Frühere Weihnachtsferien wegen Corona-Pandemie?

Vorbild NRW? Politiker aus dem Allgäu will bayerische Ferien vorziehen

Soll man die Stühle in bayerischen Schulen in diesem Jahr schon früher hochstellen? Der Allgäuer Politiker Stephan Stracke macht sich für verfrühte Weihnachtsferien stark.

Soll man die Stühle in bayerischen Schulen in diesem Jahr schon früher hochstellen? Der Allgäuer Politiker Stephan Stracke macht sich für verfrühte Weihnachtsferien stark.

Bild: Sina Schuldt, dpa

Soll man die Stühle in bayerischen Schulen in diesem Jahr schon früher hochstellen? Der Allgäuer Politiker Stephan Stracke macht sich für verfrühte Weihnachtsferien stark.

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NRW schickt seine Schüler früher in die Weihnachtsferien. Soll Bayern folgen? Ein Allgäuer Politiker macht sich dafür stark. Söder ist nicht abgeneigt.
Soll man die Stühle in bayerischen Schulen in diesem Jahr schon früher hochstellen? Der Allgäuer Politiker Stephan Stracke macht sich für verfrühte Weihnachtsferien stark.
Von Rudi Wais
23.11.2020 | Stand: 16:30 Uhr

Sollen Bayern und andere Bundesländer dem Beispiel Nordrhein-Westfalens folgen und ihre Schüler in diesem Jahr schon ein paar Tage früher in die Weihnachtsferien schicken? Mit dem Allgäuer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke macht sich jetzt auch ein Vertreter der Regierungspartei CSU für einen solchen Schritt stark.

„Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien sollte aufgrund der Corona-Pandemie bundesweit einheitlich der Freitag, 18. Dezember 2020, sein“, betonte Stracke gegenüber unserer Redaktion. „So gelänge es besser, dass Weihnachten dieses Jahr im Kreis der Familie verantwortungsbewusst gefeiert werden kann.“ Regulär dauern die Weihnachtsferien im Freistaat vom 23. Dezember bis einschließlich 9. Januar.

Familienmitglieder könnten sich in Vorquarantäne begeben

Der Zeitraum zwischen einer Infektion mit dem Coronavirus und dem eventuellen Auftreten erster Krankheitssymptome liege im Mittel bei fünf bis sechs Tagen, so Stracke. „Wenn die Weihnachtsferien ab dem 19. Dezember 2020 beginnen, können sich sowohl Eltern mit ihren Kindern als auch Großeltern ab diesem Zeitpunkt jeweils freiwillig in Vorquarantäne begeben.“ Zeigten sich dabei keine Symptome, bestehe eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, dass bei einer gemeinsamen Weihnachtsfeier in diesem Kreis keine Ansteckung erfolgt. Gerade in dieser herausfordernden Zeit sei Weihnachten ein besonderes Fest und bedeutsam für den familiären Zusammenhalt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) steht dem Thema offen gegenüber: „Wir müssen überlegen, ob wir die Ferien früher beginnen oder ob wir sie nach Weihnachten sogar noch etwas verlängern würden“, sagte Söder am Sonntagabend im ARD-„Bericht aus Berlin“.

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