Betrugsmasche

Telefonbetrug in Weitnau und Füssen: So Verhalten Sie sich richtig

Mithilfe unterschiedlicher Maschen versuchen Telefonbetrüger, an Bankdaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten zu gelangen.

Mithilfe unterschiedlicher Maschen versuchen Telefonbetrüger, an Bankdaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten zu gelangen.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symboldbild)

Mithilfe unterschiedlicher Maschen versuchen Telefonbetrüger, an Bankdaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten zu gelangen.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symboldbild)

Die Fälle von Telefonbetrug im Allgäu häufen sich. Zwei neue Fälle gab es kürzlich in Weitnau und Füssen. Was die Polizei bei Betrug rät.
19.01.2021 | Stand: 12:36 Uhr

Mit unterschiedlichen Maschen versuchen Telefonbetrüger an Geld oder persönliche Daten zu gelangen. Sie geben sich als vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter, Polizisten oder Mitarbeiter von Aktienhandelsfirmen aus. Ihren Opfern erzählen sie Lügengeschichten oder reden so lange auf sie ein, bis sie ihnen ihre Daten preis geben.

Falscher Microsoft-Mitarbeiter

Eine Frau aus Weitnau wurde letzte Woche Opfer eines Telefonbetrügers. Am Donnerstag rief sie gegen 8.30 Uhr ein vermeintlicher Mitarbeiter von Microsoft an. Er behauptete, dass sich ein Trojaner auf dem PC der Frau befinden würde. Damit er den angeblichen Computer-Virus von ihrem PC entfernen konnte, wies er sie an, ein spezielles Programm herunterzuladen. Durch dieses Programm gelang es dem Betrüger, sich Zugriff zu ihrem Computer zu verschaffen.

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Er bestellte über ihre Konten Waren und veranlasste Buchungen über eine Zahlungsplattform im Wert von mehreren hundert Euro. Der Frau gelang es zum Glück, die Bestellungen zu stornieren und das Geld von ihrer Bank zurück zu bekommen. Die Polizei Kempten ermittelt.

Fast 5.000 Euro erbeutet

Auch in Füssen wurde ein Mann Opfer einer Betrugsmasche. Der 68-Jährige erhielt einen Mann von einem Mitarbeiter einer vermeintlichen Aktienhandelsfirma. Im Verlauf des Gesprächs schafften sie es, den Mann dazu zu bringen, ihnen seine Bankdaten zu geben. Später stellte er fest, dass von seinem Konto fast 5.000 Euro abgebucht wurden.

Telefon-Betrug: So verhalten Sie sich richtig

  • Seriöse Unternehmen nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu Ihren Kunden auf. Sollte sich ein vermeintlicher Mitarbeiter melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf.
  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie Bankkonto- Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu einem Kundenkonto heraus.
  • Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren PC zum Beispiel mit der Installation einer Fernwartungssoftware.
  • Sprechen Sie auch mit Verwandten, Bekannten oder Nachbarn über das Phänomen.
  • Seien Sie skeptisch und kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei.