Corona im Westallgäu und Umgebung

Corona-Regeln der Westallgäuer Nachbarn: Was gilt wo?

Am Bodensee liegen die grenzen mehrerer Länder. Das bedeutet Vielfalt nicht nur im positiven Sinne. Wie die Kulturen und Freizeitangebote fallen auch die Corona-Regeln unterschiedlich aus.

Am Bodensee liegen die grenzen mehrerer Länder. Das bedeutet Vielfalt nicht nur im positiven Sinne. Wie die Kulturen und Freizeitangebote fallen auch die Corona-Regeln unterschiedlich aus.

Bild: Felix Kästle, dpa

Am Bodensee liegen die grenzen mehrerer Länder. Das bedeutet Vielfalt nicht nur im positiven Sinne. Wie die Kulturen und Freizeitangebote fallen auch die Corona-Regeln unterschiedlich aus.

Bild: Felix Kästle, dpa

Wenn der Tagesausflug zur Planungshölle wird: Welche Corona-Regeln im Westallgäu und bei den Nachbarn in Vorarlberg und Baden-Württemberg gelten.
01.06.2021 | Stand: 20:04 Uhr

Bei vielen Tagesausflügen oder Einkaufsfahrten stellt sich die Frage: wo gelten gerade welche Corona-Beschränkungen? Nachfolgend ein Überblick über das Westallgäu und die angrenzenden Regionen. Wer nach Vorarlberg will, muss sich grundsätzlich testen lassen, geimpft oder genesen sein und sich online registrieren.

GASTRONOMIE: In Vorarlberg gilt für Restaurants eine Sperrstunde ab 22 Uhr sowie für deren Gäste die 3-G-Regel. Diese stellt Genesene, Negativ-Getestete und Geimpfte gleich. Im Innenbereich dürfen an einem Tisch bis zu vier Gäste Platz nehmen. Zusätzlich sind sechs Kinder unter 18 Jahren erlaubt. Im Freien dürfen zehn volljährige und zehn minderjährige Gäste zusammensitzen. Für Gruppen, die aus einem Haushalt bestehen, gelten diese Regeln nicht. Der Mindestabstand von zwei Metern entfällt, sofern Schutzwände und -scheiben zwischen den Tischen aufgestellt sind.

Im Bodenseekreis und dem Landkreis Ravensburg dürfen Gastronomen ihre Betriebe von sechs bis 21 Uhr öffnen. Sie dürfen innen und außen bewirten. Für beide Bereiche gilt die 3-G-Regel. Im Landkreis Lindau gibt es weder eine Pflicht zur Terminvereinbarung noch zum Testen. Allerdings hat lediglich die Außengastronomie geöffnet. Um 22 Uhr müssen Wirte schließen.

Vorarlberg hat Geschäfte uneingeschränkt geöffnet

EINKAUFEN: In Vorarlberg sind die Geschäfte uneingeschränkt geöffnet. Für Friseure, Nagelstudios und Ähnliches gilt die oben genannte 3-G-Regel.

Im Bodenseekreis ist die Zahl der zugelassenen Kunden von der Größe eines Geschäfts abhängig. Eine Testpflicht gibt es nicht. Der Einzelhandel im Landkreis Ravensburg kann „Click&Meet“ anbieten oder eine begrenzte Kundenanzahl auch ohne Terminbuchung ins Geschäft lassen. Bei Letzterem müssen Kunden einen negativen Corona-Test vorweisen.

Im Landkreis Lindau sind die Geschäfte geöffnet – „Click&Meet“ oder eine Testpflicht gibt es nicht.

Kaum Unterschiede bei den Regeln zum Baden in Voarlberg, Baden-Württemberg und Bayern

BADEN: Seit dem 19. Mai haben Bäder in Vorarlberg geöffnet. Die Gäste benötigen einen Eintrittstest oder einen Nachweis der Impfung, beziehungsweise Genesung. Außerdem ist beim Eintritt – ausgenommen Strandbäder – eine Registrierung notwendig. Schwimmbädern und Badeseen im Bodenseekreis sind geöffnet. Im Landkreis Ravensburg ebenso, allerdings mit Testpflicht. Diese gilt im Landkreis Lindau ab einer Inzidenz von 50(wir berichteten). Aktuell liegt sie deutlich darunter.

KULTUR: Für Museen gelten in Vorarlberg dieselben Regeln wie für Geschäfte. Auch Kinos haben unter Auflagen geöffnet. Die Grenze für Veranstaltungen liegt bei 1500 Menschen innen und 3000 im Freien – zumindest noch (siehe Artikel „Festspiele vor vollen Rängen).

Im Bodenseekreis sindKulturveranstaltungen wie Kinovorführungen, Theater oder Opern nur im Freien mit bis zu 100 Menschen erlaubt. Museen dürfen ohne Auflagen öffnen. Im Landkreis Ravensburg gilt für Veranstaltungen das Gleiche, die Besucherzahl in Museen ist begrenzt.

Museen, Kinos und Ähnliches haben im Landkreis Lindau geöffnet. Die erlaubte Besucherzahl ist von der Fläche abhängig.