Königsschlösser Füssen

Das Allgäuer Märchenschloss: Fakten rund um Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein bei Füssen ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen im Allgäu.

Schloss Neuschwanstein bei Füssen ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen im Allgäu.

Bild: Benedikt Siegert

Schloss Neuschwanstein bei Füssen ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen im Allgäu.

Bild: Benedikt Siegert

Das Schloss Neuschwanstein ist die Touristen-Attraktion im Allgäu. Das liegt auch an den Mythen um das Schloss. Fakten zu Geschichte, Tickets und Corona-Regeln.
15.07.2021 | Stand: 14:10 Uhr

Es ist eines der beliebtesten Ausflugsziele, wenn nicht sogar der Top-Favorit im Allgäu: Schloss Neuschwanstein. Ob es an der prachtvollen Bergkulisse außenrum liegt oder den Mythen, die sich um das Prunkschloss von König Ludwig II. ranken, klar ist: Das Schloss fasziniert Besucher von nah und fern.

Besonders bei asiatischen Touristen ist Neuschwanstein ein beliebtes Ausflugsziel. Mittlerweile genießt es weltweit Kultstatus: Angeblich soll auch das Disney-Logo von Neuschwanstein inspiriert sein. Auch auf Social Media ist Füssen - "Heimatort" der Königsschlosser - der Star im Allgäu. "Heimatort", denn eigentlich gehört das Schloss offiziell zur Gemeinde Schwangau.

Fakten zu Schloss Neuschwanstein in Füssen im Allgäu

Der Grundstein für Neuschwanstein wurde am 5. September 1869 gelegt. Erst 2019 entdeckten Kriminaltechniker, wo genau dieser Stein sich befand - und einige historisch spannende Relikte. Es dauerte über 20 Jahre, bis Schloss Neuschwanstein fertig war - nicht einmal Ludwig selbst hat das Schloss je komplett gesehen. Frühe Fotografien dokumentieren den Baufortschritt.

Geplant als großes Märchenschloss kommt Neuschwanstein jedoch auch eine tragische Rolle im ganzen Ludwig-Mythos zu. Hier wurde der König im Jahr 1886 verhaftet, kurz darauf folgte sein Tod im Starnberger See, um den sich bis heute Gerüchte ranken. 2020 wäre er 175 Jahre alt geworden.

Zahlen zu Schloss Neuschwanstein

  • Etwa 1,3 Millionen Gäste besuchen Schloss Neuschwanstein pro Jahr. Im Corona-Jahr 2020 dürften es allerdings deutlich weniger sein.
  • Tagesgäste geben im Schnitt 30 Euro dort aus.

Bereits nach Ludwigs sagenumwobenen Tod haben 18.000 Menschen die königlichen Gemächer angeschaut, sagte der ehemalige Kastellan Josef Enzensberger einmal. Den absoluten Höhepunkt an Besuchermassen erlebte der 68-Jährige nach dem Fall der Mauer Anfang der 90er Jahre. 1,4 Millionen Menschen wurden damals pro Jahr durch das Schloss geschleust.

Bilderstrecke

Fakten, Zahlen, Fotos: Das ist Schloss Neuschwanstein im Allgäu

Lesen Sie auch
##alternative##
Tipps: Sehenswürdigkeiten Füssen

Lebendige Geschichte vor malerischer Kulisse: Das sind die Sehenswürdigkeiten Füssens

Heute sind die Zahlen ähnlich, obwohl die Ticketpreise gestiegen sind.

Das kosten Tickets für Schloss Neuschwanstein

  • Erwachsene: 15,50 Euro; ermäßigt: 14,50 Euro - wegen des Coronavirus sind diese Tickets aktuell nur online erhältlich.
  • Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren war der Eintritt bis 2020 frei - ab 2021 kostet das Ticket für Menschen unter 17 Jahren 2,50 Euro.
  • Behinderte Menschen, deren Begleitpersonen und Ehrenamtliche können das Schloss zu einem ermäßigten Preis besichtigen. Details finden Sie hier.

Wichtig ist allerdings: Jede Eintrittskarte gilt für eine Schlossführung zu einer bestimmten Zeit.

Das sind die Öffnungszeiten von Schloss Neuschwanstein

  • April bis 15. Oktober: 9 bis 18 Uhr
  • 16. Oktober bis März: 10 bis 16 Uhr
  • täglich geöffnet außer am 1. Januar sowie am 24., 25. und 31. Dezember

Das gilt in Corona-Zeiten in Schloss Neuschwanstein

Die Coronakrise trifft allerdings auch die Touristen-Attraktion. Schloss Neuschwanstein ist derzeit geöffnet, allerdings gelten bestimmte Regeln:

  • Wer Neuschwanstein momentan besichtigen will, muss an einer Führung teilnehmen. Die Gruppengrößen sind aufgrund der Corona-Regeln deutlich kleiner als üblich.
  • Eintrittskarten für Schloss Neuschwanstein gibt es nur online unter www.hohenschwangau.de.
  • Es kommt zu Wartezeiten und gewissen Einschränkungen wie geänderten Wegeführungen oder Raumschließungen.
  • Der Multivisionsraum und der Aufzug im Schloss stehen derzeit leider nicht zur Verfügung, informiert die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung. Der Innenhof kann momentan nur im Rahmen einer Schlossführung besichtigt werden.
  • Außerdem gelten die aktuellen Corona-Regeln in Bayern.

Besonders beliebt bei Touristen ist auch die Marienbrücke - sie gilt als perfekter Foto-Hotspot, denn von dort hat man das Schloss direkt in seiner ganzen Pracht vor Augen. Aktuell ist die Marienbrücke allerdings gesperrt. Bis 2022 wird die Brücke saniert.

Bilderstrecke

Hinter den Kulissen von Neuschwanstein