Allgäuer Behörde warnt

Warum Sie sich vor dieser Pflanze in Acht nehmen sollten

Den Riesen-Bärenklau sollte man auf keinen Fall ungeschützt berühren. Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu

Den Riesen-Bärenklau sollte man auf keinen Fall ungeschützt berühren. Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu

Bild: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu

Den Riesen-Bärenklau sollte man auf keinen Fall ungeschützt berühren. Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu

Bild: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu

Das Landratsamt Unterallgäu warnt vor dem "Riesen-Bärenklau". Die Pflanze sei in der Region auf dem Vormarsch. Was passiert, wenn man sie ungeschützt berührt.
##alternative##
Von Allgäuer Zeitung
15.07.2020 | Stand: 18:48 Uhr

Markus Orf, Unterallgäuer Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, warnt eindringlich: Die imposante Staude des Riesen-Bärenklaus sollte auf keinen Fall ungeschützt berührt werden. In Verbindung mit Sonnenlicht könnte dies zu schweren Verbrennungen führen.

Weil die Pflanze sich in der Region aber immer weiter ausbreitet, müsse man sie mit geeigneter Schutzausrüstung bekämpfen. Die Haut sollte vollständig bedeckt sein - auch Handschuhe und eine Schutzbrille mit seitlichem Schutz sei dringend ratsam. "Am besten führt man die Arbeiten bei bedecktem Himmel oder am Abend durch“, sagt Orf. „Dann ist die Sonnenstrahlung geringer und das Risiko niedriger, dass die Haut mit dem Pflanzensaft reagiert, falls man trotz Schutzkleidung etwas davon abbekommt.“

Riesen Bärenklau im Allgäu: Was man auf jeden Fall vermeiden sollte

Spritzgefahr bestehe vor allem, wenn man die Pflanze mit der Motorsense abmäht. Deshalb sollte man das bleiben lassen, sagt Orf. Richtig bekämpfe man den Riesen-Bärenklau zum Beispiel so: Den oberen Teil der Wurzel, den „Vegetationskegel“, etwa zehn bis 15 Zentimeter unter der Erdoberfläche mit dem Spaten abstechen. Die abgetrennte Wurzel und eventuelle Blüten- und Samenstände über die Restmülltonne entsorgen oder verbrennen. Der untere Wurzelteil verrottet im Boden. An der Vermehrung hindert man die Pflanze, indem man die Blüten- oder Samenstände abschneidet und diese ebenfalls verbrennt oder in die Mülltonne wirft.

Und das sollten Sie tun, wenn Sie den Riesen-Bärenklau doch berührt haben

Wer die Pflanze doch aus Versehen mit der bloßen Haut berührt hat, sollte die betreffende Stelle schnellstmöglich mit Wasser und Seife abwaschen und sie nicht der Sonne aussetzen. Denn: Hautreaktion wie Rötungen, Juckreiz und Blasen bis hin zu schweren Verbrennungen können vor allem in Kombination mit Sonnenlicht auch Tage später noch auftreten. Kommt es zu größeren Hautreaktionen oder Beschwerden wie Brennen oder Schmerzen, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Fakten zum Riesen-Bärenklau

  • Der Riesen-Bärenklau kam im 19. Jahrhundert als Zierpflanze aus dem Kaukasus nach Europa. Wegen seiner Größe von zwei bis vier Metern wird er auch Herkulesstaude genannt. Charakteristisch für die Pflanze sind auch der kräftige rotgesprenkelte und behaarte Stengel, die mehrteiligen großen Blätter und die bis zu 50 Zentimeter großen weißen Blüten-Dolden.

  • Der Riesen-Bärenklau wächst etwa an Straßenrändern, Bahnlinien und Gewässern, auf Waldlichtungen, brachliegenden Flächen, in Gärten oder in Parks.

  • Er vermehrt sich über seine zahlreichen Samen, die vor allem über Gewässer oder den Verkehr verbreitet werden. Ausgewachsene Pflanzen können 10.000 bis 50.000 Samen tragen, die acht bis zehn Jahre keimfähig bleiben können.

>> Lesen Sie auch: Die häufigsten Unfälle von Kindern und wie man sie vermeidet <<

Lesen Sie auch
##alternative##
Eichenprozessionsspinner

Vorsicht: Gefährliche Raupen breiten sich im Unterallgäu aus