Politisches Ehrenamt

Bei der CSU in Weiler-Simmerberg folgt David Fink auf Eberhard Rotter

CSU Weiler-Simmerberg

David Fink hat Eberhard Rotter als Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Weiler-Simmerberg und Ellhofen abgelöst. Zum Abschied erhielt Rotter einen Geschenkkorb. Geehrt werden soll der frühere Ortsvorsitzende wie auch weitere verdiente Mitglieder bei einer eigenen Veranstaltung, die im Herbst geplant ist.

Bild: Peter Mittermeier

David Fink hat Eberhard Rotter als Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Weiler-Simmerberg und Ellhofen abgelöst. Zum Abschied erhielt Rotter einen Geschenkkorb. Geehrt werden soll der frühere Ortsvorsitzende wie auch weitere verdiente Mitglieder bei einer eigenen Veranstaltung, die im Herbst geplant ist.

Bild: Peter Mittermeier

Ein 30-Jähriger wird einstimmig zum Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes Weiler-Simmerberg und Ellhofen gewählt. Warum Rotter das Amt in jüngere Hände gibt.

03.08.2021 | Stand: 11:30 Uhr

David Fink ist neuer Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Weiler-Simmerberg und Ellhofen. Er wurde bei der Generalversammlung im Kolpinghaus einstimmig in das Amt gewählt. Sein Vorgänger Eberhard Rotter war nicht mehr angetreten. „Nicht, weil ich zurücktreten muss, oder weil es keinen Spaß macht, sondern weil ich einen guten Nachfolger vorschlagen kann“, begründete er seinen Rückzug.

Eberhard Rotter ist so etwas wie der Mister CSU im Westallgäu. 28 Jahre war er Landtagsabgeordneter, 29 Jahre lang CSU-Kreisvorsitzender und zuletzt seit 2016 auch Ortsvorsitzender in seiner Heimatgemeinde. Damals sei er in die Pflicht genommen worden, sagte Rotter. Aus gesundheitlichen Gründen war sein Vorgänger Georg Michl zurückgetreten. Ein Jahr nach der gewonnenen Bürgermeisterwahl ist es für Rotter ein „guter Zeitpunkt“, um sein Amt in jüngere Hände zu legen. Die Parteiämter hat Eberhard Rotter abgegeben, ganz von der Bildfläche werde er aber nicht verschwinden, kündigte er an. Der 67-Jährige bleibt Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Weiler-Simmerberg.

David Fink wollte Direktkandidat für den Bundestag werden

Sein Nachfolger David Fink ist längst kein Unbekannter mehr. Er war bisher Kassier im Ortsverband, ist seit der Kommunalwahl 2020 im Gemeinderat und er ist bei der Nominierung für eine Direktkandidatur bei der Bundestagswahl nur knapp gescheitert. Der Bankbetriebswirt ist zudem seit September Vorsitzender des FV Weiler.

In seinem Rechenschaftsbericht hatte Rotter die Kommunalwahl 2020 hervorgehoben. Die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten habe den Ortsverband seit 2018 beschäftigt. Fast 50 Veranstaltungen hielt die CSU im Wahlkampf ab. „Wir konnten feststellen, dass die Menschen neugierig waren auf unsere Kandidaten“, sagte er mit Blick auch auf Tobias Paintner. Dem neuen Bürgermeister bescheinigte Rotter ein „überwältigendes Ergebnis“. Er hatte Amtsinhaber Karl-Heinz Rudolph bereits im ersten Wahlgang mit 64,8 Prozent der Stimmen aus dem Sattel gehoben.

Erstmals gibt Tobias Paintner einen Bericht

Der Rathauschef ist seit einem Jahr und drei Monaten im Amt. Erstmals gab er bei der CSU einen Bericht. Dabei sprach er von einem „guten Miteinander im Gemeinderat und einer „guten Diskussionskultur“. Derzeit arbeite man gemeinsam „viele Themen“ ab. Dazu gehört die Gestaltung des Bahnhof-Umfeldes. „Bis Ende 2023 sollte etwas stehen“, kündigte Paintner an. Der Rathauschef hofft, zu dem Thema eine Infoveranstaltung für Bürger abhalten zu können. Stark in Anspruch nimmt die Gemeinde das Thema Kinderbetreuung. Als gute und intelligente Lösung bezeichnete der Rathauschef den Um- und Anbau an die Schule für den Kindergarten. Leider liege dafür bisher kein Förderbescheid vor. In Ellhofen hat die Gemeinde im Pfarrhof Flächen für den Kindergarten gepachtet. Im Gegenzug seien im Feuerwehrhaus Räume hergerichtet worden, die Gruppen nutzen können, die im Pfarrhof eine Bleibe hatten.

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CSU-Direktkandidatin Mechthilde Wittmann leitete die Wahlen und nutzte die Gelegenheit, um sich vorzustellen. Die 53-Jährige war unter anderem 20 Jahre Stadträtin in München und sechs Jahre Landtagsabgeordnete. Im Parlament leitete sie als erste Frau einen Untersuchungsausschuss. Jetzt ist sie Chief-Compliance beim Münchner Flughafen. Bei den Wahlen 2018 unterlag die Juristin und Mutter zweier Kinder mit 32 Stimmen Unterschied einem Bewerber der Grünen. „Ein Tiefschlag sondergleichen“, bekannte sie. Heute führt sie die Niederlage auf das schlechte Ergebnis der CSU zurück. Sie warnte davor, einen Wahlerfolg als sicher anzusehen. „Ich nehme nichts mehr als selbstverständlich“, sagte sie.