Vermisstenfall im Allgäu

49-jähriger Westallgäuer vermisst - Leiche am Bodensee gefunden

Am Bodensee ist die Leiche eines vermissten Westallgäuer gesfunden worden (Symbolbild).

Am Bodensee ist die Leiche eines vermissten Westallgäuer gesfunden worden (Symbolbild).

Bild: Felix Kästle

Am Bodensee ist die Leiche eines vermissten Westallgäuer gesfunden worden (Symbolbild).

Bild: Felix Kästle

Ein Mann wurde seit März im Westallgäu vermisst. Er brach in Scheidegg zu einer Fahrradtour auf. Nun wurde seine Leiche gefunden.
11.06.2021 | Stand: 10:20 Uhr

Aktualisiert am 10. Juni: Zwei Kajakfahrer haben am Bodensee die Leiche des Vermissten aus dem Westallgäu gefunden. Das berichtet die Vorarlberger Polizei.

Aufgrund persönlicher Anknüpfungspunkte wurde die Fahndung nach der Vermisstenmeldung Mitte März auch auf das Gebiet FKK-Strand in Hard ausgedehnt. Vor dem FKK-Gelände fand die Polizei damals das Fahrrad und im Gelände Kleidungsstücke des Vermissten. Eine großangelegte Suchaktion im Bereich der Fußacher Bucht blieb erfolglos.

Am 23. Mai meldeten zwei Kajakfahrer, dass sie im Zuge ihrer Bootstour im Bereich Fußacher Bucht, nahe der Hafeneinfahrt eine Leiche im Wasser, direkt am Schilf treibend, gesehen haben. Die Bergung des männlichen Leichnams erfolgte anschließend durch die Feuerwehr Hard und die österreichische Wasserrettung.

Aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustandes des Leichnams war eine Identitätsfeststellung vorerst nicht möglich, weshalb eine Obduktion und ein DNA-Abgleich am Gerichtsmedizinischen Institut in Innsbruck veranlasst wurden, berichtet die Polizei. Das Ergebnis erbrachte nun Gewissheit, dass es sich bei dem Leichnam um jenen 49-jährigen Mann aus Scheidegg handelte, der am 13. März als vermisst gemeldet worden war

--- Die ursprüngliche Meldung ---

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Aktualisiert am Dienstag, 14.45 Uhr - Seit Freitag wird ein 49-Jähriger aus dem Westallgäu vermisst. Der Mann war von Scheidegg aus mit dem Fahrrad aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Am Freitag meldete seine Frau ihn als vermisst. Die Polizei in Österreich fand das Fahrrad und persönliche Gegenstände des Mannes in der Fußacher Bucht am Bodensee. Dort suchte die Polizei am Sonntag aus der Luft und auf dem Wasser nach dem Vermissten.

Vermisster aus dem Westallgäu hat kein Handy dabei

Als der Mann am Freitag in Deutschland als vermisst gemeldet wurde, kümmerte sich zunächst das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West um den Fall. „Der Vermisste hat kein Handy mitgenommen und keine Zieladresse angegeben. Wir hatten also kein Gebiet, auf das wir die Suche eingrenzen konnten“, sagt ein Sprecher des Präsidiums. Die Beamten fragten die Krankenhäuser in der Region ab. „Am Samstagnachmittag wurde das Fahrrad in Österreich gefunden. Die Beamten haben deshalb dort die Suche übernommen.“

Polizei fand Mountainbike und Kleidungsstücke

Neben dem anthrazitfarbenen Mountainbike sind in der Fußacher Bucht auch noch Kleidungsstücke des Mannes gefunden worden, teilte die Österreichische Polizei mit. Bis in die Nacht suchten die Beamten dort am Samstag nach dem Vermissten. Beteiligt waren die Wasserpolizei, die Bergrettung mit Spürhunden, die Feuerwehren Fußach, Hard und Bregenz sowie die Polizei Hard mit Hunden, Hubschrauber und Polizeiboot.

Am Sonntag setzten die Beamten die Suche samt Hubschrauber und Boot fort, teilt eine Sprecherin der Landespolizeidirektion auf Nachfrage mit.

Dienstag: Keine größere Suche mehr

Auch am Dienstag blieb die Suche nach dem Vermissten erfolglos. Inzwischen ist die Seepolizei Hard in Österreich allein für die Suche zuständig. Sie teilte auf Anfrage unserer Redaktion mit, derzeit keine weitläufigen Flächen mehr nach dem Mann zu durchkämmen. Zu den Hintergründen des Vorfalls ermittelt die Kriminalpolizei Lindau.

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