Arbeitskreis Tourismus

Darum kommen 140 Ruhebänke in Oberreute auf den Prüfstand

Ruhebänke Oberreute

Eine Inventur der Ruhebänke in Oberreute nimmt der Arbeitskreis Tourismus derzeit vor – hier Anton Kulmus (links) und Friedhold Schneider am Bühl.

Bild: Olaf Winkler

Eine Inventur der Ruhebänke in Oberreute nimmt der Arbeitskreis Tourismus derzeit vor – hier Anton Kulmus (links) und Friedhold Schneider am Bühl.

Bild: Olaf Winkler

Der Arbeitskreis Tourismus nimmt alle Ruhebänke genau unter die Lupe. Worauf die Mitglieder achten und was sich die Gemeinde Oberreute davon verspricht.
07.05.2021 | Stand: 07:07 Uhr

Ob beim abendlichen Spaziergang oder bei der Tageswanderung: Ruhebänke sind vielfach gefragt – zum Genießen der Aussicht oder bei der Brotzeit. Die Bedeutung der Ruhebänke hat die Gemeinde Oberreute schon seit Jahren erkannt und auf ihrem Gebiet inzwischen 141 Bänke aufgestellt. Nun hat sich der Arbeitskreis Tourismus der Aufgabe angenommen, die Bänke zu beurteilen und damit auch weitere Verbesserungen anzustoßen.

Die neun Mitglieder des Arbeitskreises haben sich Oberreute in 18 Wandertouren aufgeteilt und liefern in den nächsten Wochen an Friedhold Schneider zurück, was sie dort zu sehen bekommen. Er nämlich koordiniert die Aktion und gibt die Ergebnisse am Ende an seinen Sohn Stefan weiter – den Bürgermeister der Gemeinde.

Kriterien wie der aktuelle Standplatz und die damit verbundene Aussicht, aber auch der Zustand und das Umfeld der Ruhebänke werden dabei erhoben. „Viele Bänke sind eingewachsen“, weiß Friedhold Schneider. Bei anderen, beispielsweise im Bereich des Wildrosenmoos, hat die Feuchtigkeit dem Material zugesetzt.

Wanderer hinterlassen Müll in Oberreute

Und mitunter haben Nutzer der Bank Müll hinterlassen – trotz der freundlichen Aufforderung, ihn wieder mit nach Hause zu nehmen. An einigen Stellen müssen die Arbeitskreis-Mitglieder aber auch feststellen, dass eine Bank unter Vandalismus gelitten hat.

Nicht zuletzt hat Corona Auswirkungen: An beliebten Ausblicken wie am Oberberg steht zwar eine Ruhebank, doch das sei zu wenig, weiß Schneider. Schließlich setze sich in Zeiten der Pandemie niemand mehr zu einer anderen Person auf eine Bank. Neben zusätzlichen Ruhebänken seien aber auch neue Standorte denkbar. Hier hofft Friedhold Schneider, dass sich Spender finden, die neue Ruhebänke finanzieren.

Bauhof Oberreute hält Bänke in Schuss

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Die Überarbeitung der vorhandenen Bänke und Standorte hingegen übernimmt der kommunale Bauhof. „Wir sind aber sehr dankbar, dass der Arbeitskreis Tourismus für uns die Inventur übernimmt. Das könnten wir nicht leisten“, sagt Bürgermeister Stefan Schneider. Er erhält auch elektronische Daten zu Standort und Zustand der einzelnen Bänke von seinem Vater. Sie sollen dann ins kommunale Informationssystem einfließen.

Zu den Ausschussmitgliedern gehört Anton Kulmus. Als Vermieter hat er zwar nie Beschwerden über den Zustand der Bänke gehört, aber er weiß um die Bedeutung von gepflegten Sitzmöglichkeiten. „Vielleicht können wir mit der Aktion auch benachbarte Kommunen anregen, nach ihren Ruhebänken zu sehen“, hofft er.

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