Schülermedientag 2021

Allgäuer Journalisten klären beim Schülermedientag über Fake News auf

Die beiden Redaktionsmitglieder der Allgäuer Zeitung, Lena Lingg und Benjamin Schwärzler, informierten Schüler aus ganz Bayern beim Schülermedientag 2021 zum Thema Fake News.

Die beiden Redaktionsmitglieder der Allgäuer Zeitung, Lena Lingg und Benjamin Schwärzler, informierten Schüler aus ganz Bayern beim Schülermedientag 2021 zum Thema Fake News.

Bild: Mediaschool Bayern

Die beiden Redaktionsmitglieder der Allgäuer Zeitung, Lena Lingg und Benjamin Schwärzler, informierten Schüler aus ganz Bayern beim Schülermedientag 2021 zum Thema Fake News.

Bild: Mediaschool Bayern

Wieso sind Fake News so gefährlich? Das war eine zentrale Frage, die AZ-Journalisten vor etwa 140 Klassen beim Schülermedientag 2021 klärten.
07.05.2021 | Stand: 15:16 Uhr

Wie geht man mit Fake News um? Und warum verbreiten sich diese so schnell? Solche Themen stehen auf dem Programm der Schülermedientage, die in dieser Woche stattfinden. Jugendliche haben die Möglichkeit, mit Medienexperten online in Kontakt zu treten. Beim Thema Fake News haben am Donnerstag unsere Redaktionsmitglieder Lena Lingg und Benjamin Schwärzler etwa 140 Schulklassen einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Sie werden immer wieder mit Fake News konfrontiert und konnten so den Schülern wichtige Tipps zum Umgang mit falschen Nachrichten geben .

„Fake News können jeden treffen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man damit umgeht“, sagte Schwärzler. Es gebe mehrere Arten: „Die einen wollen nur einen Scherz machen, andere damit Geld verdienen. Und es gibt solche, die andere manipulieren wollen.“ Dies geschehe auch durch Bilder und Videos.

Seriöse Medien betrachten alle Blickwinkel

Als Beispiel führten die beiden die Corona-Demonstration in Kempten an. In den Sozialen Medien seien teilweise Videos zu sehen gewesen, die durch Zusammenschnitte nur die Vorgehensweise der Polizei in den Vordergrund gestellt hätten. „Das ergibt dann natürlich ein komplett falsches Bild von der Realität“, sagte Lingg. „Hier haben seriöse Medien die Aufgabe, Klarheit zu schaffen und alle Blickwinkel zu betrachten“, fügte Schwärzler hinzu. Ein weiteres Thema des 60-minütigen Livetalks war, wie man Fake News von seriösen Nachrichten unterscheiden kann. „Wenn man unsicher ist, dann ist der gesunde Menschenverstand das A und O. Und man sollte sich immer fragen, ob eine Nachricht überhaupt wahr sein kann“, sagte Schwärzler.

Fake News spielen mit Emotionen

Viele Schüler wollten wissen, weshalb sich Fake News so schnell verbreiten: Das liege zumeist an reißerischen Überschriften, antwortete Lingg. „Die Verbreiter von Fake News wollen die Menschen auf einer emotionalen Ebene ansprechen. Deshalb sind falsche Nachrichten oft populärer als seriöse.“ Vor allem für politische Meinungsmache seien Fake News ein beliebtes Mittel. „Dadurch können leider erhebliche Schäden entstehen“, sagte Lingg. Ein Grund für die enorme Reichweite von Fake News seien die Sozialen Medien. „Früher musstest du mit deinem Namen geradestehen. Heute kannst du online deine Meinung anonym verbreiten“, sagte Schwärzler. Die Hürde, Fake News zu erzeugen, sei viel niedriger geworden: „Mit einem Klick kannst du nun mal alles weiterleiten.“

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Die Schülermedientage werden vom bayerischen Verlegerverband in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und der Mediaschool Bayern angeboten.

Tipps, um nicht auf Fake News hereinzufallen:

  • Hinterfragen, ob die Nachricht realistisch sein kann.
  • Authentizität: Woher stammt die Nachricht? Ist die Quelle seriös?
  • Fake-Accounts: Ist der Account verifiziert? Erkennbar durch blauen Haken in Sozialen Medien.
  • Verfasser: Wer hat die Nachricht ursprünglich verfasst?
  • Andere Medien: Wird die Nachricht auch von anderen, seriösen Medien geteilt? Mit den Nachrichten der großen Medienhäuser und Lokalzeitungen vergleichen.
  • Freunde und Eltern: können auch hilfreiche Ansprechpartner sein. Im Austausch erfährt man oft schnell, ob es sich um Fake News handelt.
  • Nicht weiterverbreiten: Handelt es sich um Fake News, nicht mehr weiterleiten oder teilen.