Unfälle auf der A96 und A7

Winterwetter sorgt für zahlreiche Unfälle im Allgäu

Wegen lokaler Glätte gab es mehrere Unfälle - auch im Allgäu.

Wegen lokaler Glätte gab es mehrere Unfälle - auch im Allgäu.

Bild: Stefan Puchner (Symbolbild)

Wegen lokaler Glätte gab es mehrere Unfälle - auch im Allgäu.

Bild: Stefan Puchner (Symbolbild)

Der Wintereinbruch hat im Allgäu für zahlreiche Unfälle gesorgt. Allein bei Unfällen auf den Autobahnen um Memmingen entstanden Schäden in Höhe von 63.000 Euro.
03.04.2022 | Stand: 14:31 Uhr

Ein Gesamtschaden von über 63.000 Euro ist am Samstag und frühen Sonntagmorgen bei insgesamt fünf glättebedingten Unfällen auf den Autobahnen rund um Memmingen entstanden.

Glücklicherweise blieb es meist nur bei Blechschäden, berichtet die Polizei. Eine Person wurde leicht verletzt. Die Unfallursache wird in allen Fällen damit begründet, dass die Fahrer ihre Geschwindigkeit nicht den winterlichen Straßenverhältnissen angepasst hatten. (Die aktuelle Wettervorhersage für das Allgäu finden Sie hier.)

Am Samstagmorgen fuhr ein 29-jähriger Schweizer mit seinem Mercedes AMG auf der A 7 in südlicher Fahrtrichtung. Kurz nach der Anschlussstelle Vöhringen kam er auf der winterglatten Fahrbahn ins Schleudern und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Trotz erheblichen Frontschadens, konnte der Fahrer das Auto noch bis zum nächstgelegenen Parkplatz lenken, wo dieses dann abgeschleppt werden musste.

Da der Fahrer keinen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er vor Ort eine Sicherheitsleistung für das zu erwartende Bußgeld bezahlen. An seinem Pkw entstand ein Schaden in Höhe von etwa 20.000 Euro.

Unfälle auf der A7 und A96 nahe Memmingen: Hoher Schaden

Etwa eine Stunde später kam es im Bereich der A 7 in nördlicher Richtung bei Memmingen zu einem weiteren Glätteunfall. Hier verlor ein 22-Jähriger, der mit seinem Dodge auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war, die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam ins Schleudern und prallte zwei Mal gegen die Leitplanken. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 12.000 Euro, der Dodge blieb aber fahrbereit.

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Kurz vor 8 Uhr krachte es dann auf der A 96: Ein 48-jähriger rumänischer Staatsangehöriger war mit drei Beifahrern in einem Renault Trafic in Richtung Lindau unterwegs. Bei Memmingen geriet sein Kombi auf der verschneiten Fahrbahn ins Rutschen, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach den Wildschutzzaun, überschlug sich und kam im angrenzenden Feld zum Stehen. Der Fahrer wurde mit leichten Blessuren in ein umliegendes Krankenhaus gebracht, seine 30-jährige Beifahrerin und die beiden 41- und 46-jährigen Beifahrer blieben unverletzt. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Der Schaden beläuft sich hier auf etwa 15.000 Euro.

Am frühen Sonntagmorgen kam es dann aufgrund des Schneefalls erneut zu einem Unfall auf der A 96. Ein 18-Jähriger fuhr mit seinem BMW Mini in Richtung München. Bei Mindelheim kam er alleinbeteiligt ins Schleudern und prallte in die Leitplanke. Er konnte sein Fahrzeug noch auf den Standstreifen lenken.

Durch Trümmerteile auf der Fahrbahn wurde ein nachfolgender Ford Focus eines 41-Jährigen leicht beschädigt. Der Unfallverursacher wurde mit dem Rettungsdienst zur Abklärung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht, konnte dieses aber unverletzt wieder verlassen. Der Schaden liegt bei etwa 5300 Euro.

19-Jährige fährt zu schnell durch Ungerhausen - Unfall

Bei Altenstadt wollte am frühen Sonntagmorgen ein 21-jähriger Fahrer eines BMW einen Mazda überholen, der im dreispurigen Bereich auf der A 7 Richtung Norden unterwegs war. Auf der mit Schneematsch bedeckten Fahrbahn verlor er dabei die Kontrolle über sein Auto, prallte in die Mittelschutzplanke, drehte sich mehrfach auf der Fahrbahn und schleuderte dabei gegen den Mazda. Im Anschluss kam er nach rechts von der Fahrbahn ab. Während der BMW stark beschädigt abgeschleppt werden musste, blieb der Mazda des 24-jährigen Fahrers fahrbereit. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 10.500 Euro.

Am Samstagvormittag geriet eine 19-jährige Fahrerin auf der schneebedeckten Hauptstraße in Ungerhausen in einer Kurve ins Schleudern und kollidierte mit einem ihr entgegenkommenden Auto. Auch sie fuhr bei den winterlichen Wetterverhältnissen zu schnell. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Schaden.

Zu einem weiteren Verkehrsunfall führte Schneeglätte auch in den frühen Morgenstunden des Sonntag auf der Staatsstraße 2013 in Benningen. Hier kam ein 50-jähriger Fahrer ebenfalls aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Rutschen und prallte daraufhin in eine Leitplanke. Am Fahrzeug entstand ein Totalschaden. Verletzungen blieben in beiden Fällen glücklicherweise aus.

Am Samstag gegen 11 Uhr geriet ein 21-jähriger Autofahrer zwischen Görisried und Oberthingau in einer Kurve ins Schleudern, drehte sich und prallte gegen eine Leitplanke. Dabei wurde der Fahrer leicht verletzt, am Auto entstand ein Totalschaden.

Mann prallt mit seinem Auto zwischen Königsried und Ingenried gegen einen Baum

Am Samstagabend rutschte ein 52-jähriger Autofahrer mit seinem Fahrzeug zwischen Königsried und Ingenried von der Fahrbahn und prallte gegen einen Baum, dabei entstand an seinem Auto ein Schaden in Höhe von etwa 5.000 Euro. Der Fahrer hatte bereits Sommerreifen montiert, die vermutlich zum Unfall führten.

Die Polizeiinspektion Füssen wurde am Samstagabend zu einem Unfall auf der Tiroler Straße gerufen. Ein 50-Jähriger war mit seinem Auto stadteinwärts gefahren, als er auf der schneenassen Fahrbahn in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geriet. Zur gleichen Zeit fuhr eine 19-Jährige auf der Straße in Richtung Tirol. Der Mann konnte nichtmehr ausweichen und die beiden Autos stießen zusammen. Beide Fahrzeuge waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Schaden beläuft sich insgesamt auf circa 16.000 Euro. Bei dem Zusammenstoß wurden keine Personen verletzt.

Bei einem schweren Unfall auf der B12 nahe Wilpoldsried wurden am Samstag vier Personen schwer verletzt.