Polizei

Telefonbetrüger erbeuten erneut Geld - diesmal in Bad Wörishofen

In Bad Wörishofen haben Senioren Telefonbetrügern 300 Euro überwiesen, bevor sie den Schwindel erkannt haben.

In Bad Wörishofen haben Senioren Telefonbetrügern 300 Euro überwiesen, bevor sie den Schwindel erkannt haben.

Bild: Archiv

In Bad Wörishofen haben Senioren Telefonbetrügern 300 Euro überwiesen, bevor sie den Schwindel erkannt haben.

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Mithilfe falscher Gewinnversprechen haben Betrüger eine Seniorin aus Bad Wörishofen um 300 Euro gebracht. Es ist heuer nicht der erste Fall dieser Art.
25.08.2020 | Stand: 12:43 Uhr

Eine ältere Dame aus Bad Wörishofen, die vermeintlich bei einem Preisausschreiben Geld gewonnen hatte, hat am Montag Betrügern 300 Euro überwiesen, bevor sie misstrauisch wurde und zur Polizei ging. Die vermeintlichen Überbringer der guten Nachricht hatten sie angerufen und ihr mitgeteilt, dass sie beim einem Preisausschreiben knapp 40000 Euro gewonnen hätte.

Der Anrufer gab vor, dass der Gewinn persönlich durch einen Geldboten und eine Rechtsanwältin überbracht würde. Für diesen Botengang würden 1000 Euro Kosten anfallen., welche die Seniorin durch eine Gutscheinkarte begleichen sollte.

Ehepaar zuerst nicht misstrauisch

Ihr Ehemann kaufte zunächst Guthabenkarten für 300 Euro. Die Codes wurden dem Anrufer bei einem weiteren Anruf durchgegeben. Erst als der Betrüger darauf bestand, dass auch noch die restlichen 700 Euro bezahlt werden müssten, da sonst der Geldtransport nicht losfahre, wurde das Ehepaar misstrauisch und ging zur Polizei.

Die Beamten haben im Landkreis Unterallgäu und in der Stadt Memmingen 2020 bereits mehr als zwanzig Anrufe mit derselben Masche registriert, fünf davon waren erfolgreich. Dabei entstand insgesamt ein Schaden von 2500 Euro.

Mit solchen oder ähnlichen Verfahrensweisen rufen Betrüger oftmals ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger an. Die Anrufe erfolgen meist aus dem Ausland und sind nicht zurückzuverfolgen.

Erst nach dem Überweisen vermeintlicher Gebühren, Notarkosten oder Steuern soll dann ein nicht existenter Gewinn überbracht werden.

Insgesamt meldeten sich 2020 bislang schon weit mehr als 100 betroffene Personen bei der Polizei, um wegen eines solchen Falles von betrug Anzeige zu erstatten.

Tipps von der Polizei bei Betrugsverdacht

Die Polizei empfiehlt: Vorsichtig sein, kein Geld und keine Gebühren überweisen, keine persönlichen Informationen weitergeben, bei verdächtigen Anrufen einfach auflegen und niemals Geld an unbekannte Personen übergeben.