Glatte Straßen im Allgäu

Über 250.000 Euro Schaden bei Unfällen im Allgäu am Donnerstag

Die glatten Straßen am Donnerstag waren für viele Autofahrer eine große Herausforderung.

Die glatten Straßen am Donnerstag waren für viele Autofahrer eine große Herausforderung.

Bild: Thomas Heckmann (Symbolbild)

Die glatten Straßen am Donnerstag waren für viele Autofahrer eine große Herausforderung.

Bild: Thomas Heckmann (Symbolbild)

Schnee, Eis, Wind: Autofahrer im Allgäu hatten am Donnerstag mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Die Polizei verzeichnete zahlreiche Unfälle in der Region.
21.01.2022 | Stand: 18:32 Uhr

Das winterliche Wetter im Allgäu am Donnerstag und die teils eisigen Bedingungen haben auf den Straßen in der Region für zahlreiche Unfälle gesorgt. Insgesamt verzeichnete das Polizeipräsidium Schwaben Südwest am Donnerstag 22 Unfälle. Dabei wurden 10 Personen verletzt und es entstanden Schäden im Wert von über 250.000 Euro.

Unfall bei Stetten: Autofahrer mit Sommerreifen unterwegs

Für Staunen hat unter anderem ein 26-jähriger Autofahrer gesorgt, der am frühen Donnerstabend in Oberauerbach bei Mindelheim wegen der montierten Sommerreifen von der Fahrbahn abkam. Der Mann war unterwegs nach Stetten, als er vor der Abbiegung auf die Verbindungsstraße St2037 abbremste, wegen der glatten Fahrbahn ins Rutschen kam und gegen einen Vorwegweiser prallte.

Am Auto entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden und am Wegweiser ein Schaden von etwa 1000 Euro. Die hinzugerufenen Beamten bemerkten bei der Besichtigung, dass der Mann noch mit Sommerreifen fuhr. Der Fahrer muss sich neben dem Vorwurf der überhöhten Geschwindigkeit auch für die unpassende Bereifung verantworten.

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Die Polizei Mindelheim ergänzte dazu, dass in Deutschland zwar keine generelle Reifenpflicht gelte, aber eine situative. Das bedeutet: Winterreifen sind bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Pflicht. Automobilclubs geben oftmals die die Faustformel O bis O vor, also Winterreifen von Oktober bis Ostern. (Lesen Sie auch: Das müssen Autofahrer im Allgäu im Winter beachten)

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Drei Verletzte und über hunderttausend Euro Schaden bei Unfall in Eisenberg

Eine 45-Jährige Frau ist am Donnerstagabend auf Höhe des Eisenberger Rathauses aufgrund der glatten Straßenverhältnisse ins Schlittern geraten. Die Fahrerin und ihr achtjähriger Sohn, der mit im Auto saß, rutschten in den Gegenverkehr und stießen dort mit dem Auto eines 18-Jährigen zusammen.

Alle drei Insassen wurden leicht verletzt in umliegende Kliniken gebracht. An beiden Autos entstand Totalschaden, den die Beamten im sechsstelligen Bereich einschätzen. Die Kreisstraße war für rund zwei Stunden gesperrt. (Lesen Sie auch: Drei Verletzte bei Unfall bei Bad Wörishofen)

Mehrere Unfälle mit hohem Sachschaden

Zu hohen Schadenssummen kam es am Donnerstag auch andernorts im Allgäu. Glücklicherweise blieben viele Beteiligte unverletzt. So zum Beispiel auf der A7 bei Woringen. Ein 50-Jähriger kam wegen zu hoher Geschwindigkeit auf der linken Fahrbahn ins Rutschen und kam auf dem rechten Fahrstreifen entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Ein Nachfolgender Lkw konnte einen Zusammenstoß trotz Vollbremsung nicht mehr verhindern. Es entstand ein Schaden von 25.000 Euro.

Zu einem ähnlich hohen Schaden führte die hohe Geschwindigkeit eines 29-Jährigen zwischen Weißach und Ach. Der Mann wollte mit seinem Auto einen Schneepflug überholen, übersah dabei jedoch, dass das Räumfahrzeug den linken Blinker anhatte. Es kam zum Zusammenprall. Beide Beteiligten blieben unverletzt, der Schaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf 25.500 Euro.

Glätte-Unfälle auch im Ostallgäu

Die Polizeiinspektionen im Ostallgäu - Buchloe, Kaufbeuren, Marktoberdorf und Füssen - verzeichnete außerdem mehrere Auffahr-Unfälle wegen der Glätte, hauptsächlich mit Sachschaden. (Lesen Sie auch: Auto landet in Marktoberdorf auf der Leitplanke) Auch im Unterallgäu zählten die Beamten noch mehrere kleinere Unfälle, ebenfalls hauptsächlich mit Sachschaden. Personen wurden wenn, nur leicht verletzt und im Krankenhaus versorgt.

Die Schadenssumme aller am Donnerstag von der Polizei aufgenommenen Unfälle beläuft sich auf über 250.000 Euro.