater bei eza! gibt Tipps, wie Sie beim Plätzchenbacken Energie sparen können:

  • Am besten durchlaufend viele Plätzchen backen und nicht alle Sorten einzeln. Also: Den Backofen einmal aufheizen und dann durchbacken.
  • Sie müssen den Backofen nicht unbedingt vorheizen. Das ist in der Regel nur bei Biscuit nötig. Beim Plätzchenbacken können Sie sich das Vorheizen sparen.
  • Nutzen Sie Umluft, wenn Ihr Backofen diese Einstellung hat. Bei Umluft wird weniger Energie benötigt, weil das Backgut besser von der heißen Luft umströmt wird und weniger Temperatur benötigt wird. Meist reichen bei Umluft 10 bis 20 Grad weniger als bei Ober-Unterhitze.
  • Den Backfortschritt nach Möglichkeit durch die Scheibe überprüfen und nicht den Backofen jedes Mal aufmachen.
  • Vor dem Öffnen der Backofentür die Umluft ausschalten. Sonst wird unnötig warme Luft in die Küche geblasen.

Die Zusatztipps zur Backofen-Nutzung:

  • Die Selbstreinigung des Backofens verbraucht enorm viel Strom.
  • Einzelne Brötchen lassen sich auch in einer Heißluftfriteuse aufbacken, wenn man eine hat.

Anm. d. Redaktion: Da es auf dem Markt viele verschiedene Lebkuchen in unterschiedlichen Größen, mit verschiedenen Zutaten und Aromen gibt, ist der Preisvergleich bei Lebkuchen nicht so einfach wie bei Vanillekipferl oder Zimtsternen. Alle Preisangaben ohne Gewähr (Stand: 21. November 2022).

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