Corona-Verstöße

Stadl-Stammtisch mit 20 Personen sorgt für Wirbel im Ostallgäu - Wie die Polizei empfangen wurde

Die Polizei musste im Allgäu und in den Nachbarregionen mehrfach wegen Corona-Verstößen ausrücken. Dabei ging es auch um einen Stammtisch in einem Stadl (hier ein Symbolfoto).

Die Polizei musste im Allgäu und in den Nachbarregionen mehrfach wegen Corona-Verstößen ausrücken. Dabei ging es auch um einen Stammtisch in einem Stadl (hier ein Symbolfoto).

Bild: Angelika Warmuth/dpa (Archivfoto)

Die Polizei musste im Allgäu und in den Nachbarregionen mehrfach wegen Corona-Verstößen ausrücken. Dabei ging es auch um einen Stammtisch in einem Stadl (hier ein Symbolfoto).

Bild: Angelika Warmuth/dpa (Archivfoto)

Verstöße gegen die Corona-Verordnungen hielten die Polizei im Allgäu und in den Nachbar-Regionen am Wochenende einmal mehr auf Trab. Eine Übersicht.
15.11.2020 | Stand: 14:52 Uhr

Der Polizei in Kaufbeuren wurde am Samstag telefonisch mitgeteilt, dass sich in einem Stadl in Stöttwang mehrere Personen aufhalten würden. Die Polizei entdeckte in einem Hinterzimmer tatsächlich einen Stammtisch mit insgesamt circa 20 Personen. Laut den Beamten wurde trotz Corona-Krise und Teil-Lockdown weder ein Mund-Nasen-Schutz getragen, noch die Mindestabstände eingehalten. Fast alle "Stammtisch-Brüder" zeigten sich uneinsichtig und belächelten mehrfach die aktuelle Corona-Pandemie.

Corona-Ärger um Stammtisch mit 20 Personen in Stöttwang

Während der Kontrolle wurden teilweise die Personalienangaben verweigert, wobei letztendlich alle Personen durch mehrere Polizeibeamte zweifelsfrei identifiziert werden konnten. Nach einer "Sensibilisierung der Stammtischteilnehmer", wie die Polizei es formuliert, wurde gegen alle Personen nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Geburtstagsgäste prügeln sich - Polizei ahndet auch Corona-Verstöße

Ebenfalls außergewöhnlich verlief ein Einsatz der Polizei in Überlingen (Bodenseekreis). Sie wurde wegen einer Schlägerei alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus: Im Zuge einer Geburtstagsfeier mit sechs Personen aus fünf Haushalten gerieten zwei betrunkene Gäste am Sonntagmorgen gegen 1.50 Uhr in einen heftigen Streit. Ein 20-jähriger Tatverdächtige schlug zunächst mit einer Bierflasche gegen die Schläfe einer 20-jährigen Frau. Dem eingreifenden 24-jährigen Freund der Geschädigten schlug er im Anschluss mit der Faust ins Gesicht. Die stark blutende Geschädigte wurde mit ihrem Freund ins Krankenhaus Überlingen verbracht. Dem Tatverdächtigen wurde ein Platzverweis er erteilt. Er muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Damit nicht genug: Auf alle Beteiligten der Geburtstagsparty kommt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die aktuellen Verordnungen in der Corona-Krise zu.

Mehrere Corona-Verstöße bei privater Verlobungsfeier

Am Samstagabend gegen 22 Uhr wurde die Polizei zu einer "Corona-Party" mit mehreren Personen in Aichstetten (Landkreis Ravensburg) gerufen. In einer Wohnung feierten sieben Personen im Alter von 20 bis 23 Jahren eine Verlobung. Keiner der Feiernden trug einen Mundschutz, wie die Polizei mitteilt. Ein Beteiligter hatte den Beamten gegenüber falsche Personalien angegeben. Ein weiterer wollte seinen Ausweis nicht vorzeigen. Die Feiernden wurden aus der Wohnung verwiesen, was sie nur widerwillig befolgten. Sie erwarten nun mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Corona-Verstößen und falscher Namensangabe. (Lesen Sie auch: Polizei löst Hochzeits-Nachfeier in Memmingen auf)

Und ein Fehl-"Alarm" in Immenstadt

Bereits am Freitag war es im Allgäu zu einem kuriosen Vorfall gekommen: In Immenstadt teilte ein anonymer Anrufer der Polizei am Freitagabend eine illegale Corona-Party mit. Er habe mehrere Leute in der Buchwaldstraße im Ortsteil Rauhenzell gesehen. Die Polizei ging der Sache nach, kam aber bei der Überprüfung vor Ort zu einem ganz anderen Ergebnis: Statt einer Party handelte es sich um "ordnungsgemäße Arbeiten" am Feuerwehrhaus in Rauhenzell.