Wildcamping-Fälle im Allgäu

Polizei ertappt mehrere Wildcamper am Schwansee und Hegratsrieder See

Der Schwansee ist nicht nur bei Tagesausflüglern beliebt: Auch nachts entdeckt die Polizei dort immer wieder Wildcamper und Wildparker.

Der Schwansee ist nicht nur bei Tagesausflüglern beliebt: Auch nachts entdeckt die Polizei dort immer wieder Wildcamper und Wildparker.

Bild: Benedikt Siegert

Der Schwansee ist nicht nur bei Tagesausflüglern beliebt: Auch nachts entdeckt die Polizei dort immer wieder Wildcamper und Wildparker.

Bild: Benedikt Siegert

Die Polizei spürt regelmäßig Wildcamper und -parker in den Allgäuer Naturschutzgebieten auf. Diesmal am Schwansee und Hergratsrieder See.

Der Schwansee ist nicht nur bei Tagesausflüglern beliebt: Auch nachts entdeckt die Polizei dort immer wieder Wildcamper und Wildparker.
Von Allgäuer Zeitung
17.09.2020 | Stand: 12:55 Uhr

 In der Nacht auf Donnerstag (17. September) hat die Polizei Füssen mehrere Fahrzeuge aufgespürt, die unerlaubt im Landschaftsschutzgebiet am Hegratsrieder See und Schwansee parkten. Die Betroffenen müssen laut Polizei nun ein Bußgeld zahlen.

Die Beamten weisen in diesem Zuge darauf hin, dass dort nur auf den vorgesehenen Parkflächen und nur in der Zeit von 7 Uhr bis 21 Uhr geparkt werden darf.

 

Die jüngsten Wildcamper- und Wildparker-Fälle im Allgäu:

  • 16. September 2020: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (16. September) hat die Polizei am Ufer des Forggensees im Landschaftsschutzgebiet ein Zelt mit zwei schlafenden Männern entdeckt. Die zwei 23-Jährigen stellten nach Angaben der Beamten Tische auf und ließen ihren Müll auf dem Boden liegen. Sie räumten nach Aufforderung der Polizei den Zeltplatz auf. Anschließend erteilten ihnen die Polizisten einen Platzverweis. Die beiden wurden angezeigt und sie müssen ein dreistelliges Bußgeld bezahlen.
  • 9. September 2020: Am Mittwoch haben Polizisten bei Bad Hindelang acht Autos im Naturschutzgebiet im Hintersteiner Tal entdeckt. Laut den Beamten parkten die Autos dort ohne Genehmigung. Die Fahrer werden nun angezeigt und müssen zudem ein hohes Bußgeld zahlen.
  • 8. September 2020: Schon wieder hat die Polizei im Königswinkel Wildcamper entdeckt. Mehrere Personen übernachteten laut Polizei in Autos und Wohnmobilen am Dienstag (8. September) bei Rieden am Forggensee. Die Fahrzeuge waren nach Angaben der Polizei verbotenerweise im Landschaftsschutzgebiet, in direkter Seenähe, geparkt. Laut Polizei wird das Landratsamt Marktoberdorf die Camper nun anzeigen.
  • 6. September 2020: Am Sonntagmorgen haben Füssener Polizisten bei Naturschutzkontrollen im Bereich des Landschaftsschutzgebiets Forggensee insgesamt vier Verstöße gegen das Bayerische Naturschutzgesetz festgestellt. Die Wildcamper übernachteten laut Polizei jeweils in ihren Wohnmobilen verbotswidrig im Landschaftsschutzgebiet. Sie werden nun angezeigt und müssen ein Bußgeld zahlen.
  • 6. September 2020: Von Samstag auf Sonntag hat die Allgäuer Polizei elf Wildcamper im Königswinkel erwischt. In Osterreinen bei Rieden am Forggensee und am Schwansee in Schwangau schliefen jeweils drei Menschen auf gesperrten Parkplätzen in ihren Autos. Im Schwanenseepark entdeckten Beamte gleich fünf Wildcamper. Die Polizei zeigte alle elf Menschen nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz an. 
  • 3. September 2020: Fünf Personen und zwei Autos hat die Füssener Wasserschutzpolizei am Donnerstagnachmittag (3. September) am Ostufer des Forggensee bei Halblech entdeckt. Die fünf Personen hielten sich laut Polizei unerlaubt im Landschaftsschutzgebiet auf, um dort ein privates Musikvideo zu drehen. Zwei Menschen aus der Gruppe werden nach Angaben der Polizei nun nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz angezeigt.
  • 2. September 2020: Am frühen Mittwochnachmittag hat man die Polizei Füssen über einen Falschparker im Landschaftsschutzgebiet informiert. Die Beamten fanden vor Ort direkt am Ufer ein Auto in der Wiese parkend vor. Der Fahrer konnte laut Polizei nicht in unmittelbarer Nähe angetroffen werden, weshalb die Polizisten einen Hinweiszettel am Auto hinterließen. Der 63-jährigen Mann wird nun wegen Verstoßes gegen das Bayerische Naturschutzgesetz angezeigt.
  • 19. August 2020: Am Mittwochnachmittag hat die Polizei erneut Fahrzeuge in den Oberstdorfer Seitentäler entdeckt, die dort ohne Berechtigung geparkt waren. Laut Polizei werden die Verantwortlichen nach dem Naturschutzrecht angezeigt. Fünf Personen mussten ein Verwarnungsgelder in Höhe von 25 Euro zahlen, da sie nach Angaben der Polizei die Sperrzeichen missachtet hatten.
  • 11. August 2020: Eine Gruppe von Urlaubern hat die Polizei am Dienstagmorgen im Uferbereich des Bannwaldsees kontrolliert. Die Gruppe hatte nach Angaben der Polizei wohl mehrere Tage mit ihren Kindern am Seeufer übernachtet. Der Bereich, wo die Zelte aufgestellt waren und sich eine Kochstelle befand, liegt gleich in zwei Schutzgebieten. Alle Erwachsenen müssen laut den Beamten nun ein empfindlich hohes Bußgeld bezahlen.
  • 11. August 2020: Im Bereich des Hergatsrieder Sees hat die Polizei  bei Naturschutzkontrollen drei Fahrzeuge aufgespürt. Laut der Polizei ignorierten die Wildparker die offensichtliche die Beschilderung und fuhren in den gesperrten Bereich des Landschaftsschutzgebietes. In der Nacht auf Mittwoch stellten die Beamten dann noch weitere sieben Fahrzeuge im Bereich Rieden am Forggensee fest.
  • 9. August 2020:   Am Sonntagmorgen hat die Füssener Polizei ein Zelt am Südufer des Weißensees entdeckt. Zwei Männer verbrachten laut Polizei dort ihr Wochenende. Da dort ein Landschatzschutzgebiet ist, verstießen beide gegen das Campierverbot. Beide werden nach Angaben der Polizei angezeigt und sie erwartet eine Geldbuße. Das Zelt mussten die Camper abbauen.
  • 5. August 2020:  Bei der „Seeschaukel“ am Alatsee entdeckte die Polizei ein campendes Paar in einem Zelt im Landschaftsschutzgebiet. Auch am Schwansee bei Schwangau ertappte die Polizei Camper, die verbotenerweise in ihren Autos im Landschaftsschutzgebiet übernachteten. Beide Camper-Gruppen werden angezeigt.
  • 5. August 2020: Die Polizei sucht Zeugen, nachdem Wildcamper im Haldertobel randaliert haben.
  • 2. August 2020: Am Südufer des Bannwaldsees bei Schwangau entdeckte die Polizei Wildcamper im Naturschutzgebiet. Eine Familie hatte dort mehrere Zelte aufgeschlagen.
  • 1. August 2020: In der Nacht von Samstag auf Sonntag entdeckte die Polizei in der Nähe des Hegratsrieder Weihers bei Halblech (Ostallgäu) erneut einige Autos und Wohnmobile, die verbotenerweise dort parkten. Insgesamt wurden 22 Fahrzeuge verwarnt oder angezeigt, weil sie entweder verbotswidrig parkten oder im Fahrzeug übernachtet wurde. 
  • 31. Juli 2020: In der Nacht auf Freitag stellte die Polizei rund um den Forggensee und bei Oberstdorf erneut zahlreiche Verstöße nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz fest. Hauptsächlich handelte es sich um Autos und Wohnmobile, die in die umliegenden Landschaftsschutzgebiete fuhren.
  • 29. Juli 2020: In der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Nähe des Hegratsrieder Weihers bei Halblech entdeckte die Polizei erneut einige Autos und Wohnmobile, die entgegen der gültigen Beschilderung abgestellt wurden. Insgesamt wurden 22 Fahrzeuge verwarnt oder angezeigt, weil sie entweder verbotswidrig geparkt haben oder im Fahrzeug campiert wurde. 
  • 29. Juli 2020: Am Mittwoch kontrollierten Füssener Beamte in Landschaftsschutzgebieten. Wieder entdeckten sie Wildcamper, diesmal am Hegratsrieder See und dem Schwansee
  • 24. Juli 2020: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag erwischte die Polizei schlafende Urlauber auf einem Parkplatz in Schwangau. Laut der Polizei Füssen befand sich der Parkplatz in einem Landschaftsschutzgebiet. Dort ist es verboten, nachts zu parken. Die Urlauber wurden geweckt und ihnen wurde ein Platzverweis erteilt. Sie werden nun nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz angezeigt. 
  • 21. Juli 2020: Bei Hinterstein (Oberallgäu) erwischten Polizisten auf ihren Streifen mehrere Wildcamper erwischt. Diese hatten umfangreiche Camping-Ausrüstung aufgebaut. Sie wollten dort auch grillen.
  • 16. Juli 2020: Mehrere Wildcamper entdeckte die Polizei im Ober- und Ostallgäu. Betroffen waren mal wieder die Plätze am Schrecksee und Forggensee.
  • 12. Juli 2020: Bei Füssen und Oberstdorf gab es erneut Probleme mit Wildcampern.  Sie parkten in Schutzgebieten und hatten Drogen und Waffen.
  • 4. Juli 2020: Urlauber zelten unerlaubt an der Ostrach in Hinterstein. Wildcamper und Falschparker wurden im Naturschutzgebiet bei Schwangau aufgespürt.
  • 23. Juni 2020: Die Füssener Alpinpolizei führte Kontrollen in den Ammergauer Alpen durch. Zehn Personen wurden beim Zelten erwischt.
  • 07. Juni 2020: Ostallgäuer Beamte entdeckten Wildcamper im Königswinkel. Mehrere Menschen übernachteten im Landschaftsschutzgebiet.

 

Wildcampen ist im Allgäu verboten

Immer wieder erwischen Polizisten oder Ranger Menschen, die in der Natur zelten oder mit dem Wohnmobil campieren. Regelmäßig sind die Beamten Wildcampern im Allgäu auf der Spur. Die Polizei betont: Das Campen in Landschaftsschutzgebieten ist grundsätzlich untersagt. Das Parken ist nur auf ausgewiesenen Parkplätzen gestattet - was beim Übernachten im Allgäu erlaubt ist und was nicht, erfahren Sie hier.

 

Seit Corona-Krise noch mehr Touristen im Allgäu

Seit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lockerungen zieht es viele Touristen ins Allgäu. Urlaub im Allgäu ist immer beliebter, Wanderer strömen in die Berge. Beliebte und überlaufene Ausflugsziele sind beispielsweise Rubihorn und Gaisalpsee. Ehrenamtlichen Wegewarten wie Luis Heinze vom DAV Oberstdorf bereiten die Unmengen an Wanderern in den Allgäuer Bergen nicht nur Sorgen, sondern auch deutlich mehr Arbeit: „Das Problem ist, dass die Wanderer keine Grenzen mehr kennen. Würden sie nur zwischen sieben und 20 Uhr wandern gehen, wäre das kein Problem. Aber mittlerweile laufen die um drei Uhr nachts dort hoch, um den Sonnenaufgang zu bestaunen oder sind bis um 22 Uhr abends am Gipfel, um den Sonnenuntergang zu sehen. Manche schlagen hier sogar ihr Nachtlager auf. Durchgehend ist da oben jetzt Trubel“, beschreibt Wegewart Heinze die Lage. Eine Multimedia-Reportage über den Wegwart finden Sie hier.

 

Mit diesen Tipps schützen Sie die Natur in den Allgäuer Bergen 

  • Nachhaltig anreisen
  • Müll bekämpfen 
  • Lärm vermeiden 
  • Pflanzen schonen
  • Drohnen daheimlassen
  • Hunde anleinen
  • Wege beachten
  • Keine Lagerfeuer, kein Biwakieren
  • Naturschützer unterstützen

 

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