Handball

Stefan Salger kehrt zu den Eulen zurück

Die erste Bundesligastation von Stefan Salger (rechts) war der TVB Stuttgart. Dort spielte er in der Saison 2017/2018.

Die erste Bundesligastation von Stefan Salger (rechts) war der TVB Stuttgart. Dort spielte er in der Saison 2017/2018.

Bild: Deniz Calagan, dpa

Die erste Bundesligastation von Stefan Salger (rechts) war der TVB Stuttgart. Dort spielte er in der Saison 2017/2018.

Bild: Deniz Calagan, dpa

Der 24-Jährige bricht seine Zelte bei Bundesligist MT Melsungen ab und wagt eine Liga tiefer den Neuanfang. Was den Oberstaufener zu diesem Schritt bewegt.
21.07.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Nach dem Saisonende in der Handball-Bundesliga hat sich Stefan Salger erst einmal Zeit für sich genommen. „Es ging einmal quer durch Deutschland“, sagt der 24-Jährige. Besuche bei der Familie in Oberstaufen sowie bei seinem Bruder Mathias in Senden standen ebenso auf dem Programm wie ein Aufenthalt bei seiner Freundin in Hamburg und ein Abstecher zu Kumpels in Tübingen.

Danach ist Salger wieder kurz in Kassel gelandet – aber dort blieb der 2,07 Meter große Handball-Profi nicht lange. Denn Salger verlässt den nordhessischen Bundesligisten MT Melsungen und wechselt zu den Eulen Ludwigshafen. Für den Rückraumspieler ist es eine Rückkehr in gewohnte Umgebung: Bereits in der 2018/19 lief er für die Eulen auf, die jüngst in die zweite Bundesliga abgestiegen sind. „Für mich geht es einzig und allein darum, wieder Spaß am Handball zu haben und mehr Spielzeit zu bekommen“, sagt Salger.

Starke Konkurrenz bei MT Melsungen

Das war zuletzt bei der MT Melsungen nicht mehr der Fall. „Es bringt mir nichts, wenn ich bei einem Top-Verein bin oder etwas mehr Geld verdiene, aber dafür zu wenig auf dem Feld bin“, sagt Salger. Dass die Konkurrenz – allen voran mit Nationalspieler Kai Häfner auf derselben Position – in Melsungen groß sein würde, das wusste der Oberstaufener schon bei seinem Wechsel im Sommer 2019. „Ich bereue diesen Schritt nicht. Denn ich habe von der Qualität der Mitspieler dort sehr profitiert und mein Können gezeigt, wenn ich die Chance dazu bekommen habe“, sagt Salger.

Stefan Salger hat gute Erinnerungen an Eulen Ludwigsburg

Losen Kontakt nach Ludwigshafen habe es in den vergangenen Jahren immer mal wieder gegeben, mit dem Verein verbindet Salger (124 Bundesliga-Spiele, 188 Tore) ein besonderes Erlebnis. 2019 war der Abstand auf den rettenden Platz 16 vier Spieltage vor Saisonende auf sechs Punkte angewachsen, der Abstieg schien besiegelt. Dann holten die Eulen sieben Punkte aus den letzten vier Spielen und sicherten sich in einem unglaublich spannenden Saisonfinale mit einem Last-Minute-Sieg gegen Minden den Bundesliga-Klassenerhalt. Salger steuerte beim 31:30-Sieg vier Treffer bei. „So etwas prägt dich. Und in den Gesprächen mit den Ludwigshafener Verantwortlichen hatte ich ein gutes Gefühl“, sagt der 24-Jährige. „Ich weiß, dass ich den Spaß am Handball hier wieder finde.“ Dafür hat Salger einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Spielzeit unterschrieben.

Erst Wohnungssuche, dann Vorbereitungsstart

Am Mittwoch, 21. Juli, startete die Vorbereitung auf die Anfang September beginnende Zweitliga-Saison. Bis dahin hatte für Salger die Suche nach einer neuen Wohnung Priorität. Die Eingewöhnung bei den Eulen dürfte wenig Zeit in Anspruch nehmen. „Ich kenne noch viele Spieler, weiß wie das Umfeld tickt. Die Findungsphase wird nicht so lange andauern“, meint Salger. Und für den Wohlfühlfaktor spricht auch, dass der Profi aus dem Allgäu beim Zweitligisten wohl bald wieder mit seiner Lieblingsnummer auflaufen darf. „Ich habe Geschäftsführerin Lisa Heßler direkt geschrieben, ob die Nummer 5 noch frei ist“, sagt Salger. „Die Idee kam mir sofort, und sie meinte nur, dass es sehr gut aussehe.“

Lesen Sie auch
##alternative##
Handball-Landesliga

Mit Mut gegen den „haushohen Favoriten“: Mammutaufgabe für Immenstädter Handballer gegen Allach

Lesen Sie auch: Deutsche Handballer nicht bei Olympia-Eröffnungsfeier - Konzentration auf Spiel gegen Spanien