Freizeit

Der Abbruch des Lindenberger Hallenbades hat begonnen

Hallenbad Lindenberg

Klar als Baustelle zu erkennen ist das Lindenberger Hallenbad. Eine auf Abbruch spezialisierte Firma baut das Gebäude zurück. Anfang August sollen die Abbruchbagger anrollen. Läuft alles glatt, soll das Gelände Mitte September völlig frei sein.

Bild: Foto: Peter Mittermeier

Klar als Baustelle zu erkennen ist das Lindenberger Hallenbad. Eine auf Abbruch spezialisierte Firma baut das Gebäude zurück. Anfang August sollen die Abbruchbagger anrollen. Läuft alles glatt, soll das Gelände Mitte September völlig frei sein.

Bild: Foto: Peter Mittermeier

Derzeit sind die Arbeiter vor allem im Inneren des 45 Jahre alten Gebäudes am Werk. Ende August sollen die Abbruchbagger anrollen. Was Neues geplant ist.

26.06.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Ein Bauzaun grenzt das Gelände ab, vor dem Gebäude stehen Container, im Innern sind Arbeiter am Werk. Der Abriss des Lindenberger Hallenbades hat begonnen. Fachleute sprechen allerdings lieber von einem kontrollierten Rückbau. Denn die Bagger rollen erst in einigen Wochen an. „Bis Mitte September“ sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Architekt Andreas Sutter. Er begleitet das Projekt seitens der 11500-Einwohner-Stadt im Landkreis Lindau.

Für die Stadt ist der Neubau des Hallenbades das größte Projekt in der Nachkriegsgeschichte.  Mehr als elf Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Finanzieren kann es die Stadt ohne Kreditaufnahme. Sie hat entsprechende Mittel in den Rücklagen, dazu kann sie größere Grundstücksflächen veräußern.

Eine Aqua-Cross-Anlage als Hauptattraktion

Das Bad wird ohne Sauna gebaut. Hauptattraktion soll eine Aqua-Cross-Anlage sein, in der sich Besucher im Stile von Ninja-Warriors durchkämpfen können. Ähnliches gibt es im weiteren Umkreis um die Westallgäuer Stadt nicht. 

Das neue Hallenbad wird an der Stelle des jetzigen errichtet. Bevor mit dem Neubau begonnen werden kann, muss also der Ende 1975 eingeweihte Bau verschwinden. Anfang Juni haben die Arbeiten begonnen. Lüftung, elektrische Leitungen, nicht-tragende Zwischenräume sind mittlerweile aus- und abgebaut, schildert Architekt Andreas Sutter den Fortschritt.

Abbruchmaterial wird für den Neubau verwendet

Begleitet werden die Arbeiten von Beprobungen. Unter anderem muss die Stadt klären lassen, welchen Verschmutzungsgrad das Holz hat, ob und in welchem Umfang Schadstoffe in den Materialien vorhanden sind. „Im laufenden Betrieb geht das nur sehr begrenzt“, sagt Sutter. Der Umfang der Belastung hat Auswirkungen auf die Arbeiten: Belastete Bauteile müssen ohne den Einsatz von Baggern ausgebaut werden, es geht also um viel Handarbeit. Läuft alles nach Plan, werden Anfang August die Bagger anrollen und das entkernte Hallenbad abreißen. Abgefahren werden soll so wenig wie möglich. Denn ein Teil des Materials soll für den Neubau genutzt werden. Mauerwerk und Beton werden vor Ort geschreddert und möglichst wieder genutzt. Das erspart Lkw-Transporte und schont Ressourcen. „Es geht da auch um Wertstoffe“, sagt Sutter. Mitte September, sieht der Zeitplan vor, soll der Rückbau abgeschlossen sein.