Polizei-Bilanz

Auf Sommerreifen, in Kurven, zu schnell: Mehrere Verletzte und hoher Schaden bei etlichen Unfällen im Allgäu

Schnee und Glatteis haben Montag und Dienstag zu einer Vielzahl von Unfällen auf den Straßen im Allgäu geführt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Überblick.

Schnee und Glatteis haben Montag und Dienstag zu einer Vielzahl von Unfällen auf den Straßen im Allgäu geführt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Überblick.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Schnee und Glatteis haben Montag und Dienstag zu einer Vielzahl von Unfällen auf den Straßen im Allgäu geführt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Überblick.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Schnee und Glatteis haben Montag und Dienstag zu einer Vielzahl von Unfällen auf den Straßen im Allgäu geführt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Überblick.
Schnee und Glatteis haben Montag und Dienstag zu einer Vielzahl von Unfällen auf den Straßen im Allgäu geführt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Überblick.
Von Allgäuer Zeitung
29.12.2020 | Stand: 13:38 Uhr

Schnee und glatte Straßen, dazu oft nicht angepasste Geschwindigkeit: Diese Mischung hat am Montag und am Dienstag zu einer Vielzahl von Unfällen auf den Straßen im Allgäu geführt. Die meisten Unfälle gingen für die beteiligten Insassen glimpflich aus, es gab auch aber Verletzte und hohe Schäden.

In Schwaighausen bei Holzgünz kam am Montagnachmittag eine 36-jährige Autofahrerin auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern und anschließend links von der Fahrbahn ab. Wenig später kam ein Krankentransporter bei Wolfertschwenden in einer Linkskurve rechts von der Fahrbahn ab und überfuhr zwei Leitpfosten sowie ein Geschwindigkeitsschild. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

Laut Polizei viel zu schnell unterwegs war eine 24-Jährige, die mit ihrem Geländewagen von der A7 Richtung Bad Grönenbach abfahren wollte. Trotz Winterreifen kam sie in der glatten Ausfahrt nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr einen Leitpfosten und schleuderte im Anschluss zurück auf die Fahrbahn und danach gegen die rechte Schutzplanke. Es entstand Sachschaden in Höhe von 4.000 Euro.

Bereits am Nachmittag verlor ein 22-Jähriger auf schneebedeckter Fahrbahn auf der A96 bei Holzgünz die Kontrolle über seinen Wagen. Er kam nach rechts von der Fahrbahn ab, schleuderte rund 70 Meter auf dem Grünstreifen, bevor er rückseitig in die Schutzplanke prallte. Auch er blieb unverletzt. Am Auto entstand ein Sachschaden von etwa 4.000 Euro.

Eisplatten treffen Autos auf der A96

Zu zwei Unfällen mit verlorenen Eisplatten kam es im Laufe des Montags. Am frühen Morgen fielen vom Lkw eines 32-Jährigen zwei Eisplatten herunter und trafen einen nachfolgenden Pkw. Ähnliches Pech hatte der Fahrer eines BMW auf der A96. Er war gerade dabei einen Sattelzug zu überholen, als sich von dessen Dach eine etwa 30 Zentimeter große Eisplatte löste und auf die Windschutzscheibe prallte. Gegen beide Lkw-Fahrer wurde Anzeige erstattet.

Auf der B472 bei Ob kam ein 25-jähriger Mann mit seinem Wagen auf glatter Straße ins Schleudern und schlitterte in den Gegenverkehr. Dort stieß er mit einem Transporter eines 68-Jährigen zusammen. Die beiden Fahrer wurden leicht verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von rund 10.000 Euro.

Etwa 1.200 Euro Sachschaden entstand laut Polizei bei einem Unfall in Ebenhofen. Dort geriet ein 32-jähriger Mann mit seinem Skoda samt Anhänger in der Altdorfer Straße in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und rutschte in einen Gartenzaun. Hier wurde niemand verletzt.

Unfall bei Geisenried: Mutter bewusstlos, Kind unverletzt

Ein 27-Jähriger kam in Geisenried auf der Geisenrieder Straße bergab ins Rutschen, sein Mercedes stellte sich quer und stieß mit dem entgegenkommenden Wagen einer 23-jährigen Frau zusammen. Die Fahrerin war nach dem Zusammenstoß kurz bewusstlos, sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Ein sechsjähriges Kind im Auto blieb unverletzt.

Auf der B12 bei Unterthingau krachte es, als eine 34-Jährige mit ihrem Sportwagen auf Schneeglätte einen Wagen und einen Sattelauflieger überholen wollte. Sie kam dabei mit ihren Sommerreifen ins Schlingern, touchierte den Lkw und schleuderte schließlich in den Gegenverkehr. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Frau wurde die Weiterfahrt untersagt.

Gleich zwei Unfälle ereigneten sich kurz hintereinander in Rettenberg. Gegen 14.25 Uhr kam ein 51-Jähriger mit seinem Lkw auf der Kranzegger Straße ins Rutschen und nach links von der Fahrbahn ab. Dabei beschädigte er einen Gartenzaun und ein Verkehrszeichen. Der Schaden: rund 2.000 Euro. Eine Stunde zuvor war ein 42-Jähriger auf der Wertacher Straße mit seinem Wagen auf schneeglatter Fahrbahn auf die Gegenfahrspur geraten und dort mit einem entgegenkommenden Lkw zusammengeprallt. Der Mann war laut Polizei mit nicht angepasstem Tempo unterwegs gewesen. Verletzt wurde zum Glück niemand, es entstand jedoch ein Sachschaden in Höhe von ca. 6.000 Euro.

In Missen-Wilhams kam ein 32-Jähriger mit seinem Wagen von der glatten Fahrbahn ab und rutschte geradeaus in einen Sammelparkplatz. Dort beschädigte er laut Polizei ein Schild und einen abgestellten Wagen. Der Schaden beläuft sich auf über 6.000 Euro, eventuelle Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

In Tiefenberg bei Ofterschwang rutschte eine 27-jährige Frau mit ihrem Wagen auf glatter Straße in einen entgegenkommenden Pkw, dieser wurde durch den Zusammenstoß gegen einen angrenzenden Zaun geschoben. Die Unfallverursacherin sowie der 55-jährige Geschädigte blieben bei dem Unfall unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von rund 8.000 Euro.

Zwei Unfälle auf glatten Straßen ereigneten sich in Dietmannsried. Am Montagabend rutschte eine 22-Jährige mit ihrem Wagen zunächst in die rechte Leitplanke, und kollidierte dann mit einem entgegenkommenden Fahrzeug und der linken Leitplanke. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt, es entstand ein Gesamtschaden von rund 30.000 Euro. Bereits am Nachmittag war ein 22-Jähriger mit seinem Wagen auf einen bremsenden Wagen aufgefahren, nachdem er ins Rutschen gekommen war. Der junge Mann hatte Sommerreifen auf seinem Auto - ihn erwartet nun auch noch ein Bußgeld.

In Kempten geriet am Montagnachmittag ein 35-jähriger Autofahrer in der Keselstraße ins Schleudern und landete im Gegenverkehr. Verletzt wurde niemand. Der Schaden: rund 2.500 Euro.