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Grenzgeschichten

Der Justizskandal von Niederstaufen: Hans Plank war kein Mörder

Grenzgeschichten Plank/Maurer

Ernst Maurer bewahrt das Büchlein, das der zu Unfrecht verurteilte Franz Plank geschrieben hat, gut auf. Ihm gehört das Haus in Niederstaufen, in dem Plank mit seiner Frau vor knapp 100 Jahren lebte.

Bild: Ingrid Grohe

Ernst Maurer bewahrt das Büchlein, das der zu Unfrecht verurteilte Franz Plank geschrieben hat, gut auf. Ihm gehört das Haus in Niederstaufen, in dem Plank mit seiner Frau vor knapp 100 Jahren lebte.

Bild: Ingrid Grohe

1923 wird ein Zöllner bei Niederstaufen erschossen. Sein Kollege geht dafür unschuldig ins Zuchthaus. Sein Schicksal lässt einen Mann bis heute nicht los.
01.05.2021 | Stand: 08:57 Uhr

Dies ist die Geschichte eines Justizirrtums. Sie spielt vor fast 100 Jahren nach dem gewaltsamen Tod eines Zöllners nahe der Grenze Niederstaufen. Sein Kollege Hans Plank kommt für die Tat ins Zuchthaus – unschuldig. Hätte Plank später die Geschehnisse nicht aufgeschrieben und als Büchlein veröffentlicht, hätte außerdem Ernst Maurer, der heute in Planks Haus in Niederstaufen wohnt, dieses Heft nicht aufbewahrt, so wüsste niemand mehr etwas von diesem unglücklichen Mann. Wer über sein Schicksal liest und in alten Zeitungsbänden auf den Bericht von der Gerichtsverhandlung stößt, kommt zum Schluss: Heute würde man den Fall Hans Plank einen Justizskandal nennen.

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