Vermisstenfall im Allgäu

49-jähriger Westallgäuer weiter vermisst - Fahrrad am Bodensee gefunden

Die Polizei hat am und um den Bodensee nach dem vermissten Westallgäuer gesucht.

Die Polizei hat am und um den Bodensee nach dem vermissten Westallgäuer gesucht.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Die Polizei hat am und um den Bodensee nach dem vermissten Westallgäuer gesucht.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Ein Mann wird seit Freitag im Westallgäu vermisst. Er brach in Scheidegg zu einer Fahrradtour auf. Auch am Dienstag gibt es keine Spur.
29.03.2021 | Stand: 09:12 Uhr

Aktualisiert am Dienstag, 14.45 Uhr - Seit Freitag wird ein 49-Jähriger aus dem Westallgäu vermisst. Der Mann war von Scheidegg aus mit dem Fahrrad aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Am Freitag meldete seine Frau ihn als vermisst. Die Polizei in Österreich fand das Fahrrad und persönliche Gegenstände des Mannes in der Fußacher Bucht am Bodensee. Dort suchte die Polizei am Sonntag aus der Luft und auf dem Wasser nach dem Vermissten.

Vermisster aus dem Westallgäu hat kein Handy dabei

Als der Mann am Freitag in Deutschland als vermisst gemeldet wurde, kümmerte sich zunächst das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West um den Fall. „Der Vermisste hat kein Handy mitgenommen und keine Zieladresse angegeben. Wir hatten also kein Gebiet, auf das wir die Suche eingrenzen konnten“, sagt ein Sprecher des Präsidiums. Die Beamten fragten die Krankenhäuser in der Region ab. „Am Samstagnachmittag wurde das Fahrrad in Österreich gefunden. Die Beamten haben deshalb dort die Suche übernommen.“

Polizei fand Mountainbike und Kleidungsstücke

Neben dem anthrazitfarbenen Mountainbike sind in der Fußacher Bucht auch noch Kleidungsstücke des Mannes gefunden worden, teilte die Österreichische Polizei mit. Bis in die Nacht suchten die Beamten dort am Samstag nach dem Vermissten. Beteiligt waren die Wasserpolizei, die Bergrettung mit Spürhunden, die Feuerwehren Fußach, Hard und Bregenz sowie die Polizei Hard mit Hunden, Hubschrauber und Polizeiboot.

Am Sonntag setzten die Beamten die Suche samt Hubschrauber und Boot fort, teilt eine Sprecherin der Landespolizeidirektion auf Nachfrage mit.

Dienstag: Keine größere Suche mehr

Auch am Dienstag blieb die Suche nach dem Vermissten erfolglos. Inzwischen ist die Seepolizei Hard in Österreich allein für die Suche zuständig. Sie teilte auf Anfrage unserer Redaktion mit, derzeit keine weitläufigen Flächen mehr nach dem Mann zu durchkämmen. Zu den Hintergründen des Vorfalls ermittelt die Kriminalpolizei Lindau.

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