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Corona: Landkreis Lindau erhält 30 Lüftungsgeräte für Schulen

Klein und handlich: So sehen die Luftfilter für die Schulen im Landkreis Lindau aus.

Klein und handlich: So sehen die Luftfilter für die Schulen im Landkreis Lindau aus.

Bild: Landkreis Lindau

Klein und handlich: So sehen die Luftfilter für die Schulen im Landkreis Lindau aus.

Bild: Landkreis Lindau

Die Geräte sollen Viren zu 99,99 Prozent aus der Luft herausfiltern. Wo sie zum Einsatz kommen und was der Landkreis an den Schulen im Westallgäu außerdem plant.
17.02.2021 | Stand: 06:36 Uhr

Der Landkreis Lindau hat 30 Luftreinigungsgeräte beschafft. Sie sind für drei Schulen bestimmt. Zum Einsatz kommen werden sie laut Landratsamt dort, wo Unterrichtsräume „aufgrund der baulichen Gegebenheiten“ nicht ausreichend durchlüftet werden können“.

Das betrifft Räume am Bodenseegymnasium, am Valentin-Heider-Gymnasium und am Beruflichen Schulzentrum. Alle drei Schulen befinden sich in Lindau.

Freistaat übernimmt Kosten in Höhe von 87.000 Euto

Gekostet haben die 30 Geräte 87.000 Euro. Die Kosten übernimmt der Freistaat. Die Geräte wurden laut Landratsamt speziell für die Kontrolle luftübertragener Infektionen in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens entwickelt. Die Effizienz liegt laut Hersteller bei über 99 Prozent.

Filter tauschen Luft bis zu viermal pro Stunde aus

Bis zu vier Mal in einer Stunde wird die Luft im Klassenzimmer ausgetauscht. Steuern lassen sich die Geräte zentral über ein vorhandenes Netzwerk. Sie sind laut Landratsamt vergleichsweise klein und handlich. Sie seien deshalb „sehr gut für Klassenzimmer mit vielen Schülerinnen und Schülern geeignet“. Der Geräuschpegel liegt je nach Stufe beziehungsweise Auslastung bei 33 bis 68 db (A).

Zusätzlich wurden die landkreiseigenen Schulen, die noch über keine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage verfügen, mit CO2-Meßgeräten für alle Unterrichtsräume ausgestattet. Die Kosten (31.000 Euro) hat ebenfalls der Freistaat übernommen.

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Parallel will der Landkreis in allen drei Gymnasien kontrollierte Be- und Entlüftungsanlagen einbauen. Die mobilen Geräte würden zwar Viren aus der Luft filtern, aber nicht die Luftqualität verbessern, erklärt Landrat Elmar Stegmann. Zudem seien dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung ökologisch sinnvoller.

Gymnasium Lindenberg bekommt Lüftungsanlage

Im Haushaltsentwurf des Landkreises sind in diesem Jahr 1,1 Millionen Euro für den Einbau der Lüftungsanlagen an den Gymnasien eingeplant. Weitere 1,1 Millionen Euro wird der Landkreis dafür nach dem jetzigen Stand im nächsten Jahr bereitstellen.

Bisher sind unter der Trägerschaft des Landkreises die beiden staatlichen Realschulen in Lindenberg und Lindau mit einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage ausgestattet.

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