Heimenkirch/Westallgäu

Beschluss: Wieso Heimenkirch seine Kneippanlage abreißen will

Nichts geht mehr im Kneippbecken in Heimenkirch. Der Markt will es abreißen.

Nichts geht mehr im Kneippbecken in Heimenkirch. Der Markt will es abreißen.

Bild: Daniel Boscariol

Nichts geht mehr im Kneippbecken in Heimenkirch. Der Markt will es abreißen.

Bild: Daniel Boscariol

Die Unterhaltskosten des reparaturbedürftigen Beckens beschäftigen den Gemeinderat seit Jahren. Unter einer Bedingung könnte es allerdings gerettet werden.

27.07.2020 | Stand: 18:19 Uhr

Die Gemeinde Heimenkirch baut ihre Kneippanlage ab. Das hat der Bauausschuss des Gemeinderats einstimmig beschlossen. Das Becken war heuer nicht mehr in Betrieb genommen worden, weil es reparaturbedürftig war. Sollte sich ein Verein finden, der sich um die Anlage kümmert, will die Gemeinde auf den Rückbau verzichten.

Das Kneippbecken in Heimenkirch wurde 2006 eröffnet

Als Diskussionsgrundlage für die Ausschussmitglieder hat die Gemeindeverwaltung alle relevanten Sitzungsprotokolle durchstöbert. Demnach hat der der Marktgemeinderat Heimenkirch im Jahr 2004 den Bau einer Kneippanlage beschlossen. Eröffnet wurde sie im Juni 2006, die Baukosten betrugen nach Information der Marktverwaltung gut 40 000 Euro. Immer wieder war das Kneippbecken Thema im Gemeinderat. Das Gremium diskutierte wiederholt über die Kosten des baulichen Unterhalts. Diese summierten sich von 2009 bis 2019 auf 18 500 Euro.

Aus diesem Grund hat der Bauausschuss jetzt beschlossen, die Anlage abzubrechen und die Fläche zu begrünen.

Wenn sich ein Kneippverein gründet, bleibt die Anlage erhalten

Das Thema „Kneippverein“ hat offenbar ein Gemeinderatsmitglied bereits im Jahr 2005 – also vor dem Bau des Beckens – angesprochen. Ein solcher hat sich aber nie gegründet. Sollten sich bis 1. Oktober interessierte Bürgerinnen und Bürger zu solch einem Verein zusammenschließen und die Pflege der Kneipp-Anlage übernehmen, soll sie erhalten bleiben.