Öffnungen im Corona-Lockdown

Shoppen gehen nach Monaten im Lockdown: Wo das im Allgäu ab Montag möglich ist

Vielerorts öffnen ab Montag Einzelhändler und Galerien wieder im Allgäu - je nach Sieben-Tage-Inzidenz können Einkaufende mit oder ohne Termin vorbei kommen.

Vielerorts öffnen ab Montag Einzelhändler und Galerien wieder im Allgäu - je nach Sieben-Tage-Inzidenz können Einkaufende mit oder ohne Termin vorbei kommen.

Bild: Ralf Lienert (Archivfoto)

Vielerorts öffnen ab Montag Einzelhändler und Galerien wieder im Allgäu - je nach Sieben-Tage-Inzidenz können Einkaufende mit oder ohne Termin vorbei kommen.

Bild: Ralf Lienert (Archivfoto)

Niedrige Sieben-Tage-Inzidenzen ermöglichen im Allgäu erste Corona-Öffnungen im Einzelhandel. Aber nicht überall ist Einkaufen wieder möglich. Ein Überblick.
07.03.2021 | Stand: 17:48 Uhr

Steigende Corona-Infektionszahlen verhindern, dass ab Montag in der Region der Einzelhandel flächendeckend öffnet. Einfach mal shoppen gehen ist nur bei einem 7-Tage-Inzidenzwert von unter 50 pro 100.000 Einwohner möglich. Bei einem Wert zwischen 50 und 100 sind Einkaufen oder ein Galeriebesuch nur nach vorheriger Anmeldung mit Terminvereinbarung erlaubt. So sieht es derzeit in Allgäuer Städten und Landkreisen aus (Stand Sonntag, 7. März, 17 Uhr).

In Kempten öffnen Einzelhandel und Museen, in Kaufbeuren braucht es eine Voranmeldung

  • Kaufbeuren: Der Inzidenzwert ist am Wochenende sprunghaft auf über 50 angestiegen – am Sonntagnachmittag lag er bei 54,1. Zwar dürften der Einzelhandel, die Museen und Galerien dennoch am Montag öffnen, erklärt Oberbürgermeister Stefan Bosse. Aber: „Man kann nicht spontan kommen.“
  • Kempten/Oberallgäu: In beiden Gebietskörperschaften lag der Inzidenzwert in den vergangenen Tagen stabil unter 50. Einzelhandel und Museen dürfen ab Montag wieder öffnen. Einschränkungen müssen allerdings eingehalten werden: Ein Kunde pro zehn Quadratmeter, lautet die Vorgabe. Bei über 800 Quadratmetern Verkaufsfläche gilt sogar: Nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter. Michael Läufle vom Oberallgäuer Landratsamt nennt die Entwicklung „erfreulich“. Mit Blick auf die Disziplin und das Verständnis der Bürger sagt er: „Danke fürs Mitmachen!“

Landrat Alex Eder freut sich auf vorsichtige Öffnungen in Memmingen und dem Unterallgäu

  • Memmingen/Unterallgäu: In der Stadt Memmingen und im Kreis Unterallgäu liegen die Inzidenzwerte seit einigen Tagen um etwa 60. Ab Montag dürfen Menschen dort also Museen und Galerien nach vorheriger Anmeldung besuchen und bei Einzelhändlern mit Termin einkaufen. „Ich freue mich über jede Lockerung, die infektiologisch sinnvoll ist“, sagt Landrat Alex Eder. Dass nun wieder Sport im Außenbereich möglich sei, begrüße er sehr. „Dieses Verbot konnte ich nicht nachvollziehen.“ Schade sei allerdings, dass in Sachen Einzelhandel kaum etwas vorangehe. Anders sieht es da bei Blumenhändler, Baumärkten und Friseuren aus. Sie dürfen in Bayern bereits seit 1. März wieder Kunden empfangen. Wie die restlichen Einzelhändler befanden auch sie sich seit Ende November im erneuten Corona-Lockdown. Der Ansturm war deshalb denkbar groß. Ob bei den Öffnungen von Buchläden, Bekleidungsgeschäften oder Museen wohl ebenso viel Andrang herrscht?

Termin-Shopping in Lindau und dem Ostallgäu bei schwankenden Inzidenzwerten

  • Kreis Lindau: Die Inzidenz im Landkreis Lindau schwankt seit Längerem zwischen 60 und 70. Mit aktuell 67,1 ist der Kreis das Schlusslicht im Allgäu. Das heißt: In Lindau und im Westallgäu ist ab Montag größtenteils nur Termin-Shopping möglich. Die Einzelhändler sehen dies aber zumindest als ersten Schritt an. Weshalb der Landkreis so schlecht dasteht, kann das Landratsamt nicht sagen. „Wir könnten hier nur spekulieren“, sagt Sprecherin Sibylle Ehreiser. Keine wichtige Rolle spielt offenbar die Nähe zu Vorarlberg. Eine Häufung von Neuinfektionen in Bezug auf Grenzpendler oder Grenzgänger kann die Behörde jedenfalls nach eigenen Angaben nicht feststellen. Ein Drittel der Neuinfektionen in der vergangenen Woche gehen auf Mutationen zurück.
  • Ostallgäu: Am Freitag lag das Ostallgäu beim Inzidenzwert noch unter 50 Fällen pro 100 000 Einwohner, seit Samstag darüber. Tendenz: steigend. Vor allem die britische Mutation des Virus ist es laut Landrätin Maria Rita Zinnecker, die immer weiter vordringt. Dass der Einzelhandel nur mit Terminvergabe öffnen darf, sei bedauerlich, zeige aber eine Perspektive auf. Deshalb lautet ihr Appell, jetzt nicht nur den örtlichen Handel zu unterstützen, sondern sich zwingend an alle Hygieneregeln zu halten: „Wir haben weitere Lockerungen selbst in der Hand.“

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