Virusvarianten-Gebiet Tirol

„Sie dürfen nicht rein!“: Noch immer scharfe Grenzkontrollen zwischen Tirol und Allgäu

Corona-Pandemie: Grenzkontrolle Oberjoch

Bundesbeamte kontrollieren in Oberjoch Einreisende aus Tirol. Nur mit negativem Corona-Test und einer Genehmigung geht es weiter.

Bild: Matthias Becker (Archivfoto)

Bundesbeamte kontrollieren in Oberjoch Einreisende aus Tirol. Nur mit negativem Corona-Test und einer Genehmigung geht es weiter.

Bild: Matthias Becker (Archivfoto)

Die Bundespolizei kontrolliert weiterhin scharf die Grenze zu Tirol. Die Einreise aus dem Virusvarianten-Gebiet ist nur in ganz speziellen Fällen erlaubt.
16.03.2021 | Stand: 18:48 Uhr

Knapp 100 Reisende weisen die Bundespolizisten der Kemptener Inspektion täglich an der Grenze zu Tirol ab, weil sie die derzeitigen Voraussetzungen für eine Einreise nicht erfüllen. Das berichtet Sabine Dittmann, Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Kempten. Schon seit dem 14. Februar gilt Tirol als Virusvarianten-Gebiet und bleibt dies vorerst bis einschließlich Mittwoch, 17. März. Deshalb gelten verschärfte Einreiseregeln.

Gründe für eine Abweisung seien laut Dittmann in erster Linie ein nicht vorhandenes negatives Corona-Testergebnis sowie eine fehlende gültige Einreisebescheinigung. Zurückgewiesen werde jedoch jeder, der die Voraussetzungen für eine Einreise aus Tirol nicht erfüllt: Einreisen dürfen unter anderem deutsche Staatsangehörige, Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Mitarbeiter in systemrelevanten Berufen, wie im Gütertransport oder im Gesundheitswesen. Auch Personen, die aus dringenden humanitären Gründen nach Deutschland reisen – sei es der Tod eines Verwandten ersten Grades, die Geburt des eigenen Kindes oder zur unerlässlichen Pflege von Verwandten – dürfen einreisen.

Noch immer scharfe Grenzkontrollen zwischen Tirol und Allgäu: Quarantäne-Pflicht von 14 Tagen

Seit dem 5. März müssen Einreisende aus einem Virusvarianten-Gebiet in Bayern nicht mehr nur zehn, sondern 14 Tage in Quarantäne. Nur in wenigen Ausnahmefällen kann darauf verzichtet werden. Unter anderem gilt das für Fahrer von Gütertransporten. Auch nach einem Aufenthalt, der kürzer als 72 Stunden war, kann auf eine Quarantäne verzichtet werden, wenn beispielsweise „die Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens“ erforderlich ist, lautet es in der Bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung. Auch Pendler, die aus beruflichen Gründen die Grenze regelmäßig passieren müssen, sind bei zwingender Notwendigkeit von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen. (Lesen Sie auch: So erleben deutsch-österreichische Paare die Grenzschließung)

Die Corona-Inzidenzwerte der ans Allgäu angrenzenden österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol sind mittlerweile auf einem ähnlichen Niveau wie die der Allgäuer Kreise: Für Vorarlberg meldet die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 63,2, für Tirol 153,2. Ob Tirol weiter als Virusvarianten-Gebiet gilt, entscheidet sich aller Voraussicht nach noch in dieser Woche.

Lesen Sie dazu auch: Tirol fordert Ende der Grenzkontrollen in Deutschland

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