Tourismus im Allgäu

Allgäuer Touristiker hoffen auf Ostern: "Erneuter Lockdown wäre das Schlimmste"

Die Allgäuer Tourismusbranche hofft auf ein gutes Ostergeschäft.

Die Allgäuer Tourismusbranche hofft auf ein gutes Ostergeschäft.

Bild: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa (Symbolbild)

Die Allgäuer Tourismusbranche hofft auf ein gutes Ostergeschäft.

Bild: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa (Symbolbild)

Nachdem die Wintersaison für die Tourismusbranche wohl so gut wie gelaufen ist, hoffen alle Beteiligten auf Ostern. So geht es Allgäuer Tourismus-Unternehmen.
17.02.2021 | Stand: 19:30 Uhr

„Extreme Sorge und auch Angst“ macht sich laut dem Füssener Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier in der Hotel- und Gaststättenbranche breit. „Die Unsicherheit ist groß“, sagt Fredlmeier. Und sie wird offensichtlich mit jedem Tag größer. „Die Wintersaison ist ja praktisch gelaufen, alle hoffen jetzt auf Ostern“, schildert Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. Das Schlimmste wäre, wenn eine dritte Welle mit einem erneuten Lockdown in die Sommersaison fiele, sagt Fredlmeier. Nach einer Umfrage der IHK Schwaben geht zur Zeit jeder vierte Betrieb davon aus, dass sich seine Geschäftslage heuer noch weiter verschlechtern wird. 20 Prozent der Unternehmen im Tourismus bewerten ihren Liquiditätsstatus als existenzbedrohend.

Bisher keine Entschädigungen

Alarm schlagen auch die Kleinvermieter im Allgäu – das sind Betriebe mit weniger als zehn Betten, oft im Nebenerwerb geführt. Bisher habe es keinerlei Entschädigungen gegeben, heißt es in einem offenen Brief des Vereins „Gastgeber mit Herz“, der nach eigenen Angaben 119 Kleinvermieter in der Region vertritt. Dieser Zusammenschluss fordert unter anderem einen „unbürokratischen Zuschuss“ in Höhe von 300 Euro pro Bett für jeden wegen der Pandemie ausgefallenen Monat. Zudem heißt es in einem Forderungskatalog: „Sofortiges Aufheben des Beherbergungsverbots, da es in den Ferienwohnungen am sichersten ist.“

Nach Ansicht des Verbandes Deutscher Seilbahnen (VDS) „gefährdet der Lockdown Existenzen“. Die wirtschaftliche Lage sei dramatisch. Laut einer Umfrage seien bei über 50 Prozent der Seilbahnen und bei 75 Prozent der Schlepplifte existenzbedrohende Liquiditätsengpässe zu erwarten oder bereits eingetreten.

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