Allgäu

Polizei kontrolliert verstärkt Straßen und Plätze

Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Ausgangssperre.

Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Ausgangssperre.

Bild: Ralf Lienert

Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Ausgangssperre.

Bild: Ralf Lienert

Wer die Ausgangsbeschränkungen missachtet, dem droht ein Bußgeld bis zu 25. 000 Euro. Die Polizei kontrolliert verstärkt.
24.02.2021 | Stand: 12:54 Uhr

Wegen der gestern von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angekündigten Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise sind die Beamten des Polizei-Präsidiums Schwaben Süd/West am Wochenende verstärkt im Allgäu unterwegs. Die Streifen kontrollieren schwerpunktmäßig öffentliche Plätze, Grünanlagen, Parks, Spielplätze und Skate-Anlagen. Denn Ansammlungen von mehreren Menschen in der Öffentlichkeit sind aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus untersagt. Die Ordnungshüter überprüfen auch Gaststätten und jene Läden, die geschlossen bleiben müssen.

„Wir sind am Wochenende und in den folgenden Tagen mit mehr Beamten als sonst auf Streife unterwegs“, sagte am Freitagabend Polizeisprecher Dominic Geißler. Mit wie vielen Polizeibeamten das Präsidium in Allgäuer Städten und Gemeinden konkret nach dem Rechten schaut, sagte Geißler allerdings nicht. Auf jeden Fall werden die örtlichen Polizei-Inspektionen mit Kräften der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Ziel der Kontrollen ist es, die Infektionskette bei der Corona-Pandemie zu unterbrechen. Deshalb sollen die Menschen Abstand voneinander halten, soziale Kontakte auf das Nötigste beschränken und sich nun auch nicht in der Öffentlichkeit treffen. „In den vergangenen Tagen waren solche Picknicks und Partys in den Parks zwar auch schon untersagt, aber nicht sanktioniert“, sagt Geißler. Der Unterschied nun seit der Nacht zu Samstag, Null Uhr: Wer jetzt beim Feiern im Freien erwischt wird, muss mit einem Bußgeld bis zu 25 000 Euro rechnen.

Bisher 170 Corona-Einsätze

Menschenansammlungen, Gaststätten und Geschäfte kontrolliert hat die Polizei bereits in den vergangenen drei Tagen. „Wir hatten etwa 170 Einsätze mit Corona-Bezug“, sagte Geißler. Bei den angetroffenen Gruppen habe es sich meist um Jugendliche gehandelt. 74 Menschen seien aufgefordert worden, die Treffen sofort zu beenden. Die meisten Angesprochenen hätten dies auch befolgt. Allerdings musste die Polizei auch 14 Platzverweise von uneinsichtigen und meist alkoholisierten Personen aussprechen. Des Weiteren gab es Anzeigen gegen die Betreiber von vier Gaststätten, welche die bis gestern noch geltenden Schlusszeiten (15 Uhr) überschritten hatten. Ferner eine Anzeige gegen einen Ladenbesitzer, der nicht mehr hätte aufhaben dürfen.

Auch im württembergischen Allgäu, in den Städten Wangen, Isny und Leutkirch, war in den vergangenen Tagen mehr Polizei als üblich unterwegs, um zu überprüfen, ob der Infektionsschutz eingehalten wird. „Vereinzelt sind manche nach wie vor wenig einsichtig“, sagte Markus Sauter, Sprecher des Polizeipräsidiums Ravensburg.

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