Demo im Westallgäu

Milchbauern demonstrieren am Freitag mit Traktoren in Heimenkirch - B32 wird gesperrt

Am Freitag sollen in Heimenkirch vor der Firma Hochland dutzende Landwirte mit ihren Traktoren demonstrieren.

Am Freitag sollen in Heimenkirch vor der Firma Hochland dutzende Landwirte mit ihren Traktoren demonstrieren.

Bild: Bernd Wüstneck, dpa (Symbolbild)

Am Freitag sollen in Heimenkirch vor der Firma Hochland dutzende Landwirte mit ihren Traktoren demonstrieren.

Bild: Bernd Wüstneck, dpa (Symbolbild)

Im Westallgäu werden am Freitag dutzende Traktoren für den Protest erwartet. Die B 32 wird gesperrt. Der Veranstalter fordert einen Systemwechsel.
09.06.2021 | Stand: 06:12 Uhr

Milchbauern aus Bayern und Baden Württemberg sollen am Freitag in Heimenkirch demonstrieren. Dazu aufgerufen hat der BDM (Bund Deutscher Milchviehhalter). Anlass sind die stockenden Verhandlungen mit den Molkereien. Der BDM hat nach eigenen Angaben 50 Traktoren und 100 Teilnehmer angemeldet. „Wir wissen aber nicht, wie viele genau kommen werden“, sagt der Kreisvorsitzende Armin Eugler aus Grünenbach. Das Landratsamt lässt wegen der Kundgebung die B 32 am Freitag von 9 und 14 Uhr zwischen der Bach- und Tannenfelsstraße sperren. Zudem empfiehlt die Behörde allen Autofahrern, den Raum Lindenberg und Heimenkirch über die B 12 zu umfahren.

Die Kundgebung steht unter dem Motto „Wer sich nicht rührt, wird nicht gehört“. Sie ist Auftaktveranstaltung für Süddeutschland. Nicht von ungefähr hat sich der BDM dafür Heimenkirch als Ort ausgesucht. Dort befindet sich der Firmensitz der Hochland SE. Dessen Vorstandsvorsitzender Peter Stahl ist Vorsitzender der Milchindustrieverbandes (MIV), eines Spitzenverband mit circa 80 Unternehmen. Organisiert wird die Kundgebung von den BDM-Landesteams Bayern und Baden-Württemberg. (Lesen Sie auch: Allgäuer Bergbauer: "Das sind meine letzten Kühe - die Landwirtschaft rentiert sich nicht mehr")

BDM fordert Systemwechsel beim Thema Milch

Ausgerüstet mit Kuhglocken, Fahnen und Faironikas – einer lebensgroßen Kuh aus Pappe – wollen sich Milchbauern vor dem Sitz von Hochland versammeln. Es gehe nicht darum, um ein paar Cent mehr Milchgeld zu betteln, oder um Hochland zu diffamieren, erklärt der BDM. Er fordert vielmehr einen „Systemwechsel“. Die Molkereien und der Milchindustrieverband würden sich allen Vorschlägen verweigern, die „Marktrahmenbedingungen so zu reformieren, dass wir gewinnbringende Milcherzeugerpreise erzielen können“. Der Bundesverband der Milchviehhalter verweist in dem Zusammenhang auf „explodierende Kosten“ und steigende Lebensmittelpreise. „Alle in der Wertschöpfungskette nach uns schlagen ihre Kostensteigerung auf den Preis auf. Und wir?“

Zur Teilnahme aufgefordert hat der BDM bayernweit. Mit Traktoren werden aber vor allem Milchbauern aus der Region erwartet.

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