Grenzgebiet und Flughafen Memmingen

Schleierfahnder wollen am Wochenende gezielt Reiserückkehrer kontrollieren

Wer im Auslandsurlaub war, muss bei der Rückkehr nach Bayern einen Corona-Test haben oder machen. Erste Stichproben zeigen: Kaum jemand hält sich daran. Dieses Wochenende wird nun verstärkt kontrolliert.

Wer im Auslandsurlaub war, muss bei der Rückkehr nach Bayern einen Corona-Test haben oder machen. Erste Stichproben zeigen: Kaum jemand hält sich daran. Dieses Wochenende wird nun verstärkt kontrolliert.

Bild: Tobias C. Köhler, dpa (Archiv)

Wer im Auslandsurlaub war, muss bei der Rückkehr nach Bayern einen Corona-Test haben oder machen. Erste Stichproben zeigen: Kaum jemand hält sich daran. Dieses Wochenende wird nun verstärkt kontrolliert.

Bild: Tobias C. Köhler, dpa (Archiv)

Wer im Auslandsurlaub war, muss bei der Rückkehr nach Bayern einen Corona-Test haben oder machen. Erste Stichproben zeigen: Kaum jemand hält sich daran.
Von Allgäuer Zeitung
07.01.2021 | Stand: 21:28 Uhr

Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Bayern einreist, muss nach den aktuellen Corona-Regeln schon bei der Einreise einen aktuellen, negativen Test vorweisen, oder umgehend innerhalb von 48 Stunden zum Testen gehen. Das Testergebnis ist dann innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise dem zuständigen Gesundheitsamt vorzulegen - so jedenfalls die Vorgaben.

Aber halten sich die Menschen auch tatsächlich daran? So ganz scheint die Politik nicht daran zu glauben. Ende Dezember kündigte Bayerns Innenminister Herrmann jedenfalls verschärfte Kontrollen bei Reiserückkehrern an. "Um auch den Unbelehrbaren auf die Schliche zu kommen, habe ich verstärkte Kontrollen der Bayerischen Grenzpolizei angeordnet“, sagte Herrmann.

In den vergangenen Tagen waren nun Polizeibeamte im Rahmen der Schleierfahndung verstärkt im grenznahen Raum und an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen unterwegs und kontrollierten, ob Einreisende die Corona-Bestimmungen tatsächlich einhalten.

In der Zeit vom 29. Dezember bis 3. Januar überprüften die Beamten der Bundespolizei nach eigenen Angaben fast 10.000 Rückreisende an den beiden Flughäfen und im Grenzgebiet, so die Polizei jetzt in einer Mitteilung.

Ergebnis: Nur rund 1.400 Reiserückkehrer konnten tatsächlich einen negativen Test vorlegen.

Polizei meldet Reiserückkehrer an die Gesundheitsämter

1.300 Reisende, die weder einen negativen Test noch eine digitale Einreiseanmeldung vorweisen konnten, wurden von den Grenzpolizisten deshalb an die Gesundheitsbehörden gemeldet. Diese sollen nun überwachen, dass die Betroffenen tatsächlich zum Corona-Test gehen. Daneben gilt für die Betroffenen eine mehrtägige Quarantänepflicht: Sie müssen sich unmittelbar nach der Einreise in die eigene Wohnung oder eine geeignete Unterkunft begeben und sich dort für zehn Tage isolieren. Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch einen negativen Test beendet werden.

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Die Polizei kündigte an, die Zahl ihrer Stichprobenkontrollen in den kommenden Tagen zu erhöhen. Vor allem an diesem Wochenende seien angesichts des zu erwartenden starken Rückreiseverkehr verstärkt Schleierfahnder an den Flughäfen und im Bereich der Grenze zu Österreich unterwegs, hieß es.