Alpenverein

Berggottesdienste in Scheidegg: Organisator hört mit 85 Jahren auf

Helmut Schocker

Helmut Schocker organisiert seit 25 Jahren die ökumenischen Berggottesdienste in Scheidegg.

Bild: Anna Feßler

Helmut Schocker organisiert seit 25 Jahren die ökumenischen Berggottesdienste in Scheidegg.

Bild: Anna Feßler

Helmut Schocker organisiert seit 25 Jahren jeden Herbst einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Kreuzberg in Scheidegg. Wieso er das tut und wie es weitergeht.
12.09.2021 | Stand: 06:02 Uhr

Jedes Jahr im September sagt Helmut Schocker Danke. Dafür, dass nach einem schönen Bergsommer alle wieder gesund heimgekommen sind. Seit 25 Jahren organisiert der 85-Jährige dazu gemeinsam mit der Scheidegger DAV-Ortsgruppe immer im Herbst einen ökumenischen Berggottesdienst auf dem Kreuzberg. Für den morgigen Sonntag hat er das letzte Mal den Gottesdienst mitgeplant. „Ich bin zuversichtlich, dass es weitergeht“, sagt er.

„Kurz nach Gründung der Ortsgruppe entstand die Idee“, berichtet Schocker von den Anfängen. Er nahm Kontakt zu den damaligen Pfarrern Karl Meisburger und Peter Bauer auf. „Die beiden hatten einen sehr guten Kontakt zueinander und waren von der Idee sehr angetan“, erinnert sich Schocker. Doch dann gab es auch Jahre, in denen die Organisation der ökumenischen Berggottesdienste „etwas holprig“ war, so Schocker.

Religion spielt beim Alpenverein keine Rolle

Nicht immer gelang es, den Gottesdienst ökumenisch zu feiern, manchmal war es auch eine katholische Bergmesse. An den Geistlichen vor Ort habe das nie gelegen, betont Schocker. Vorgaben von Seiten der Diözese Augsburg machten es den Organisatoren teils schwer.

„Ich bin immer drangeblieben“, betont Schocker. Und fügt hinzu: „Mittlerweile bin ich zufrieden.“ Ihm war es immer wichtig, den Gottesdienst ökumenisch zu feiern. „Beim Alpenverein macht es keinen Unterschied, ob jemand katholisch oder evangelisch ist“, sagt Schocker, der bei der Scheidegger Ortsgruppe Tourenwart war und Skihochtouren geführt hat. Auch diese Funktionen gibt er nun ab.

Wetter hat meistens mitgespielt

Meistens hat das Wetter mitgespielt und der Gottesdienst konnte auf dem Kreuzberg gefeiert werden. „Wir mussten vier oder fünf Mal in die Kirche ausweichen.“ Als Mitglied bei der Musikkapelle gelang es Schocker auch immer eine musikalische Begleitung für die Gottesdienste zu organisieren. So spielen auch diesen Sonntag beim 25. ökumenischen Berggottesdienst auf dem Kreuzberg Alphornbläser und Bläser der Musikkapelle Scheidegg.

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Nun gibt Schocker nach 25 Jahre die Organisation des Berggottesdienstes ab. Privat wird man ihn weiter in den Bergen treffen. „Mich hat es schon immer fasziniert, wenn es hoch rauf ging“, sagt Schocker.

  • Ökumenischer Bergottesdienst auf dem Kreuzberg in Scheidegg am Sonntag, 12. September, 10.30 Uhr mit Pfarrer Uwe Six und Gemeindereferent Roman Baur, mit Alphornbläsern und Bläsern der Musikkapelle Scheidegg. Beim Gottesdienst muss eine FFP2-Maske getragen werden. Bei Regen findet der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Gallus (mit beschränkter Teilnehmerzahl) statt.