Drama an der Grenze zum Allgäu

Vermisste tot aus Bach geborgen: 82-jährige Urlauberin verunglückt in Ehrwald in Tirol

Trotz eines Großaufgebots an Rettern konnte eine 82-jährige Frau aus der Schweiz nur noch tot aus einem Bach bei Ehrwald in Tirol geborgen werden. Die Urlauberin galt seit Mittwoch als vermisst.

Trotz eines Großaufgebots an Rettern konnte eine 82-jährige Frau aus der Schweiz nur noch tot aus einem Bach bei Ehrwald in Tirol geborgen werden. Die Urlauberin galt seit Mittwoch als vermisst.

Bild: Matthias Bein, dpa (Symbolbild)

Trotz eines Großaufgebots an Rettern konnte eine 82-jährige Frau aus der Schweiz nur noch tot aus einem Bach bei Ehrwald in Tirol geborgen werden. Die Urlauberin galt seit Mittwoch als vermisst.

Bild: Matthias Bein, dpa (Symbolbild)

Trauriges Ende einer Vermisstensuche in Ehrwald in Tirol nahe der Grenze zum Allgäu: Ein 82-Jährige wurde tot im Gaisbach nahe der Ehrwalder Almbahn gefunden.
02.10.2020 | Stand: 13:45 Uhr

Die Urlauberin aus der Schweiz war am Mittwoch (30.9.) in Ehrwald als vermisst gemeldet worden. Wie die Landes-Polizei in Tirol mitteilt, war die Urlauberin aus der Schweiz am am Abend aus ihrem Hotel verschwunden.

Weil ein Unfall befürchtet wurde, machte sich sogleich ein Großaufgebot an Rettern auf die Suche nach der 82-Jährigen. Die Bergrettung und Feuerwehr Ehrwald, Suchhunde-Teams der Bergrettung Reutte, eine Polizei-Diensthundestreife und weitere Polizisten durchsuchten das Gebiet bei Ehrwald - fanden die Vermisste am Mittwoch aber nicht mehr.

Vermisste wird tot im Gaisbach bei Ehrwald in Tirol gefunden

Am Donnerstag ging die Suche weiter und nahm mit einer traurigen Entdeckung ihr Ende: Gegen 11.45 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte eine leblose Frau im Gaisbach nahe der Ehrwalder Almbahn.

Ihr konnte nicht mehr geholfen werden. Wie erst am heutigen Freitag bestätigt wurde, handelt es sich um die vermisste Seniorin aus der Schweiz.

Laut einer ersten Mitteilung geht die Polizei bislang davon aus, dass die Frau gestürzt sein könnte. Die genauen Todesumstände sollen jetzt ermittelt werden. Noch am Freitag wird es eine Obduktion geben, die die Staatsanwaltschaft Innsbruck angeordnet hat.

Zuletzt immer wieder tödliche Berg-Unfälle in der Grenz-Region zum Allgäu

Im benachbarten Grenzgebiet zum Allgäu kam es in den Österreicher Alpen zuletzt immer wieder zu tödlichen Bergunfällen. Anfang September war ein Wanderer aus Nordrhein-Westfalen bei Tannheim in Tirol in den Tod gestürzt. Der 74-Jährige war von der Landsberger Hütte talwärts in Richtung Traualpe unterwegs, als er auf 1.770 Metern Höhe über eine steile Böschung und anschließend über eine nahezu senkrechte Felswand stürzte.

Nur einen Tag später starb ein 57-jähriger Wanderer aus Deutschland beim Bergsteigen in Vorarlberg. Beim Abstieg vom Karhorn nahe der Grenze zum Allgäu rutschte der Mann offenbar auf Geröll aus und stürzte eine steil abfallende Felswand hinunter. Der sofort alarmierte Notarzt konnte dem Wanderer nicht mehr helfen.

Der letzte tödliche Berg-Unfall im Allgäu ereignete sich Mitte September, als ein Mann (57) am "Großen Wilden" bei Oberstdorf abstürzte. Der Baden-Württemberger rutschte beim Abstieg kurz vor dem Himmelecksattel in einem sehr steilen Wegstück aus und stürzte rund 80 Meter über Fels und Schrofengelände ab. Auch für ihn kam jede Hilfe zu spät.