Berg-Drama in Oberstdorf

Unglaubliches Glück: Wanderin überlebt Absturz aus 60 Metern - weshalb sie weich landete

Großes Glück hatte ein Wanderin nach einem Absturz in den Oberstdorfern.

Großes Glück hatte ein Wanderin nach einem Absturz in den Oberstdorfern.

Bild: Ralf Lienert (Archivfoto)

Großes Glück hatte ein Wanderin nach einem Absturz in den Oberstdorfern.

Bild: Ralf Lienert (Archivfoto)

Riesenglück hatte eine Wanderin in den Oberstdorfer Bergen: Sie überlebte einen Absturz aus 60 Metern Höhe. Warum sie verhältnismäßig weich landete.
23.09.2020 | Stand: 10:20 Uhr

Da waren selbst erfahrene Bergretter baff: Glück im Unglück hatte eine 42-jährige Touristin aus Lettland beim Bergwandern am späten Dienstagnachmittag in den Oberstdorfer Bergen.

Die Frau wollte mit ihrem Hund vom Seealpsee (knapp 1700 Meter hoch gelegen) ins Oytal absteigen. Dabei kam sie vom Weg ab und erlebte einen Schockmoment, den sie ihr Leben lang wohl nicht vergessen wird: Sie stürzte an den Seewänden etwa 60 Meter in die Tiefe.

Dass sie vergleichsweise weich landete, rettete vermutlich ihr Leben: Auf einem unterhalb gelegenen Plateau fiel sie in eine Tanne und konnte sich im steilen Gelände abfangen.

Älpler verständigen die Bergwacht

Nachdem ihre Hilferufe durch Allgäuer Alphirten wahrgenommen wurden, verständigten sie die Polizei und die Bergwacht Oberstdorf. Mit einem Rettungshubschrauber wurde in der Dämmerung eine Notfallrettung erfolgreich bewältigt.

Bei dem Sturz zog sich die Touristin nur leichte Verletzungen zu. Noch am gleichen Abend durfte sie die Klinik verlassen, wie die Polizeiinspektion Oberstdorf mitteilt.

Wer hat "Bella" gesehen?

Trotz des Riesenglücks war die Frau allerdings auch betrübt. Denn ihre rot-braune Ridgeback-Hündin namens „Bella“ konnte trotz längerer Absuche bislang nicht mehr aufgefunden werden. Sie dürfte sich noch im Bereich Seealpsee/Gleitweg aufhalten.

Wanderer werden gebeten, Hinweise über den Aufenthaltsort der Hündin an die Polizei Oberstdorf weierzugeben. Telefon: 08322/96040.

In den vergangenen Wochen kamen bei Abstürzen den Allgäuer Bergen und im benachbarten Österreich mehrere Menschen ums Leben. So stürzte ein 54-jähriger beim Abstieg vom Karhorn vor den Augen seiner Frau in Tod. Zuvor waren bereits ein 74-jähriger Wanderer im Tannheimer Tal sowie eine 30-jährige Frau am Klettersteig Hochjoch in Schrunz nach Abstürzen ihren Verletzungen erlegen.

Unabhängig von den genannten Fällen weisen Berwachtler immer wieder auf die Bedeutung einer gewissenhaften Tourenvorbereitung hin. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie hier.