Fußball

Der FV Rot-Weiß Weiler startet mit neuen Gesichtern

Fussball - Landesliga St 4 - 2018/19 - Spieltag 8 - FV Rot-WeiÃ? Weiler vs TSG Balingen II

Julian Karg kehrt zum FV Rot-Weiß Weiler zurück. Der Linksfuß ist einer von drei Neuzugängen beim Landesligisten.

Bild: Florian Wolf

Julian Karg kehrt zum FV Rot-Weiß Weiler zurück. Der Linksfuß ist einer von drei Neuzugängen beim Landesligisten.

Bild: Florian Wolf

Der Westallgäuer Landesligist  geht mit einem neuen Coach und drei Neuzugängen  in die nächste Saison.  Start ist Ende August. Wer alles neu im Team ist

01.07.2020 | Stand: 10:50 Uhr

Jetzt geht es endlich wieder los: Mit einem neuen Trainer und neuen Spielern beginnt der FV Rot-Weiß Weiler am 1. Juli die Vorbereitung auf die neue Saison. An der Seitenline hat künftig Marco Mayer das Sagen. Der 35-Jährige, der bereits als Spieler für die Rot-Weißen aktiv war, tritt als Trainer die Nachfolge von Jürgen Kopfsguter an. Er hatte zuvor den SV Beuren als Spielertrainer in die Bezirksliga geführt und war zuletzt Coach bei Kreisligist SpVgg Lindau.

Ein weiteres bekanntes Gesicht ist Julian Karg. Der 27-Jährige hatte bereits von Juli 2013 bis Dezember 2018 beim FVW gespielt und über 100 Partien in Verbands- und Landesliga absolviert. Danach wechselte der zweikampfstarke Linksverteidiger nach Österreich zum FC Langenegg. Nach eineinhalb Jahren beim Drittligisten kehrt er nun aus Vorarlberg ins Raiffeisenbank-Stadion zurück.

Ganz neu in Weiler ist Michael Riedesser, den der neuer Trainer von der SpVgg Lindau mitbringt. Der 1,85 Meter große Neuzugang ist auf der rechten Defensivseite zuhause und hat mit der SG Kißlegg bereits in der Landesliga gespielt. Zudem lief der 28-Jährige auch für den FC Isny in der Bezirksliga aus.

Maximilian Rasch kommt vom FC Leutkirch

Vom Bezirksligisten FC Leutkirch kommt Maximilian Rasch zu den Rot-Weißen. Der 28-jährige Innenverteidiger besitzt ebenfalls Landesliga-Erfahrung. Zudem ist er in Weiler nicht ganz unbekannt: Sein Vater Magnus war früher Trainer beim FVW II – und bereits damals hatte er als Jugendspieler ab und zu bei der „Zweiten“ mittrainiert. Der Rechtsfuß ist 1,89 Meter groß. „Wir wollen insgesamt körperlich präsenter sein. Bislang waren wir eine relativ kleine Mannschaft“, sagt Teammanager Alexander Dreier.

Aus der eigenen A-Jugend rückt Janne Heinrich zu den Aktiven auf. Der 19-Jährige durfte bereits in der Vorsaison ein paar Minuten Landesliga-Luft schnuppern. Der zentrale Mittelfeldspieler schickt sich an, in Weiler eine Familientradition fortzusetzen: Sein Opa Hartwig und sein Vater Markus gehörten zu den prägenden Spielern ihrer Zeit. Ebenfalls zum 24-köpfigen Kader gehört Tim Ilzhöfer. Der A-Jugendspieler ist seit kurzem 18 Jahre alt und somit spielberechtigt für die Aktiven. Er trainiert schon länger bei der „Ersten“ mit.

Besonders erfreulich: Das erste Mal seit vielen Jahren gibt es keinen einzigen Abgang zu verzeichnen. „Das habe ich so noch gar nie erlebt“, sagt Dreier. Sicherlich sei das auch ein wenig der Corona-Zwangspause geschuldet, doch in anderen Vereinen gebe es sehr wohl auch viele Abgänge: „Das spricht für uns“, findet der 39-Jährige. Dass der Stammkader des Vorjahresvierten erhalten geblieben und punktuell wunschgemäß ergänzt werden konnte, sei eine gute Basis für die neue Saison.

Dabei deutet sich inzwischen an, wann diese startet. Der Württembergische Fußballverband hat zwei Termine genannnt: Am 8. August soll die erste Runde des WFV-Pokals stattfinden und am 22. August die Landesliga beginnen, die heuer 20 Mannschaften umfasst.

Testspiele vorerst nur in Württemberg

Die Vorbereitung kann der FVW allerdings vorerst nur eingeschränkt bestreiten: In Bayern ist nach wie vor nur kontaktloses Training erlaubt, während in Württemberg bereits voll trainiert werden kann. Immerhin hat der Verband klargestellt, dass Vereine mit Sitz in Bayern zu Testspielen auf Sportplätzen in Württemberg antreten können.

In den ersten Wochen wird Marco Mayer den Fokus aber ohnehin auf die Fitness legen, zumal mehr als drei Monate lang aufgrund der Corona-Vorgaben überhaupt kein Training hatte stattfinden können.

Es gilt nun, die Mannschaft auf ein einheitliches Level zu bringen. Dabei wird der neue Coach von einem neuen Co-Trainer unterstützt: Samuel Riegger. Der 27-Jährige ist ab sofort in doppelter Funktion für den FVW tätig, denn er wird weiterhin als Spieler für den Landesligisten auflaufen. „Wir wollten einen erfahrenen Mann aus den eigenen Reihen haben“, sagt Dreier. Das trifft auf Riegger zu: Der Mittelfeldregisseur hat in der Jugend für den 1. FC Nürnberg gespielt und lief später für den FC Ingolstadt II und den FC Memmingen in der Regionalliga Bayern auf. Seit Sommer 2016 spielt er wieder in Weiler. In 84 Spielen kommt er auf 27 direkte Torbeteiligungen.