Eishockey

Paukenschlag beim ESV Kaufbeuren: Acht Spieler verlassen den Eishockey-Zweitligisten

Stürmer Tobias Wörle (links) verlässt den ESV Kaufbeuren auf eigenen Wunsch. Ihn soll es aus privaten Gründen zum Liga-Konkurrenten Bad Nauheim ziehen.

Stürmer Tobias Wörle (links) verlässt den ESV Kaufbeuren auf eigenen Wunsch. Ihn soll es aus privaten Gründen zum Liga-Konkurrenten Bad Nauheim ziehen.

Bild: Erwin Hafner

Stürmer Tobias Wörle (links) verlässt den ESV Kaufbeuren auf eigenen Wunsch. Ihn soll es aus privaten Gründen zum Liga-Konkurrenten Bad Nauheim ziehen.

Bild: Erwin Hafner

Nach dem Play-off-Aus in der DEL2 muss der ESV Kaufbeuren sein Team umbauen. Gleich acht Spieler gehen, darunter auch Publikumsliebling Tobias Wörle.
05.05.2021 | Stand: 11:37 Uhr

Paukenschlag beim ESV Kaufbeuren: Ein paar Tage nach dem Ausscheiden aus den Play-offs der DEL 2 im Viertelfinale gegen Freiburg hat der Eishockey-Zweitligist den Abgang von acht Spielern bestätigt. Im Fokus steht dabei, dass mit Denis Pfaffengut, Florin Ketterer und Julian Eichinger gleich drei der vier Top-Verteidiger gehen. Für kommende Saison haben beim ESVK aus der Abwehr nur Tobias Echtler und Sören Sturm einen Vertrag. Der Verbleib Sturms in der Defensive wurde am Dienstag ebenfalls kommuniziert.

Eishockey: Drei der vier Top-Verteidiger verlassen den ESV Kaufbeuren

Dennis Pfaffengut beispielsweise spielte zwar zum Schluss der Saison bärenstark, hatte im Winter aber auch schwächere Phasen. „Ihm würde frischer Wind vielleicht ganz guttun“, sagte Geschäftsführer Michael Kreitl über den 23-Jährigen, der aus der eigenen Jugend kommt. Nach AZ-Infos fiel die Entscheidung bei Pfaffengut, der für den ESVK bis dato 288 Spiele in der DEL 2 absolvierte, bereits Ende 2020. Ketterer und Eichinger seien an den Verein mit dem Wunsch herangetreten, sich innerhalb der Liga verändern zu wollen, ergänzt Kreitl. Schon in den vergangenen Wochen hatte der Manager mehrfach betont, mit Blick auf die Finanzen kein sogenanntes „Race“, also ein Wettbieten um Spieler, eingehen zu können und zu wollen. Ketterer spielt seit 2016 in Kaufbeuren, der gebürtige Füssener Julian Eichinger verlässt die Joker nach drei Spielzeiten. Er hatte zuletzt nach verheilter Handverletzung wieder zu alter Stärke zurückgefunden. In der Saison 2019/20 war er Kapitän. Offen ist die Zukunft von Alex Thiel, weiterer Top-Vier-Verteidiger der Joker.

ESVK: Auch Stürmer Max Lukes spielt nicht mehr für die Joker

Auch Stürmer Max Lukes wird nicht mehr für Kaufbeuren spielen. Lukes hatte eigentlich noch einen Vertrag für die nächste Spielzeit, war aber unzufrieden. Er wurde zuletzt nur noch in den hinteren Reihen eingesetzt. „Wir haben uns geeinigt, dass es dann besser ist, den Vertrag aufzulösen“, sagt Kreitl über den Stürmer, der im Winter 2019/20 aus Bietigheim an die Wertach zurückkehrte. Überraschend kommt der Abschied von Tobias Wörle nach zwei Jahren in seiner Allgäuer Heimat. Der bei den Fans beliebte Füssener spielte die punktbeste Saison seiner Karriere und war und zudem bester deutscher Scorer der Kaufbeurer. Er wird nach AZ-Informationen aus privaten Gründen zum Ligarivalen Bad Nauheim wechseln. Weniger überraschend ist, dass der oft verletzte Verteidiger Jan Bednar nicht mehr zum ESVK-Kader gehören wird. Die Rückkehr von Torwart Benedikt Hötzinger nach Füssen war schon länger abgemacht. Beim Oberligisten hatte der Schlussmann schon im Winter einen entsprechenden Vertrag unterschrieben. Auch Keeper Jan Dalgic ist nach zwei Spielzeiten beim ESVK Geschichte.

Manager Kreitl ist mit neuen Spielern in Gesprächen

Mit neuen Spielern ist Kreitl im Gespräch. „Wir werden nächste Saison eine vernünftige Truppe beisammen haben und dabei unseren Talenten ermöglichen, die nächsten Schritte zu gehen“, sagt er. Bei der Einkaufspolitik werde man also auch künftig Vernunft walten lassen. Dieser Ansatz sei schon in der nun zu Ende gegangenen Saison erfolgreich gewesen. Priorität hat die Verpflichtung zweier neuer Verteidiger. Kreitl spricht aber auch mit den Spielern aus dem aktuellen Kader, deren Zukunft noch unklar ist. Der Manager: „Tendenziell wollen wir alle behalten.“

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