Siebenschläfertag

Wann ist Siebenschläfertag - und welche Bauernregel gilt an diesem Tag?

Der Siebenschläfertag - der 27. Juni - ist heute vor allem als Datum für Bauernregeln bekannt. So heißt es beispielsweise «Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag» oder «Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass». Einst verknüpften Bauern Wetterlagen mit Tagen und stellten Regeln auf.

Der Siebenschläfertag - der 27. Juni - ist heute vor allem als Datum für Bauernregeln bekannt. So heißt es beispielsweise «Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag» oder «Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass». Einst verknüpften Bauern Wetterlagen mit Tagen und stellten Regeln auf.

Bild: Sina Schuldt, dpa

Der Siebenschläfertag - der 27. Juni - ist heute vor allem als Datum für Bauernregeln bekannt. So heißt es beispielsweise «Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag» oder «Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass». Einst verknüpften Bauern Wetterlagen mit Tagen und stellten Regeln auf.

Bild: Sina Schuldt, dpa

Der Siebenschläfertag: Das Wetter an diesem Tag und eine Bauernregel - die sogenannte Siebenschläferregel - haben eine ganz besondere Bedeutung.
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Von Allgäuer Zeitung
13.07.2021 | Stand: 11:35 Uhr

  • "Regnet's am Siebenschläfertag, es sieben Wochen regnen mag."
  • "So wie das Wetter am Siebenschläfer ist, so wird es sieben Wochen sein"

Viele Menschen kennen die Bauernregel, die sich um den berühmten Siebenschläfertag ranken. Aber was ist von ihnen zu halten? Woher kommt der Name Siebenschläfer? Und erlaubt das Wetter an diesem Tag wirklich einen Ausblick auf das Wetter der nachfolgenden Wochen?

Wann ist Siebenschläfertag?

Der berühmte Siebenschläfertag ist am 27. Juni. 2021 fiel der Tag auf einen Sonntag. Der Siebenschläfer ist ein sogenannter Lostag. Lostage sind Tage, die nach altem Volksglaubne einen Blick auf das Wetter der nächsten Wochen erlauben.

Was hat es mit Bauernregeln auf sich?

„Die sogenannten Bauernregeln basieren teilweise auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben damit oft einen wahren Kern“, heißt es auf der Internetseite des Deutschen Wetterdienstes. Gesichert seien die Vorhersagen somit aber keinesfalls. Eher gilt, dass „man manchmal daraus einen ersten Trend abschätzen“ kann.

Und was sagt die Meteorologie selbst zum Siebenschläfer und seinen Bauernregeln?

Bauernregeln basieren aus wissenschaftlicher Sicht in erster Linie auf regelmäßig wiederkehrenden Wetterphänomenen – auf der sogenannten Singularität. Prominentes Beispiel dafür ist eben die „Siebenschläferregel“: So wie das Wetter am Siebenschläfer ist, so werde es sieben Wochen sein, heißt es.

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Zwar sind Wettervorhersagen nur etwa für die nächsten zehn Tage präzise. Allerdings zeigen Daten, dass sich das Wetter zwischen Ende Juni und Anfang Juli in Süddeutschland in bis zu 70 Prozent der Fälle bis Anfang August fortsetzt. Die "Siebenschläferregel" hat also durchaus etwas Aussagekraft.

"Da ist ein Funken Wahrheit dran", sagt auch Joachim Schug, Chef-Meteorologe bei der Meteogroup. Allerdings sei es gefährlich, tatsächlich nur den 27. Juni als Lostag zu nehmen, denn es gehe mehr um einen Zeitraum. "Das ist Ende Juni, Anfang Juli. Richtung Sommer kippt nämlich das Wettermuster. Kommt ein Tiefdruckgebiet, bleibt das erst einmal. "

Woher kommt der Name Siebenschläfer?

Mit dem gleichnamigen Nagetier hat der Siebenschläfertag nichts zu tun. Der Name hat sich aus einen alten Legende entwickelt. Bei der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249-251) sollten sieben junge Christen in einer Berghöhle in Ephesus entdeckt und lebendig eingemauert worden sein. Der Legende zufolge starben sie aber nicht, sondern schliefen mehrere hundert Jahre lang. An einem 27. Juni wurden sie dann zufällig entdeckt, wachten auf, und bezeugten ihren Glauben an die Auferstehung der Toten.

Bis heute wird diesen sieben Schläfern am 27. Juni gedacht.