P-Seminar-Preis 2020/22

100. Schuljubiläum: Lindenberger Gymnasiasten überzeugen mit kreativer Idee

2020 hat das Gymnasium Lindenberg das große Jubiläum begangen: Es wurde 100 Jahre alt. An große Feiern war und ist in Zeiten der Pandemie allerdings nicht zu denken, doch eine Jubiläumsschrift ist erschienen.

2020 hat das Gymnasium Lindenberg das große Jubiläum begangen: Es wurde 100 Jahre alt. An große Feiern war und ist in Zeiten der Pandemie allerdings nicht zu denken, doch eine Jubiläumsschrift ist erschienen.

Bild: Gymnasium/Caroline Mittermeier; Montage: AZ

2020 hat das Gymnasium Lindenberg das große Jubiläum begangen: Es wurde 100 Jahre alt. An große Feiern war und ist in Zeiten der Pandemie allerdings nicht zu denken, doch eine Jubiläumsschrift ist erschienen.

Bild: Gymnasium/Caroline Mittermeier; Montage: AZ

Das Gymnasium Lindenberg ist unter den 24 bayerischen Vorrundensiegern des „P-Seminar-Preises“. Zum 100-Jahr-Jubiläum ist eine besondere Festschrift erschienen.
03.02.2022 | Stand: 16:45 Uhr

Die 24 Vorrundensieger des „P-Seminar-Preises 2020/22“ stehen fest. Zu den prämierten P-Seminaren des Abiturjahrgangs 2020/2022 gehört das Gymnasium Lindenberg, das im Leitfach Deutsch das Projekt „100 Jahre Gymnasium Lindenberg – eine Schule und ihre Geschichte(n)“ in Form einer Festschrift umgesetzt hat. „Ich freue mich über die Auszeichnung, da steckt viel, viel Arbeit dahinter. Ich finde es toll, dass unsere Schülerinnen und Schüler ein solches Projekt trotz der Corona-Einschränkungen auf die Beine gestellt und erfolgreich zu Ende gebracht haben. Das war nicht immer einfach“, sagt Schulleiterin Karin Ulrich. (Das könnte Sie auch interessieren: 100 Jahre Gymnasium Lindenberg: Geschichten, Gedanken, Bilder)

Festschrift zum 100-Jahr-Jubiläum: Lindenberger Gymnasium erhält ein Preisgeld von 200 Euro

In den kommenden Wochen werden die jeweils besten Seminar-Teams in den Bezirken der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien ausgezeichnet und ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro erhalten. „Die Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen fast eineinhalb Jahren in ihren Projekt-Seminaren zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminare) kreative Ideen entwickelt, Konzepte erstellt und an deren Umsetzung gewirkt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kultusministeriums. Die 24 erfolgreichen Projekte bilden dabei ein breites Themenspektrum mit Leitfächern von Latein über Sport bis zu Informatik und Geschichte ab. Aus den 24 Vorrundensiegern werden dann die vier besten P-Seminare auf Landesebene ermittelt. Diese vier Teams werden am 18. März online mit dem „P-Seminar-Preis 2020/22“ geehrt. (Lesen Sie auch: Wie Magdalena Dorner aus Lindenberg zur Nanotechnologie fand - und einen Preis erhielt)

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Schulleiterin Karin Ulrich ist stolz auf die Jubiläumsfestschrift, die die Lindenberger Gymnasiasten im Rahmen eines P-Seminars erstellt haben.
Schulleiterin Karin Ulrich ist stolz auf die Jubiläumsfestschrift, die die Lindenberger Gymnasiasten im Rahmen eines P-Seminars erstellt haben.
Bild: Ingrid Grohe (Archivbild)

2020 ist das Gymnasium Lindenberg 100 Jahre alt geworden - ein Fest gab es pandemiebedingt nicht

2020 hat das Gymnasium Lindenberg das große Jubiläum begangen: Es wurde 100 Jahre alt. An große Feiern war und ist in Zeiten der Pandemie allerdings nicht zu denken, doch eine Jubiläumsschrift ist erschienen. Geschaffen hat sie das P-Seminar mit Unterstützern vieler aktueller und ehemaliger Mitglieder der Schulfamilie.

Ein Jahr lang haben Lindenberger Schülerinnen und Schüler mit ihrem Deutschlehrer an der Festschrift gearbeitet

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Ein Jahr lang haben die Schülerinnen und Schüler Max Baldauf, Ilyas Sharifgaliev, Jonas Kinzelmann, Samian Engel, Duc Le Minh, Merle Wagner, Constanze Meinert, Louise Dietlein, Kilian Warmdt und Tim Schlachter mit Begleitung von Deutschlehrer Philipp Unsinn an diesem Heft gearbeitet. Sie gingen vielen Fragen nach, zum Beispiel: Was macht die Schule heute bunt und lebenswert? Warum wurde die Schule überhaupt gegründet? Was passierte an unserer Schule während der Zeit des Nationalsozialismus, nach dem Krieg oder während der 68er-Zeit? Wie reagierte die Schulfamilie auf den Mauerfall, die anschließende Zeit der Globalisierung, die Corona-Pandemie? (Lesen Sie auch: Konzert mal anders: Ein Rundgang durch das Gymnasium Lindenberg)

Corona erschwerte die Arbeit an der Festschrift, unter anderem die Kontaktaufnahme zu Zeitzeugen

Impulse und Inhalte fand die Redaktion der Jubiläumsschrift unter anderem im hauseigenen Archiv. Die Pandemie erschwerte die Arbeit, auch weil die Kontaktaufnahme zu Zeitzeugen nicht einfach war. Viele Artikel in der Festschrift haben die Schülerinnen und Schüler selbst verfasst. Aber auch Ehemalige trugen Texte zu der Festschrift bei, darunter der Poetry Slammer, Kabarettist und Schriftsteller Alex Burkhard, der 2008 an dieser Schule Abitur gemacht hat. Neben persönlichen Beiträgen finden sich historische Erläuterungen und Fotografien zur Schulgeschichte sowie Beschreibungen aller Fachbereiche im Verlauf von 100 Jahren.

Für Schulleiterin Karin Ulrich war es wichtig, dass die Festschrift von Schülern für Schüler ist

Die Lindenberger Gymnasiasten konnten selbst Schwerpunkte setzen. „Es sollte eine Broschüre von Schülern für Schüler sein und nicht ein Heft, das mehr oder weniger ungelesen in einem Archiv landet“, erklärt Karin Ulrich. Die Jugendlichen seien einem gewissen Druck ausgesetzt gewesen. „Sie wussten nicht, was auf sie zukommt, haben das aber super gemacht.“ Laut Ulrich komme in der Festschrift vor allem die Offenheit und Vielfältigkeit rüber, die das Gymnasium ausmachten.

Für was das Preisgeld in Höhe von 200 Euro verwendet wird, weiß die Schulleiterin noch nicht. „Ich möchte die Mitglieder des P-Seminars in diese Entscheidung miteinbeziehen“, erklärt Ulrich.

Erhältlich ist die Festschrift bei Buch Netzer am Stadtplatz in Lindenberg oder per E-Mail-Bestellung an p.unsinn@gymlindenberg.info

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