Modellversuch

Wasserstoff-Zug soll ab Mitte 2023 zwischen Augsburg und Füssen fahren

Ein Wasserstoff-Zug (Archivbild): Zwischen Augsburg und Füssen soll ab Mitte 2023 ein mit Wasserstoff betriebener Zug fahren.

Ein Wasserstoff-Zug (Archivbild): Zwischen Augsburg und Füssen soll ab Mitte 2023 ein mit Wasserstoff betriebener Zug fahren.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa

Ein Wasserstoff-Zug (Archivbild): Zwischen Augsburg und Füssen soll ab Mitte 2023 ein mit Wasserstoff betriebener Zug fahren.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa

Zwischen Augsburg und Füssen soll ab Mitte 2023 ein mit Wasserstoff betriebener Zug fahren. Das hat das bayerische Wirtschaftsministerium bekanntgegeben.
12.07.2021 | Stand: 14:44 Uhr

Ein mit Wasserstoff betriebener Zug soll ab Mitte 2023 zwischen Augsburg und Füssen fahren. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten am Montag Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer mit Spitzenvertretern von Siemens Mobility und der Bayerischen Regiobahn (BRB).

Der Pilotbetrieb im Netz der Bayerischen Regiobahn ist auf zunächst 30 Monate angelegt, das Wirtschaftsministerium finanziert den Test. "Der Zug ist ein weiterer wichtiger Baustein der bayerischen Wasserstoff-Strategie", sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). "Wir setzen das Projekt gemeinsam mit den Partnern auf das Gleis, weil wir überzeugt sind, mit Wasserstoff einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs leisten zu können. Wir werden in Bayern beweisen, dass mit grünem Wasserstoff Wirtschaft und Klimaschutz unter einen Hut zu bekommen ist."

Der Wasserstoffzug wird in Augsburg stationiert. Er soll auf oberleitungsfreien Strecken fahren und hat eine Reichweite von bis zu 800 Kilometer. Die Hauptkomponenten der Wasserstofftraktion sind zwei auf dem Dach montierte Brennstoffzellen. Komplettiert wird das System von Unterflurbatterien.

Wasserstoff-Zug soll 2024 den Regelbetrieb aufnehmen

Das Fahrzeug wird im Frühjahr 2022 der Öffentlichkeit vorgestellt. Erste Sonderfahrten in Bayern sind für das Jahr 2023 geplant, bevor das Fahrzeug im Januar 2024 den offiziellen Passagierbetrieb aufnimmt.

Das Thema Wasserstoff ist bei Kommunen und Unternehmen im Allgäu hoch im Kurs. Beispielsweise ist das Logistikunternehmen Dachser seit Anfang dieses Jahres neues Mitglied im Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV). Dieser Zusammenschluss ist seit 1996 auf die Förderung einer zügigen Markteinführung des Energieträgers Wasserstoff und der Brennstoffzellen-Technologie ausgerichtet. Mehrere Förderprogramme für die Nutzung der Wasserstofftechnik werden inzwischen im Allgäu in Anspruch genommen. Und an der Kemptener Hochschule gibt es ein auf drei Jahre angelegtes Projekt mit einem Volumen von 2,4 Millionen Euro.

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Vor allem auf der Schiene eröffnen sich mit der Wasserstofftechnik umweltfreundliche Alternativen zum Dieselantrieb. Derzeit gilt die Region – im Hinblick auf die Bahn – immer noch als größtes Dieselloch Deutschlands. Das sei für eine der führenden Tourismus-Destinationen der Republik wenig schmeichelhaft, kritisieren Politiker schon länger.

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