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60 Jahre Marktgemeinde: So feiert Scheidegg sein Jubiläum

Regionalmarkt Scheidegg

Beim Regionalmarkt am 25. Juli in Scheidegg ist eine bunte Mischung geboten: von Käse über Wein bis hin zu Kunsthandwerk.

Bild: Sara Gretler (Symbolbild)

Beim Regionalmarkt am 25. Juli in Scheidegg ist eine bunte Mischung geboten: von Käse über Wein bis hin zu Kunsthandwerk.

Bild: Sara Gretler (Symbolbild)

Scheidegg ist 1961 zum Markt erhoben worden. Das feiert die Gemeinde am 25. Juli unter anderem mit einem Regionalmarkt. Was im Ortskern außerdem geplant ist.
21.07.2021 | Stand: 06:09 Uhr

Im dritten Anlauf soll es klappen: Scheidegg veranstaltet am Sonntag, 25. Juli, einen Regionalmarkt. Das Motto lautet: „Gutes von Berg und See“. 24 Anbieter werden dazu in die Gemeinde kommen. Anlass ist die Markterhebung Scheideggs vor 60 Jahren. Parallel findet von 12 bis 17 Uhr ein verkaufsoffener Sonntag statt. Verbunden ist das Jubiläum mit einem Gewinnspiel zur Geschichte Scheideggs.

Regionalmarkt in Scheidegg wegen Corona schon zweimal verschoben

Die Gemeinde hatte den Regionalmarkt eigentlich für das Frühjahr geplant. Damals musste sie ihn zweimal coronabedingt absagen. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt.

Die Händler werden ihre Waren auf dem Kirchplatz und der Verbindung Richtung Pfarrheim anbieten. Friederike Grau von der Wirtschaftsförderung des Marktes spricht von einer Mischung aus „regionalen Erzeugern und Kunsthandwerk“. Die Palette reicht von hausgemachten Maultaschen, über Bodenseewein, Schnaps und Ölen bis hin zu Käsespezialitäten. Alles stamme aus eigener Herstellung, schildert sie. Mit dabei sein werden auch Anbieter glutenfreier Produkte.

Vertreten sind auch heimische Handwerker mit Arbeiten aus Holz und Textil, mit Gefilztem, handgefertigtem Schmuck und Wachswaren. Auch das Energieteam informiert am Sonntag über seine Arbeit. Die Mitglieder bewirten zudem die Besucher. Der Erlös ist für die Grundschule bestimmt. Schließlich können Besucher auch noch beim Bücherflohmarkt des Kur- und Verkehrsvereins schmökern.

Scheidegg ist Marktgemeinde seit 1961

Anlass des Tages ist die Markterhebung Scheideggs am 15. März 1961. Die Gemeinde hatte vor sechs Jahrzehnten unter dem damaligen Bürgermeister Benedikt Reutemann auf die Verleihung hingearbeitet. Dazu war nicht nur eine Bevölkerung von mehr als 3000 Menschen nötig. Nachweisen musste Ort auch eine Struktur, die deutlich über die eines Dorfes hinausging, schildert Bürgermeister Ulrich Pfanner. Das bezieht beispielsweise Beherbergungsbetriebe, die Wirtschaft aber auch die Verwaltung mit ein.

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Was die Scheidegger Wasserfälle besonders macht

Heute hat die Einstufung als Marktgemeinde allerdings keine Bedeutung mehr. Dadurch werde Scheidegg weder bei Zuschüssen noch im Regionalplan besser gestellt, sagt der Rathauschef. Da gehe es eher um die Frage, ob eine Kommune Unter-, Mittel- oder Oberzentrum sei.

Ein Festakt oder Ähnliches aus Anlass des runden „Geburtstages“ ist am Sonntag nicht geplant. Bürgermeister Pfanner wird aber gegen 14 Uhr ein paar Worte auf dem Kirchplatz sagen.

Gewinnspiel mit Fragen zur Geschichte

Das Jubiläum ist zudem Anlass für ein Gewinnspiel. Als Preis sind Einkaufsgutscheine Scheidegger Geschäfte im Gesamtwert von 1800 Euro ausgelobt. Sechs Betriebe haben jeweils zehn Gutscheine à 30 Euro zugesagt. Wer einen gewinnen will, muss drei Fragen richtig beantworten. Wer die Antworten nicht weiß, kann sie sich über die Infotafeln zur Geschichte Scheideggs erlesen, die der Historiker Professor Dr. Wolfgang Hartung zusammengestellt hat.

Scheffau gehörte 1961 im Übrigen noch nicht zur Marktgemeinde. Der Ort war damals selbstständig. Erst 1972 wurde Scheffau eingemeindet. Als Alternative stand damals auch ein Anschluss an Weiler im Raum.