Rubihorn bei Oberstdorf

Warum das Rubihorn ein echter Mode-Berg im Allgäu geworden ist

Eine Wanderung am Rubihorn bei Oberstdorf ist geradezu ein Klassiker beim Urlaub im Allgäu. Warum das Rubihorn so beliebt ist und was den Gipfel ausmacht.

Eine Wanderung am Rubihorn bei Oberstdorf ist geradezu ein Klassiker beim Urlaub im Allgäu. Warum das Rubihorn so beliebt ist und was den Gipfel ausmacht.

Bild: Günter Jansen

Eine Wanderung am Rubihorn bei Oberstdorf ist geradezu ein Klassiker beim Urlaub im Allgäu. Warum das Rubihorn so beliebt ist und was den Gipfel ausmacht.

Bild: Günter Jansen

Eine Wanderung am Rubihorn ist geradezu ein Klassiker beim Urlaub im Allgäu. Warum das Rubihorn so beliebt ist und was den Oberstdorfer Hausberg ausmacht.
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Von Allgäuer Zeitung
08.07.2021 | Stand: 14:29 Uhr

Das Rubihorn ist ein Berg in den Allgäuer Alpen. Es gehört zusammen mit dem Nebelhorn zur sogenannten Daumengruppe und ist der Oberstdorfer Hausberg. In älteren Karten wird der Berg auch Geisenalphorn oder Geisalphorn genannt. Inzwischen hat sich der Name Rubihorn etabliert. Die Bedeutung des Names ist schnell erklärt - sie leitet sich vom nahegelegenen Dorf Rubi ab.

Infos zum Rubihorn

  • Höhe: 1.957 Meter
  • Mittelschwere Bergtour
  • Einkehrmöglichkeiten: Berggasthof Gaisalpe (1165 m), Breitenberg Café (985 m).
  • Gebirge: Allgäuer Alpen
  • Bundesland: Bayern
Im Sommer gehört das Rubihorn zu den beliebtesten Wandergipfeln im Allgäu. Im Netz finden sich etliche Reise- und Bergführer, die eine Wanderung aufs Rubihorn empfehlen - dabei aber auch regelmäßig darauf hinweisen, dass die Touren für Anfänger nicht unbedingt geeignet sind.
  • Etwa drei Stunden dauert die Wanderung von Reichenbach (876 Meter) über die Gaisalpe (1165 Meter) und den Unteren Gaisalpsee (1508 Meter) bis zum Gipfel des Rubihorn. Dabei sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
  • Auch von der Nebelhorn-Mittelstation Seealpe (1260 Meter) ist der Gipfel des Rubihorn erreichbar. Der Anstieg der mittelschweren Bergtour führt über die Bergwiesen des Roßbichls über viele steile Kehren nach oben. Beim Weg über den Roßbichel ist ebenfalls Trittsicherheit erforderlich.
Die beiden Gaisalpseen liegen auf dem Weg zwischen Reichenbach und dem Rubihorn. Der untere, größere Gaisalpsee liegt auf einer Höhe von 1.508 Metern direkt am Wanderweg von Reichenbach durch das Gaisalptobel.
Die beiden Gaisalpseen liegen auf dem Weg zwischen Reichenbach und dem Rubihorn. Der untere, größere Gaisalpsee liegt auf einer Höhe von 1.508 Metern direkt am Wanderweg von Reichenbach durch das Gaisalptobel.
Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Auch eine Winterwanderung am Rubihorn ist möglich. Winterbergsteigen ist natürlich sehr stark abhängig von den jeweiligen Verhältnissen und auch die Lawinengefahr ist zu beachten. Gerade die Rubihorn-Nordwand werde von vielen unterschätzt, heißt es bei der Bergwacht. Anders als beim Klettern im sommerlichen Fels seien in der Nordwand im Winter alpine Erfahrung und Können besonders wichtig. Auch sind die Verhältnisse in solchen Wänden stark von den jeweiligen Schnee- und Eisverhältnissen abhängig. Zudem droht häufig Eis- und Steinschlag.

Der Abstieg vom Rubihorn-Gipfel führt die Nordwand-Alpinisten auch im Winter über den Sommerweg. Der ist zwar nicht schwierig, doch auch dort kann Lawinengefahr bestehen.

Einsatz der Bergwacht an der Rubihorn-Nordwand: Gerade im Winter sind Aufstieg und Abstieg hier nicht ungefährlich.
Einsatz der Bergwacht an der Rubihorn-Nordwand: Gerade im Winter sind Aufstieg und Abstieg hier nicht ungefährlich.
Bild: Bergwacht

Doch wo jeder hin will, wird es bisweilen eng und Probleme entstehen. Das ist auch beim Rubihorn so. Der Berg bei Oberstdorf ist in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Modeberg geworden. Daran haben auch die sogenannten Influencer im Netz ihren Anteil, die auf Hochglanz getrimmte Bilder vom Rubihorn und seiner Umgebung bei Instagram hochladen und damit Nachahmer auf den Plan rufen. Der Schrecksee oder der Gaisalpsee mit dem Rubihorn in den Oberstdorfer Bergen sind beste Beispiele dafür.

Das Rubihorn bei Oberstdorf bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Allgäuer Landschaft.
Das Rubihorn bei Oberstdorf bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Allgäuer Landschaft.
Bild: Tobias Schuhwerk

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Rubihorn:

Gibt es eine Webcam am Rubihorn?

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Nein, direkt auf dem Rubihorn gibt es keine Webcam, auch nicht am Gipfel. Allerdings gibt es rund um den Berg bei Oberstdorf gleich mehrere Webcams, etwa am Nebelhorn. Eine Übersicht über Webcams am Rubihorn gibt es hier.

Wann und wie lange liegt Schnee auf dem Rubihorn?

Der südseitige Anstieg von der Seealpe und der Gratverlauf können im Frühjahr schon recht bald schneefrei sein. Auf der Nordseite mit seinen Schattenbereichen muss allerdings bis spät ins Jahr mit teils erheblichen Altschneefeldern gerechnet werden.

Welche Ausrüstung brauche ich für eine Wanderung aufs Rubihorn?

Der Anstieg zum Rubihorn ist teils steil und steinig. Zwischen dem Gaisalpsee und der Gaisalpe sind einige ausgesetzte Meter mit Stahlseil versichert. Feste, knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle sind erforderlich.

Anfahrt und Parken: Wie komme ich zum Rubihorn?

  • Die Anfahrt erfolgt über die B19, an Sonthofen vorbei in Richtung Kleinwalsertal.

  • Vor Oberstdorf Abfahrt im Kreisverkehr Richtung Ortseingang. dort gibt es mehrere kostenpflichtige Parkplätze, von denen aus es einen Pendelbusverkehr gibt.