Verschärfte Maßnahmen in Vorarlberg

In einigen Orten Inzidenz von über 1000 - Vorarlberg mit höchster Inzidenz Österreichs

Weil die Infektionszahlen in Vorarlberg stark gestiegen sind, wurden die Maßnahmen verschärft. Kulturstätten und Gastronomie sollen aber geöffnet bleiben.

Weil die Infektionszahlen in Vorarlberg stark gestiegen sind, wurden die Maßnahmen verschärft. Kulturstätten und Gastronomie sollen aber geöffnet bleiben.

Bild: Matthias Becker (Archivfoto)

Weil die Infektionszahlen in Vorarlberg stark gestiegen sind, wurden die Maßnahmen verschärft. Kulturstätten und Gastronomie sollen aber geöffnet bleiben.

Bild: Matthias Becker (Archivfoto)

Die Infektionszahlen in Vorarlberg sind stark gestiegen. Seit Mitte März sind in der Modellregion Restaurants für Getestete geöffnet. Das soll auch so bleiben.
27.04.2021 | Stand: 19:27 Uhr

Trotz verschärfter Pandemie-Maßnahmen steigen die Corona-Infektionszahlen im benachbarten Vorarlberg stark an. Das österreichische Bundesland, das als Modellregion schon Mitte März Kulturstätten und Gastronomie für Getestete öffnete, hat inzwischen die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in ganz Österreich. Sie lag Anfang der Woche bei 240. Die Landesregierung hat ihre Infektionsschutzmaßnahmen verschärft. So wurde die Ausreisetestpflicht im Bregenzerwald bis 4. Mai verlängert.

Schon seit einer Woche müssen alle, die aus dem Bregenzerwald ausreisen, einen negativen Covid-Test vorlegen. Trotzdem ist die Zahl der Infizierten weiter gestiegen. Von den gut 320 positiv Getesteten machen laut Österreichischem Rundfunk (ORF)Minderjährige ein Fünftel aus. In einigen Orten des Bregenzerwalds (32.000 Einwohner) liegt die Inzidenzzahl über 1000. Um gegenzusteuern, gilt jetzt in stark betroffenen Gemeinden eine Masken- und Testpflicht. Menschen dürfen sich hier in vorgegebenen öffentlichen Bereichen nur mit FFP2-Maske und einem aktuellen negativen Testergebnis aufhalten.

Vorarlberg mit höchster Inzidenz Österreichs: Was das für die Modellregion bedeutet

Bisher schlägt sich der steile Anstieg nicht auf die Kliniken nieder. Auch auf Intensivstationen sind noch Kapazitäten frei. Solange sich dies nicht verschlechtert, will die Regierung am Projekt „Modellregion“ weiter festhalten, sagt Landeshauptmann Markus Wallner. Er verweist auf die Begleitung des Projekts durch Wissenschaftler und die umfangreiche Teststrategie.

Dies helfe, die Lage gut zu überblicken. Die massiven Ausbrüche in letzter Zeit sind wohl vor allem auf private Zusammenkünfte zurückzuführen. Diskutiert wird inzwischen auch, ob es sinnvoll ist, die Gastronomie zu öffnen, aber ab 20 Uhr eine Ausgangssperre zu verhängen. Die Vermutung: Mancher Freundeskreis feiert nach dem Restaurantbesuch zuhause weiter. Gesundheitslandrätin Martina Rüscher sieht das Land laut ORF in einer „bedrohlichen Situation“. Sie appelliert an die Bürger, die Maßnahmen nicht zu umgehen und sich häufig testen zu lassen. (Lesen Sie auch: Ausreise-Kontrollen aus dem Bregenzerwald haben begonnen)

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