Tipps und Hinweise für Eltern

Verkehrsaktion zum Schulstart: So wird der Schulweg für Kinder zur sicheren Sache

Der Schulweg kann für Kinder durchaus zur Gefahr werden. Doch die Polizei gibt Tipps, wie Eltern den Schulweg ihrer Kinder sicherer machen können.

Der Schulweg kann für Kinder durchaus zur Gefahr werden. Doch die Polizei gibt Tipps, wie Eltern den Schulweg ihrer Kinder sicherer machen können.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolbild)

Der Schulweg kann für Kinder durchaus zur Gefahr werden. Doch die Polizei gibt Tipps, wie Eltern den Schulweg ihrer Kinder sicherer machen können.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolbild)

Am Dienstag beginnt in Bayern wieder die Schule und Kinder werden täglich ihren Schulweg gehen. Wie Eltern diesen so sicher wie möglich machen können.

07.09.2020 | Stand: 12:05 Uhr

Nach sechs Wochen Sommerferien starten auch die Kinder und Jugendlichen in Bayern wieder ins neue Schuljahr. Täglich müssen sie dafür einen mehr oder weniger langen Schulweg, teilweise mit Bus, Bahn und Rad, zurücklegen.

Doch der Verkehr kann für die Schüler immer wieder zur Gefahr werden. Eltern können aber einiges tun, um ihre Kinder auf dem Schulweg zu schützen. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West gibt Tipps und Hinweise für einen sicheren Weg zur Schule.

Jugendverkehrserzieher und Schülerlotsen spielen eine große Rolle

Schulweghelfer und Schulbusbegleiter sind nach Angaben der Polizei Personen, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz helfen, die Sicherheit auf dem Schulweg zu stärken. Sie helfen den ABC-Schützen auf dem Weg zur Schule oder wieder nach Hause, beispielsweise dabei, vielbefahrene Straßen zu überqueren.

Allgemein stellte das Polizeipräsidium fest, dass die Bereitschaft, sich in diesem Bereich zu engagieren, tendenziell abnimmt. Im letzten Schuljahr ging die Anzahl an ehrenamtlichen Schulweghelfern laut Polizei um fast 500 Personen zurück. Im Schuljahr 2017/2018 waren es noch 2.366 Schulweghelfer und im Schuljahr 2018/2019 noch 1.869. 

Neue Schulweghelfer dringend gesucht

Deshalb werden auch für das neue Schuljahr dringend neue Schulweghelfer gesucht, schreibt die Polizei. Mit überschaubarem Zeiteinsatz können sowohl Eltern und Großeltern, aber auch andere interessierte Menschen maßgeblich zur Sicherheit der Kinder beitragen und helfen, Schulwegunfälle zu vermeiden. Interessierte können sich jederzeit, auch während des laufenden Schuljahrs, bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle dafür melden.

(Was die häufigsten Unfälle von Kindern sind und wie man diese vermeidet, lesen Sie hier.)

Tipps der Polizei: So können Eltern den Schulweg ihrer Kinder sicherer machen

  • Unnötige Autofahrten zur Schule vermeiden

Kinder sollten wenn möglich zur Schule laufen oder mit dem Schulbus fahren. Wenn Eltern ihre Kinder unnötigerweise mit dem Auto zur Schule fahren, entsteht ein hohes Verkehrsaufkommen an der Schule.  Das kann zu weiteren Verkehrsgefahren für die Kinder führen.

Auch wenn das Verkehrsaufkommen in Bayern im Zuge der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr um 21,3 Prozent deutlich zurückgegangen sei, rechne der ADAC mit einer größeren Anzahl an "Elterntaxis". Die Eltern meinen es gut, schaffen durch ihr Handeln aber unter Umständen weitere Gefahrenquellen für Kinder.

Die sogenannten
Die sogenannten "Elterntaxis" können für Kinder zur Gefahr werden. Denn sie sorgen für ein hohes Verkehrsaufkommen vor den Schulen.
Bild: Marijan Murat/dpa (Symbolbild)
  • Sicheren Schulweg für die Kinder suchen

Zur Hilfestellung gibt es bei Schulen und Gemeinden vorgefertigte Schulwegpläne. Oft sind diese auf den Internetseiten der Kommunen zu finden.

  • Sicheren Schulweg mit dem Kind üben

Eltern sollten den Schulweg regelmäßig mit ihrem Kind ablaufen. Dabei ist es wichtig, keine Ängste zu schüren, sondern durch regelmäßiges Üben den Gefahrensinn der Kinder zu schärfen. Der Schulweg sollte zudem zu unterschiedlichen Tageszeiten geübt werden.

  • Ablenkung auf dem Schulweg vermeiden

Musik hören während des Schulwegs hindert Kinder daran, herannahende Fahrzeuge und andere Verkehrsgefahren wahrnehmen. Spielen oder Herumtoben lenkt vom Verkehrsgeschehen ab. Eltern sollten ihre Kinder darauf hinweisen.

  • Erst nach der Fahrradausbildung mit dem Fahrrad zur Schule fahren

Mit dem Fahrrad zur Schule sollten die Kinder erst nach der Fahrradausbildung in der vierten Klasse fahren. Kinder sollten erst dann mit dem Fahrrad in die Schule fahren, wenn sie reif genug sind, die Verkehrsregeln ausreichend kennen und die Gefahren des Straßenverkehrs einschätzen können.

Eltern sollten unbedingt für die Verkehrssicherheit des Rades sorgen. Vor allem die Bremsen sowie die Beleuchtung am Fahrrad sind entscheidend.

Das Fahrrad ist auch für Kinder ein geeignetes Mittel, um zur Schule zu kommen - aber erst nach der Fahrradausbildung.
Das Fahrrad ist auch für Kinder ein geeignetes Mittel, um zur Schule zu kommen - aber erst nach der Fahrradausbildung.
Bild: Ralf Hirschberger/dpa (Symbolbild)

(Warum jährlich über tausend Fahrradfahrer im Allgäu verunglücken, lesen Sie hier.)

  • Kinder sollten nicht mit E-Scootern und Hoverboards zur Schule fahren

Neben dem hohen Gefahrenpotential, das einzelne Gefährte bergen, kann das Fahren von E-Scootern und Hoverboards in bestimmten Situationen auch als Ordnungswidrigkeit oder Straftat gelten.

  • Eltern sollten Gefahrenstellen oder etwaige Sichtbehinderungen durch wuchernde Pflanzen oder Bäume bei der Polizei melden

Am Dienstag geht für 1,65 Millionen Schüler im Freistaat wieder der Unterricht los. Die etwa 6200 Schulen im Land mussten sich diesmal noch intensiver als sonst auf den Beginn des Schuljahrs vorbereiten, gibt es wegen der Corona-Pandemie doch zahlreiche Auflagen und Abweichungen vom gewohnten Ablauf. Hier ein Überblick über die wichtigsten Fragen.