Eishockey

Vier frühe Wirkungstreffer leiten ESVK-Niederlage ein

17.01.2021, Weisswasser, Lausitzer Fuechse vs. ESV Kaufbeuren  Rob Pallin (Trainer, Kaufbeuren)

Rob Pallin war nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft im ersten Drittel gegen Crimmitschau. Was der ESVK anschließend bot, gefiel dem Kaufbeurer Trainer schon mehr.

Bild: Thomas Heide

Rob Pallin war nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft im ersten Drittel gegen Crimmitschau. Was der ESVK anschließend bot, gefiel dem Kaufbeurer Trainer schon mehr.

Bild: Thomas Heide

Beim 2:6 in Crimmitschau hadert Trainer Rob Pallin mit dem Auftritt der Joker in der Anfangsphase. Der ESVK bleibt aber weiter auf Platz sechs der DEL-Tabelle.
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Von Thomas Michel
19.03.2021 | Stand: 12:51 Uhr

Die Siegesserie des ESV Kaufbeuren in der (DEL2) ist erst einmal zu Ende. Bei den Eispiraten Crimmitschau kassierte die Mannschaft von Trainer Rob Pallin am Donnerstagabend eine deutliche 2:6 (0:4, 1:0, 1:2)-Niederlage, die allerdings an der Tabellensituation der Allgäuer nichts änderte. Kaufbeuren steht nach wie vor auf Platz sechs.

ESVK kassiert im ersten Drittel vier Gegentore

„Meine Mannschaft hatte nicht den Start, den ich mir vorgestellt habe“, meinte Rob Pallin nach der Schlusssirene sichtlich angefressen. Crimmitschau bestimmte im ersten Abschnitt über weite Strecken das Geschehen auf dem Eis, die 4:0-Führung zur Pausensirene kam nicht von ungefähr.

ESVK-Trainer Rob Pallin nutzt eine frühe Auszeit

Vor allem bei den Eispiraten-Treffern von Lucas Böttcher (8.), Petr Pohl (15.) und Lukas Vantuch (17.) - das 1:0 erzielte Mathieu Lemay in Überzahl (7.) - haben die Kaufbeurer ihren Schlussmann Jan Dalgic im Stich gelassen. Rob Pallin nahm nach dem 0:4 sofort seine Auszeit und bemängelte vor allem die Defensive seiner Mannschaft. Immerhin hätte der ESVK selbst in Führung gehen können. Erst scheiterte Fabian Voit an Lukas Vantuch, der für den schon geschlagenen Schlussmann Ilya Andryukhov die Scheibe auf dem Weg über die Torlinie stoppte (6.). Anschließend vergab Philipp Krauß in Unterzahl seine Einschussmöglichkeit (7.).

ESV Kaufbeuren tritt auf "wie ein Hurrikan"

„In der Kabine habe ich dann für unsere Taktik einige Anpassungen vorgenommen, die im zweiten Drittel Wirkung zeigten“, sagte Rob Pallin mit Blick auf die 20:3-Torschüsse zugunsten seiner Mannschaft. Sein Gegenüber Mario Richer sprach nach dem Spiel sogar vor einem Hurrikan, der über seine Eispiraten hergefallen ist. So hatten Philipp Krauß (23., 27.), Tyler Spurgeon (23., 29.), Sören Sturm (28.) und Florin Ketterer (32.) gute Möglichkeiten zumindest zu einer Ergebniskorrektur. Doch Crimmitschaus Ilya Andryukhov hielt seinen Kasten (noch) sauber.

Erst in der 35. Minute konnte Kaufbeuren jubeln, nachdem Florian Thomas per Nachschuss zum 1:4 traf. Tyler Spurgeon traf zuvor nur den Eispiraten-Schlussmann, von dem die Scheibe direkt vor den Schläger des Torschützen abprallte. Nun nahm ein sichtlich unzufriedener Mario Richer seine Auszeit.

Am Samstag kommt der EHC Freiburg nach Kaufbeuren

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52 Sekunden nach Beginn des letzten Spielabschnitts nutzte Tyler Spurgeon ein Überzahlspiel zum Kaufbeurer 2:4. „Das schnelle Tor hätte unser Momentum sein können, aber Crimmitschau hatte wohl etwas dagegen“, meinte Rob Pallin, der unter dem Strich das erste „wirklich desolate Drittel“ für die Niederlage verantwortlich machte. Die Eispiraten - Mario Richer nahm in der zweiten Pause einige Umstellungen vor - gestaltete das Spiel nun über weite Strecken ausgeglichen und kamen noch zu zwei Treffern.

Beim spielentscheidenden Crimmitschauer 5:2 durch Travis Ewanyk in der 46. Minute war gerade die Strafzeit von Joseph Lewis abgelaufen. Den Schlusspunkt setzte sieben Minuten vor dem Ende Timo Gams, dessen Schlittschuh einen Pass von Samuel Vigneault aus Richtung Hintertorbande unhaltbar für Jan Dalgic über die Linie abfälschte. Zwischen den beiden Eispiraten-Treffern hätten Tyler Spurgeon und Florin Ketterer (48.) noch für weitere Ergebniskosmetik sorgen können.

Nach der Rückkehr aus Crimmitschau bleibt nicht viel Zeit zum Ausruhen. Am Samstag (17 Uhr) kommt der Tabellenzweite EHC Freiburg nach Kaufbeuren.