Bodensee

Das Wetter lässt die Obstbauern am Bodensee ruhig schlafen

Derzeit machen sich die Obstbauern am Bodensee keine Sorgen wegen des Wetters.

Derzeit machen sich die Obstbauern am Bodensee keine Sorgen wegen des Wetters.

Bild: Felix Kästle, dpa (Archiv)

Derzeit machen sich die Obstbauern am Bodensee keine Sorgen wegen des Wetters.

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Warum die knapp 100 bayerischen Obstbauern am Bodensee dieses Jahr mit der Wetterlage recht zufrieden sind.
12.03.2021 | Stand: 08:16 Uhr

Derzeit machten sich die Obstbauern keine Sorgen wegen des Wetters, zeigt sich Martin Nüberlin aus Lindau im Gespräch mit unserer Redaktion erleichtert. Er ist Sprecher der knapp 100 bayerischen Obstbauern am Bodensee und sagt: „Der Vegetationsstand entspricht ziemlich genau der Jahreszeit.“

Ganz anders war das vor vier Jahren: Der März 2017 war viel zu warm und im April kam ein Kälterückfall mit Nachtfrösten. Das war ausgerechnet zu der Zeit, als viele Obstbäume im Bodensee-Raum blühten. Obstbauern hatten einen Ernteausfall von bis zu 75 Prozent verkraften müssen. Ohne finanzielle Hilfen wäre die Situation für einige Betriebe existenzbedrohend gewesen.

Auch 2018 legten sich im Frühjahr Sorgenfalten auf die Stirn so mancher Obstbauern am Bodensee. Wieder war die Natur weit fortgeschritten und wieder drohten Nachtfröste. Es gab schließlich punktuelle, aber keine flächendeckenden Frostschäden.

„Pflanzentechnisch“ seien der diesjährige Spätwinter und das Frühjahr „voll im Soll“, bestätigt der Deutsche Wetterdienst die Einschätzung von Obstbauer Nüberlin. Ein Blick auf die „phänologische Uhr“ (der aktuelle Vegetationsstand) zeige, dass sich die Natur heuer bisher „völlig normal“ entwickelt, erläutert Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst.

Obstbauern: Natur entwicklet sich 2021 "völlig normal"

Die staatliche Förderung einer Versicherung für landwirtschaftliche Betriebe gegen Frost, Sturm oder Starkregen läuft offensichtlich gut an. Laut bayerischem Landwirtschaftsministerium haben bisher 450 Obstbauern und Winzer einen Antrag auf Förderung ihrer „Mehrgefahrenversicherung“ gestellt.

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