Radsport

Lisa Brennauer geht bei der WM die Kraft aus

Im WM-Straßenrennen fuhr Lisa Brennauer (rechts) zum dritten Mal in Folge auf Platz neun.

Im WM-Straßenrennen fuhr Lisa Brennauer (rechts) zum dritten Mal in Folge auf Platz neun.

Bild: Oliver Matthys, dpa

Im WM-Straßenrennen fuhr Lisa Brennauer (rechts) zum dritten Mal in Folge auf Platz neun.

Bild: Oliver Matthys, dpa

Die Duracherin Lisa Brennauer wird bei der WM in Belgien Neunte. Der Betzigauer Michael Schwarzmann wechselt den Rennstall.
27.09.2021 | Stand: 17:54 Uhr

Die Duracherin Lisa Brennauer hat bei der Straßenrad-WM in Belgien eine weitere Medaille verpasst. Die Mixed-Weltmeisterin wurde im hart umkämpften Frauen-Rennen Neunte. Die zuvor hochgehandelte Vize-Europameisterin Liane Lippert stieg geschwächt und kränklich bereits vorzeitig aus. „Es war überraschend, dass es Liane nicht gut ging. Sie hatte eigentlich eine super Form, ist eine ganz starke Fahrerin", sagte Brennauer, die beim überraschenden Gold-Coup von Elisa Balsamo aus Italien beste Deutsche wurde. Silber gewann die Niederländerin Marianne Vos. Bronze eroberte im Schlusssprint überraschend Katarzyna Niewiadoma aus Polen.

Die 33 Jahre alte Brennauer machte ihrer Teamkollegin im extrem dicht gedrängten Zielbereich aber auch Mut: „Man hat es nicht in der Hand. Liane kränkelt ein bisschen. Hoffen wir mal, dass sie das schnell wegsteckt. Sie hat noch so viele Weltmeisterschaften vor sich.“

Mit der Teamleistung war Brennauer nicht ganz zufrieden: „Ich hatte persönlich einen guten Tag, leider aber nicht alle aus unserer Mannschaft.“ Das Gesamtresultat ist für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ein eher ernüchterndes, wie auch die Tagesneunte bilanzierte. „Ich denke, dass Platz neun nicht das ist, was wir erreichen wollten und auch konnten.“ Ihr selbst habe am Ende aber einfach die Kraft gefehlt.

Von Oberbayern nach Belgien

Bei der WM in Belgien war der Betzigauer Radprofi Michael Schwarzmann nicht am Start. Dafür wechselt der 30-Jährige nach über zehn Jahren beim Rennstall Bora-hansgrohe zum belgischen Traditionsteam Lotto-Soudal. Damit folgt Schwarzmann seinem Teamkollegen Rüdiger Selig, der seinen Wechsel schon vor mehreren Wochen bekannt gegeben hatte. Beide werden kommende Saison wichtige Helfer für den australischen Top-Sprinter Caleb Ewan. In einer Pressemitteilung der belgischen Mannschaft teilte der Allgäuer mit: „Es ist ein wahr gewordener Traum für ein belgisches Team zu fahren.“ Schwarzmann unterschrieb einen Vertrag bis Ende 2023.

Wechselt zur kommenden Saison das Trikot: Michael Schwarzmann geht von Bora-hansgrohe zu Lotto-Soudal.
Wechselt zur kommenden Saison das Trikot: Michael Schwarzmann geht von Bora-hansgrohe zu Lotto-Soudal.
Bild: Bernd Thissen, dpa

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Michael Schwarzmann verlässt die Komfortzone

Doch bevor er den Dienst bei Lotto-Soudal antritt, wird der gebürtige Kemptener noch bei Bora-hansgrohe gebraucht. Diesen Mittwoch bestreitet Schwarzmann das Eintagesrennen Eurométropole Tour in Belgien. Der Klassiker über 177,6 Kilometer wird bereits der 50. Renntag der Saison für den Radprofi. Sein Team schickt zudem sechs weitere Fahrer auf den hügeligen Kurs. Schwarzmann wird als Helfer für den belgischen Sprinter Jordi Meeus eingesetzt.

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