Kommunalpolitik im Landkreis Lindau

Zum CSU-Frühjahrsempfang schickt Landrat Stegmann eine Grußbotschaft aus seinem Garten

Landrat Elmar Stegmann meldete sich per Videobotschaft in den Löwensaal. Dort konnte der CSU-Kreisvorsitzende Uli Pfanner knapp 140 Gäste begrüßen, darunter etliche ehrenamtlich tätige Bürger.

Landrat Elmar Stegmann meldete sich per Videobotschaft in den Löwensaal. Dort konnte der CSU-Kreisvorsitzende Uli Pfanner knapp 140 Gäste begrüßen, darunter etliche ehrenamtlich tätige Bürger.

Bild: Peter Mittermeier

Landrat Elmar Stegmann meldete sich per Videobotschaft in den Löwensaal. Dort konnte der CSU-Kreisvorsitzende Uli Pfanner knapp 140 Gäste begrüßen, darunter etliche ehrenamtlich tätige Bürger.

Bild: Peter Mittermeier

Elmar Stegmann kann wegen einer Corona-Infektion nicht vor Ort sein. Per Video lobt er die Hilfsbereitschaft der Menschen für Ukraine-Flüchtlinge.
03.05.2022 | Stand: 08:00 Uhr

Corona ist immer noch allgegenwärtig: Das zeigt der Frühjahrsempfang des CSU-Kreisverbandes: Statt einer Rede gab es eine Videobotschaft von Landrat Elmar Stegmann, aufgenommen in dessen Garten. Grund war eine Covid-Infektion des Kreis-chefs. „Das Virus trifft auch sehr vorsichtige Menschen“, sagte der CSU-Kreisvorsitzende Uli Pfanner.

Dreimal in Folge war der CSU-Neujahrsempfang coronabedingt ausgefallen. Als Ersatz bot der Kreisverband erstmals einen Frühjahrsempfang an. „Wir wollten einfach die Möglichkeit zum Austausch bieten“, sagt Pfanner. 140 Gäste kamen in den Löwensaal, deutlich weniger als zu den Neujahrsempfängen. Möglicherweise hielt Corona einige Mitglieder und Ehrenamtliche ab, zu dem Empfang zu kommen.

Mehr als 650 Flüchtlinge aus der Ukraine wohnen inzwischen im Landkreis Lindau

Das Virus ist nach wie vor aktiv, wie das Beispiel des Landrates zeigt. Obwohl sehr vorsichtig, hat sich der Kreischef infiziert. Es gehe ihm aber gut, erklärte Stegmann in seiner Videobotschaft. Dort ging der Landrat auch auf Putins Überfall auf die Ukraine ein. Allerdings lenkte er den Blick auf das Positive: die Hilfsbereitschaft der Menschen im Landkreis.

Mehr als 650 Menschen aus der Ukraine leben mittlerweile hier. Unterstützt werden sie von vielen Ehrenamtlichen. Stegmann lobte unter anderem den Helferkreis in Heimenkirch, und er dankte dem BRK für den „großartigen Einsatz“ in der Notunterkunft. Dort sorgen Helfer jeden Tag dreimal für Essen.

Stegmann nutzte die Gelegenheit auch, um die Schwerpunkte der Kreispolitik darzustellen: Das sind vor allem Klima- beziehungsweise Umweltschutz und Bildung. So hält es der Landrat für nötig, auf Dächern denkmalgeschützter Gebäude Photovoltaikanlagen zu ermöglichen. Auch eine Diskussion um die Nutzung der Windkraft begrüßt er. Zu den Dingen, die der Landkreis in Sachen Klimapolitik tut, gehören der Ausbau der Radwege und ein neues Buskonzept, das zum Fahrplanwechsel 2023 starten wird. Stegmann: „Wir wollen den Individualverkehr weiter reduzieren.“

Flächenverbrauch und Energieerzeugung

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Das Thema hatte schon Uli Pfanner in seiner Begrüßung angesprochen. Dabei wies er darauf hin, dass auch für Freiflächen–PV-Anlagen Flächen benötigt werden. „Ich bin für Windkraft und Photovoltaik, aber auch für Gewerbe und Wohnraum, auch das brauchen wir“, sagte er mit Blick auf das aktuelle Thema Flächenverbrauch. Es sei wichtig, diese Fragen „miteinander zu diskutieren und zu entscheiden“. Dafür wünscht er sich eine „Diskussionskultur“.

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Nicht rechtzeitig zum Empfang geschafft hatte es die Bundestagsabgeordnete Mechthilde Wittmann. Eine Autopanne bremste sie auf der Fahrt von Berlin nach Lindenberg aus. Unter den Gästen war dafür einer, der an dem Abend viele Gratulationen entgegennehmen konnte: der Weilerer Rathauschef Tobias Paintner. Ein paar Tage zuvor war er Vater geworden: Alexander heißt der Junior.