Polizei warnt

So machen Trickbetrüger in der Corona-Pandemie Kasse

Sie bieten am Telefon falsche Impftermine an oder verkaufen gefälschten Impfstoff an der Haustür: Immer häufiger zocken Betrüger mit der Corona-Pandemie ab.

Sie bieten am Telefon falsche Impftermine an oder verkaufen gefälschten Impfstoff an der Haustür: Immer häufiger zocken Betrüger mit der Corona-Pandemie ab.

Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Sie bieten am Telefon falsche Impftermine an oder verkaufen gefälschten Impfstoff an der Haustür: Immer häufiger zocken Betrüger mit der Corona-Pandemie ab.

Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Sie bieten am Telefon falsche Impftermine an oder verkaufen gefälschten Impfstoff an der Haustür: Immer häufiger zocken Betrüger mit der Corona-Pandemie ab.
18.02.2021 | Stand: 16:05 Uhr

Es ist ein übles Spiel mit der Angst und der Verunsicherung: Die Corona-Pandemie ruft zunehmend auch Betrüger auf den Plan, die versuchen, ihre Mitmenschen um ihr Geld zu bringen. "Opfer dieser perfiden Betrügereien sind dabei meist ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger", berichtet die Polizei.

Vor allem zwei Maschen beobachten die Ermittler in diesen Tagen vermehrt.

Telefonbetrüger rufen bei potenziellen Opfern an und bieten ihnen schnelle Corona-Impftermine an. Dafür müsse allerdings eine "Vorab-Gebühr" gezahlt werden. Die verspochenen Termine kommen dann natürlich selbst bei Zahlung nicht zustande.

Auch direkt vor der Haustür kann ein Betrüger stehen. Denn bei sogenannten "Haustürgeschäften" wird Opfern neuerdings auch angeblicher Impfstoff angeboten. "Zudem geben sich professionelle Betrügerbanden fälschlicherweise als mobile Impfteams oder Mitarbeiter von Pharmakonzernen aus", warnt die Polizei.

Um sich vor Betrug in der Corona-Pandemie zu schützen, sollte man wissen:

  • Impfteams sind derzeit nur in Pflege- und Altenheimen unterwegs.
  • Alle anderen Bürger bekommen Termine über die Hotline 116 117 oder über die Internetseite "www.impfterminservice.de".
  • Impfungen finden aktuell ausschließlich in den zentralen Impfzentren statt.

Gerade das Thema Telefonbetrug beschäftigt die Polizei schon seit vielen Jahren. Oft sitzen die Täter dabei in Callcentern im Ausland. Sie rufen entweder wahllos Telefonnummern durch oder suchen sich in Telefonbüchern gezielt Menschen heraus, die wegen ihrer Namen möglicherweise älter sind. Dann geben sie sich am Telefon als Bekannte oder Verwandte aus und bitten im Verlauf des Gesprächs um Geld.

Auch als angebliche Finanzbeamte oder vermeintliche Polizisten versuchen Betrüger immer wieder, Menschen am Telefon um ihr Geld zu bringen. "Beliebt" sind bei Kriminellen auch falsche Gewinnversprechen. Die Opfer sollen in diesen Fällen eine drei- oder vierstellige Summe herausgeben, um dann angeblich einen richtig hohen Gewinn zu bekommen.

Was tun, wenn man den Verdacht hat, Opfer eines Betrügers zu werden?

  • Bei verdächtigen Anrufen soll das Gespräch sofort beendet werden.

  • Niemals persönliche Daten herausgeben.

  • Keinesfalls Geld überreichen.

  • Niemals fremde Menschen n die Wohnung oder das Haus zu lassen.

  • Im Zweifelsfall sofort die 110 wählen.

Mehr Tipps gibt es auch auf der Seite der Kriminalprävention des Bundes und der Länder.