Ferien im Allgäu

Wegen Corona: Urlaub auf dem Bauernhof im Allgäu und in Ferienwohnungen boomt

Ferienhof Brutscher, Urlaub auf dem Bauernhof bei Familie Ness in Fischen. 

v.l. Petra mit Josefine, Tochter Magdalena und Johannes mit Sohn Florian

Familie Ness empfängt Urlaubsgäste auf ihrem Bauernhof in Fischen im Allgäu. Der Ferienhof ist für die Sommermonate bereits ausgebucht.

Bild: Dominik Berchtold (Archiv)

Familie Ness empfängt Urlaubsgäste auf ihrem Bauernhof in Fischen im Allgäu. Der Ferienhof ist für die Sommermonate bereits ausgebucht.

Bild: Dominik Berchtold (Archiv)

In vielen Bundesländern beginnen die Sommerferien. Strömen nun die Touristen ins Allgäu? So steht es um Buchungen in Hotels, Ferienwohnungen und Bauernhöfen.

30.06.2020 | Stand: 15:03 Uhr

In den ersten Bundesländern beginnen die Sommerferien und auch im Allgäu sind die Ferienunterkünfte gut gebucht. "Wegen Corona ist vor allem Urlaub auf dem Bauernhof und in Ferienwohnungen sehr gefragt", sagt Simone Zehnpfennig, Pressesprecherin der Allgäu GmbH. In den Hotels gebe es hingegen noch Luft nach oben. Hier seien noch Kapazitäten vorhanden, sagt Zehnpfennig. Die Hotelbranche sei optimistisch, dass es nun nach der Corona-Zwangspause wieder aufwärts geht. 

Urlaub auf dem Bauernhof im Allgäu: Bis August ausgebucht

"Wir sind bis August komplett ausgebucht", sagt Petra Ness vom Ferienhof Brutscher in Fischen im Allgäu. Ness betreibt mit ihrer Familie einen Bauernhof mit Ferienwohnungen. In den vergangenen Wochen hatte sie mehr Anfragen als sonst. "Wir sind immer über die Sommermonate ausgebucht. Aber wir bekommen wesentlich mehr Anfragen als sonst." Ness hat viele Stammkunden. Dieses Jahr seien viele neue Besucher dabei. "Vor allem Familien", sagt sie. "Man merkt: Die Leute wollen raus und in den Urlaub fahren."

Urlaub auf dem Bauernhof scheint vielen eine gute Alternative. "Im Vergleich zu den Hotels haben wir es einfacher, die Hygieneregeln umzusetzen", sagt Ness. Die Begrüßung und die Schlüsselübergabe finden auf dem Hof im Freien statt. Die Abstände werden eingehalten. Danach wohnen die Gäste in separaten Wohnungen. Und: "Wir haben zudem Desinfektionsspender aufgestellt", sagt Ness. Die Betreiberin wirkt entspannt. "Das ist alles gut machbar", sagt sie.

>> Droht dem Westallgäu ein großer Touristen-Ansturm? <<

Viele Allgäuer Hotels haben noch Zimmer frei

Dass bei vielen Kunden noch Unsicherheit herrscht, kann auch Zehnpfennig von der Allgäu GmbH bestätigen. "Doch wir sind optimistisch, dass sich die Lage in den Hotels entspannen wird", sagt sie. Zumal nun auch dort die Verbote gelockert wurden. "Im Gegensatz zu Pfingen dürfen die Hotels ihre Spa-Bereiche wieder öffnen." Obwohl in den Bundesländern nach und nach die Sommerferien beginnen, hat das Allgäu weniger Buchungen zu verzeichnen. "83 Prozent der Gäste im Allgäu kommen aus Deutschland", sagt Zehnpfennig. Der Rest komme aus dem Ausland. "Diese Gäste fehlen uns." Trotzdem seien die Hotelbetreiber optimistisch, sagt Zehnpfennig. "Die Defizite, die während der Corona-Zwangspause gemacht wurden, können nicht mehr ausgeglichen werden. Doch die Hotelbranche ist zuversichtlich, dass es nun wieder voran geht." 

>> Ansturm auf die Natur: Ist ein Betretungsverbot eine Lösung gegen zu viele Ausflügler im Allgäu? <<

Allgäuer Gäste halten sich an Corona-Regeln

Die ersten Wochen mit den Hygienebeschränkungen seien in den Allgäuer Hotels gut verlaufen. "Die Gäste sind vernünftig und halten sich an die Regeln", sagt die Pressesprecherin von Allgäu GmbH. In den Restaurantbereichen herrscht Maskenpflicht. Das Essen, das normalerweise vom Buffet geholt werden kann, wird serviert. "Die Hotels haben sich so umstrukturiert, dass die Corona-Regeln eingehalten werden können", sagt Zehnpfennig. 

 

Das könnte Sie auch interessieren: